
In den Jahren 2000 und 2003 durfte ich in Japan und Malaysien Produkteinführungen und Produktschulungen durchführen. Mein erster Besuch in Japan führte mich in die Nähe von Tokio, nach Tsukuba, wo sich das Amt für Messwesen befindet. Danach fuhren wir mit dem Shinkansen für eine weitere Schulung nach Osaka. Im Jahre 2007 nutzte ich die Osterfeiertage im April für einen Kurzurlaub in Japan. Zu dieser Zeit ist das Land wegen der Kirschblüte "Sakura" besonders schön. Endlich hatte ich genug Zeit um mir viele Tempel und Schreine in Osaka, Kyoto und Tokio anzusehen.

Diese mit 120 Meter Höhe höchste Statue eines stehenden Buddhas findet man ca. 50 km nordöstlich von Tokio. Sie ist damit dreimal so groß wie die Freiheitsstatue in New York und hat das 30-fache Volumen. Ihr Gewicht beträgt 4000 Tonnen. Man kann in der Statue mit einem Aufzug bis in die fünfte Etage fahren und hat von dort eine wunderbare Aussicht über den großzügig angelegten Garten. Im Mittelteil der Figur befindet sich das "Lotus Sanctuary", ein Raum mit 3000 kleinen Buddhafiguren, welche jede eine andere Aufschrift trägt.
Im Garten gab es einen großen Teich in dem man viele schöne Zierkarpfen sehen konnte. Diese Kois sind oft sehr teuer und werden in aller Welt unter den Liebhabern versteigert und verkauft. Die vielen Blumen und Ziersträucher waren liebevoll gepflegt.

Unweit davon besuchten wir noch ein nachgebautes Dorf aus der Shogun-Zeit. So konnte man sich das Dorfleben im alten Japan gut vorstellen. Zahlreiche Souvenirläden und Imbissstuben lassen die Zeit hier recht rasch vergehen.

 Tokio (auch: Tokyo), die "östliche Hauptstadt" liegt in der Kanto-Region im Osten der Insel Honshu in Japan. Seit 1603, dem Beginn des Tokugawa-Shogunates, ist das ehemals unbedeutende Fischerdorf Edo das Zentrum der Politik und Verwaltung des Landes. Seit 1868 ist Tokio auch offizielle Hauptstadt Japans und mit dem Kaiserpalast Tokio Sitz des Tenno.
Der Kaiserpalast befindet sich im Zentrum von Tokio Die ausgedehnten, herrlichen Gartenanlagen sind nur an einem Tag des Jahres vollständig dem Publikum geöffnet. Um das Gelände verläuft ein Wassergraben und eine Mauer mit Wachhäusern.

Rund 8,5 Mio Einwohner hat Tokio, im Großraum leben ca. 34,5 Millionen. Das macht die Stadt zur größten Metropolregion der Welt. Wie archäologische Funde belegen, war das heutige Stadtgebiet schon in der Steinzeit besiedelt. Die Steine in diesem Bild sollen aber angeblich von der alten Burg Edo stammen.

Nur ein kleiner Teil der kaiserlichen Palastgärten ist dem Publikum geöffnet. Inmitten des Grüns und der blühenden Bäume und Sträucher vergisst man schnell, dass man sich im Herzen einer Großstadt befindet.
Obwohl der Himmel bedeckt war und die Sonne sich vornehm zurückhielt, habe ich den Spaziergang durch die sehr gepflegten Gärten sehr genossen.
In Tokio gibt es auch viele Theater, in denen sowohl No und Kabuki, als auch moderne Stücke aufgeführt werden. Das No ist ein traditionelles japanisches Theater, das nur von Männern gespielt (getanzt) und musikalisch begleitet wird. Meist trägt der Hauptdarsteller eine Maske. Grundsätzlich besteht ein Kabuki aus Gesang, Pantomime und Tanz.

Im Shiba-Park im Stadtbezirk Minato, befindet sich der 333 Meter hohe Tokio Tower, eines der Wahrzeichen der Stadt. Diese Aufnahme mit dem Tokyo-Tower entstand vom obersten Stockwerk des Hotels gegenüber der Shinagawa Station. So konnten wir leicht ins Stadtzentrum zur Einkaufsstrasse "Ginza", zum Meiji Schrein oder zum Asakusa Tempel fahren.
Allerdings erwies sich schon der Erwerb einer geeigneten Fahrkarte als nicht so einfach. Dank hilfsbereiter Japaner schafften wir es dennoch. Am Bahnsteig werden die Ziele der Züge abwechselnd in japanischen und lateinischen Schriftzeichen angezeigt. Als wir nach unserem Ausflug zum Hotel zurückkehren wollten, verliefen wir uns hoffnungslos in der Station. Mit dem Fahrschein - ein keines Fetzelchen Papier mit einem Magnetstreifen hinten drauf - kann man durch die unzähligen Sperren gehen, solange man auf dem richtigen Weg ist. Irgendwie schafften wir es, dass keine der Sperren mehr unsere Fahrkarte akzeptierte. Schließlich wurden wir von einem netten Bahnbeamten durch die "Hintertür" hinausgelassen.

Die Ginza war einer der ersten Stadtteile Tokios, welche der Bucht von Tokio abgerungen wurden. Im Jahre 1612 in der Edo-Zeit wurde in diesem Gebiet eine Silbermünzstätte gegründet, von der sich der Name Ginza (Gin=Silber, Za=Ort, Lager) ableitet. Nachdem die Ginza 1872 vollständig niederbrannte, wurde sie vom britischen Architekten Josiah Conder und dem Ingenieur Thomas J. Waters komplett neu aufgebaut. Nach dem Vorbild von Paris und London entstand so die erste Flaniermeile in Japan. Nachts erstrahlt die Ginza im Glanz und Licht der Leuchtreklamen, und bietet dem Fotografen viele Motive.

Nach Anlaufschwierigkeiten, vor allem durch die hohen Preise der neuen Gebäude, fühlten sich die Tokioter bald im neuartigen Stadtteil wohl, der Weiterentwicklung zum Vergnügungsviertel stand nichts mehr im Wege. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert war aber Asakusa das beliebteste Amüsierviertel in Tokio, erst in der Nachkriegszeit rückte die Ginza auf den ersten Rang vor. In Tokio hat man die Auswahl unter mehr als 50.000 Restaurants. Kulinarisch betrachtet ist die Stadt aufregend und abenteuerlich, wenn man die heimischen Spezialitäten probiert. Die Hauptrolle in der traditionellen japanischen Küche spielen Fisch, Reis, Sojabohnen und Gemüse. Sehr beliebt sind auch Sushi und Sashimi (roher Fisch).
 In den Auslagen der Restaurants sind oft die angebotenen Speisen als Imitate aus Plastik ausgestellt. So kann man sich schon beim Ansehen dieser "Speisekarte" das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Die Herstellung dieser Muster nach Fotos ist ein eigener Berufszweig. Die Speisen im Restaurant sehen dann auch wirklich genau so aus.

Mit dem Zug gelangt man nach kurzer Fahrt auch zum Asakusa-Tempel. Neben dem Tempel gibt es in Asakusa auch einen Shinto Schrein. Das große Eingangstor führt den Besucher zu der langen Einkaufsstraße, der Nakamise-dori.

Hier findet man vom Samurai-Schwert - natürlich nur Dekorations-Stücke - bis zu Fächern , Bildern, oder den traditionellen japanischen Trachtenpuppen (fast) alles was das Herz des Souvenirjägers erfreut.

Wer noch Platz in seinem Reisekoffer hat, kann sich hier von den traditionellen japanischen "Flip-Flops" welche aussuchen. Es gibt hier auch die aus Holz, mit den hohen Sohlen - für kleine Leute... Aber dann auch bitte die "Zehensocken" mit der abgenähten großen Zehe nicht vergessen!
Wer seinem vierbeinigen Liebling etwas Gutes tun möchte, kauft hier einen "Hundekimono".
Für das gemütliche Heim findet man hier oder in einer der Nebenstraßen auch Geschirr, Tischdecken, Wandbilder und vieles mehr.
 Der Tempel selbst befindet sich dann am Ende dieser Einkaufsstraße. In Japan bestehen mehrere religiöse Glaubensformen nebeneinander. Die wichtigsten sind der Shinto und der Buddhismus, der im 5. oder 6. Jh. nach Japan kam. Daneben gab es chinesische Einflüsse durch Taoismus und Konfuzianismus, die von Shinto und Buddhismus aufgenommen und integriert wurden.

Diese Glaubensformen werden auch nebeneinander praktiziert. Zu bestimmten Jahreszeiten, Feiertagen, zu Festen, Bestattungen, touristisch oder nebenbei besuchen Japaner religiöse Orte wie Tempel oder Schreine. Laut offizieller Statistik gibt es 85% Buddhisten und 90% Shintoisten.

Die Umgebung um den Tempel und Schrein ist nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges eher unspektakulär und neu. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sumidagawa-Flusses steht das auffällige Gebäude der Asahi Bier-Brauerei mit der goldenen Flamme als weit sichtbares Zeichen.

Meiji-jingu im Bezirk Shibuya, ist der Shinto Schrein, der den Seelen des Meiji-tenno und seiner Frau Shoken-kotaigo gewidmet ist. Der Meiji-tenno starb 1912, seine Frau 1914. Der Bau des Tempels wurde nach dem Tod der beiden begonnen und im Jahr 1920 vollendet. In diesem Jahr wurden auch die sterblichen Überreste des kaiserlichen Paares hierher überführt.
 Der Schrein wurde durch Bomben weitgehend zerstört und anschließend wieder neu aufgebaut. Die heutigen Bauten stammen aus dem Jahr 1958. Das bedeutendste Fest des Schreins findet am Geburtstag vom Meiji-tenno am 3. November statt und dauert fünf Tage.

Eine Sammlung von rund 180 gespendeten Sake-Fässern steht auf dem Gelände des Schreins. Gegenüber davon befinden sich Weinfässer aus der Bourgogne in Frankreich, welche auf die Initiative von Hr. Yasuhiko Sata (dem Repräsentanten des Hauses Burgund in Tokio) gestiftet wurden.
Eine Ausstellung schöner Blumengestecke (Ikebana)lockte viele Besucher und Fotografen an. Neben einfachen, aber sehr schönen Gestecken gab es auch noch sehr aufwändige Kunstwerke.
Auch sonst findet man in der Stadt immer wieder größere und kleinere buddhistische Tempel oder Shinto-Schreine.
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Mit dem "Bullet-Train" oder Shinkansen gelangt man mit ungefähr 270 km/h in wenigen Stunden von Tokyo über Kyoto nach Osaka. Die Burg von Osaka lag in unmittelbarer Nähe unseres Hotels und ist wohl das markanteste Gebäude der Stadt.
Osaka trat im 16. Jahrhundert aus seinem Schattendasein, als Toyotomi Hideyoshi seine Burg errichten ließ und sich in ihrer Umgebung Kaufleute ansiedelten. Anfang des 17. Jahrhunderts unterlag die Toyotomi-Familie den Tokugawas, die Burg wurde zerstört und anschließend von den Tokugawas wieder aufgebaut. Die Burg, die man heute vorfindet, ist eine Beton-Rekonstruktion des Gebäudes von 1843, die nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges im Jahre 1997 wieder eröffnet wurde.
 Von der Aussichtsebene in der obersten Etage kann man einen schönen Blick über die Stadt Osaka genießen. In den unteren Etagen findet man Ausstellungen über die japanische Geschichte und den Bau der Burg. Das etwas niedere Gebäude rechts im Bild über dem Dach des Stadions ist übrigens das New Otani Hotel.

Der Shitenno-ji ist ein buddhistischer Tempel der vor rund 1400 Jahren durch Prinz Shotoku Taishi (574-622), dem Japan auch seine erste schriftlich niedergelegte Verfassung zu verdanken hat, gegründet. Shitenno-ji ist der älteste buddhistische Tempel Japans, welcher bereits in der Chronik Japans aus dem Jahr 720 erwähnt wird.

Diese Halle überstand als einzige unbeschädigt den zweiten Weltkrieg und ist das älteste Gebäude des Tempels. Die fünfstöckige Pagode im Zentrum ist das höchste Bauwerk.

Der großzügige Innenhof beeindruckt mit einer riesigen, sorgfältig geharkten Kiesfläche.

Auch hier gab es bei jedem Restaurant die bekannten "Plastik-Speisekarten". Da Sushi, Sashimi und viele anderen japanischen Spezialitäten zu meinen Lieblingsspeisen gehören, brauchte ich hier kein Fast Food.
Osaka ist mit 2,6 Millionen Einwohnern nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans. Sie liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu an der Mündung des Flusses Yodo. Mit den ca. 17,5 Millionen Einwohnern in dem Ballungsgebiet Kansai (um Osaka, Kyoto und Kobe) bildet Osaka eine der größten Städte der Welt und innerhalb Japans den Gegenpol zum Kanto-Gebiet um Tokio. Nach 1500 Jahren ihrer Geschichte, ist die Stadt nun nach Tokyo die zweitwichtigste Wirtschaftsmetropole Japans.

Shinsaibashi ist das alte Stadtzentrum und bildet mit der Dotombori heute ein beliebtes Einkaufs und Geschäfts-Zentrum. Die lebhaftesten und interessantesten Stadtviertel sind Kita-ku (Nordstadt) mit Umeda im Mittelpunkt, vielen Hochhäusern und dem Bahnhof Osaka, sowie das Viertel Chūō-ku (Zentralbezirk) mit Nanba und dem gleichnamigen Bahnhof im Süden des Stadtteils.
Umeda ist das geschäftige Herz von Osaka mit den drei Zentralbahnhöfen von Japan Railways, Hankyu und Hanshin Bahnen im Zentrum, wobei in alle Bahnhöfe Kaufhäuser und Ladenstraßen integriert sind. Umeda hat so einiges an extravaganter Architektur zu bieten, wie das gigantische Umeda Sky City Building, das wie ein riesiges Tor aussieht.
Das Observatorium in 170 m Höhe verbindet die Zwillingstürme vom Hara Hiroshis Umeda Sky Building. Umeda hat eine eher große Obdachlosen-Bevölkerung, die es sich direkt vor den Bahnhöfen bequem macht – kurz und gut, es ist urbanes, lautes Japan.

Die "Floating Garden" -Aussichtsebene in 170m Höhe verbindet die beiden Zwillingstürme von Hara Hiroshis Umeda Sky Building. Der Blick über die Stadt war so atemberaubend, dass ich am späteren Abend noch einmal den Preis von 300.- Yen zahlte, um diese Aussicht bei Nacht zu genießen.

Auch hier ist Platz zum Bauen und für den Verkehr immer gefragt und sehr teuer. Wie man sowohl eine Straße, als auch ein Gebäude auf dem selben Grundstück unterbringt, zeigt diese Aufnahme. Hier fahren die Autos durch ein Loch in dem Büro-Hochhaus.

Mit dem Japan Rail Pass (in Deutschland beantragen und den Gutschein dann in Japan einlösen) kann man auf den JR-Linien unbegrenzt überall hin fahren. Das gilt auch für den Shinkansen - den Nozomi ausgenommen. Es gibt aber noch den Hikari- und den Kodama-Shinkansen. Wer als Rail Pass Benutzer den Nozomi benutzen will (hält an den wenigsten Stationen) muss eine reguläre Fahrkarte kaufen. Mit dem Hikari kommt man auch noch recht schnell weiter, der Kodama hält an jeder Station und ist damit der langsamste dieser Expresszüge. Am Beeindruckendsten sind jedoch die Pünktlichkeit und die dichten Zugfolgen. Der Komfort in den Zügen ist sehr hoch und wer vorher reserviert, braucht sich um einen gemütlichen Sitzplatz keine Sorgen zu machen.
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Kyoto ist die geschichtlich und kulturell bedeutendste Stadt Japans und das Zentrum der traditionellen Kultur. Die Stadt war von 794 bis 1868 Sitz des kaiserlichen Hofes. Heute ist Kyoto mit seinen 1,5 Mio Einwohnern eine Großstadt und wegen der vielen Sehenswürdigkeiten ein Anziehungspunkt für viele Touristen. Im zweiten Weltkrieg wurde Kyoto mit seinen 1600 buddhistischen Tempeln, 400 Shinto-Schreinen, Palästen und Gärten aus Respekt verschont, während die anderen Großstädte Japans in Schutt und Asche lagen. Somit zählt die Stadt zu den am besten erhaltenen Städten Japans.

Der Chion-in ist ein buddhistischer Tempel im Kyotoer Stadtbezirk Higashiyama. Er ist der oberste Haupttempel der Jodo-shu-Sekte und wurde im Jahr 1234 dort errichtet, wo Honen, der Gründer der Jodo-shu, gelehrt und zu Tode gefastet hatte.

Der Großteil des Tempelkomplexes brannte im Jahr 1633 ab, die meisten der gegenwärtig bestehenden Anlagen sind daher Rekonstruktionen aus dem 17.Jh. und den folgenden Jahrhunderten. Das älteste Bauwerk ist das zweistöckige Tor San-mon aus dem Jahr 1619. Mit 24 m ist es das höchste Tempeltor in Japan (Bild oben). Die 74 Tonnen schwere Tempelglocke ist auch die größte in Japan. Es braucht nicht weniger als 17 Mönche, um sie beim japanischen Neujahrsfest zu bedienen.

Der Higashi Hongan-ji ist der jüngere der zwei Zwillingstempel des Hongan-ji. Der ältere ist der Nishi-Hongan-ji Tempel. Das massive Goei-do (Gründerhalle), bzw. dessen Haupttor war das erste historische Gebäude, das ich vom Bahnhof nach Norden gehend, zu Gesicht bekommen habe. Er liegt im Stadtteil Shimogyo-ku. Der Higashi Hongan-ji ist der Haupttempel der Jodo-Shinshu-Sekte Otani-ha, die aber zumeist nur unter dem Namen dieses Tempels firmiert. Der Higashi Hongan-ji sieht dem Nishi Hongan-ji zum Verwechseln ähnlich, mit seiner Buddhahalle (Amida-do) und der größeren Gründerhalle. Die Goei-do des Higashi Hongan-ji in ihrer heutigen Form wurde 1895 errichtet und rühmt sich, das größte Holzgebäude der Welt zu sein.
Der Nanzen-ji, auch Zuiryusan Nanzen-ji genannt, ist einer der bekanntesten Tempel des Rinzai-Zen. Er ist der Haupttempel der Nanzen-Schule. Der Tempel stammt aus dem 13.Jh. und ist vor allem des traditionellen Gartens berühmt. Der Holzbau des Haupttors von dessen oberster Ebene man weit über Kyoto hin sieht und die Tiger auf den Wandschirmen im großen Hauptgebäude (Hojo) sind sehr sehenswert.

Der Heian-jingu ist ein Shinto-Schrein und wurde zu Ehren des Kammu Tenno im Jahr 1895 errichtet, der 794 die Stadt Heian-kyo (das heutige Kyoto) gegründet hatte. Architektonisch ist er eine grobe Reproduktion im Maßstab 2/3 der alten kaiserlichen Residenz. Das 24,2 m hohe Torii aus Stahlbeton mit einem 33,9 m langen Bogen ist das größte in Japan.

Durch das Eingangstor gelangt man in einen sehr großzügen Innenhof. Vor dem Tempel selbst befindet sich eine "Ritual Hall" wo an Feiertagen festliche Zeremonien stattfinden. Die beiden Gebäude links und rechts davon (Soryu-ro und Byakko-ro siehe auch Bild unten) sind aufwendig gestaltet und ein beliebtes Fotomotiv.

Um die Hauptgebäude herum befindet sich der Shin-en, ein Garten aus vier Teilen, die an den vier Himmelsrichtungen orientiert sind und zusammen 33.000 m² einnehmen. Der Garten ist im Stil der Meiji-Zeit angelegt.

Dieser ist ein seltenes Beispiel für einen Teich-Wandelgarten an einem Shinto-Schrein. Eigentlich würde man hier einen Teich mit heiligen Inseln erwarten, hier jedoch prägen den Hauptteich eine Schildkröten- und eine Kranichinsel. Akzentuiert wird dieser Bereich des Gartens weiters durch eine überdachte Brücke mit Turm, dessen Dach ein Phönix krönt. Im östlichen Teil gelangt man als erstes in den Kirschgarten. Wegen der Kirschblüte ist ein Besuch im April am lohnendsten! Den Höhepunkt bilden mit Sicherheit die sawatari-ishi (Schrittsteine über den Sumpf), für die der Garten berühmt geworden ist. Viele Paare, die in diesem Tempel den Bund fürs Leben schließen, lassen hier ihre Hochzeitsfotos machen und man sieht oft junge Mädchen in ihren Kimonos.

Der Fushimi Inari-Taisha ist ein Shinto-Schrein ist dem Kami Inari gewidmet und ist der Hauptschrein von etwa einem Drittel aller Inari-Schreine in Japan. Er gehört zu den ältesten und bekanntesten Shinto-Schreinen in Kyoto.

Die Hügel, auf dem der Schrein liegt, sollen der Legende nach einmal einem Mann namens Kadata-ryutoda („Drachenkopf“) gehört haben. Nach seinem Tod soll er in den Himmel gefahren sein. Der irdische Ort, wo diese Himmelfahrt begann, ist ein Heiligtum im Fushimi Inari-Taisha und wird durch einen Zaun geschützt.

Der Schrein ist dem Gott des Erfolges im Geschäftsleben geweiht. Ursprünglich auch "Inenari" genannt ist er auch der Gott der Getreideernte. Somit wird er sowohl für Geschäftsleuten als auch Bauern zum Andachtsort.
Links und rechts des großen, prächtigen Eingangstores (siehe Bild oben) bewachen zwei grimmige Krieger den Tempel und verwehren den bösen Geistern den Zutritt. Ich konnte ungehindert passieren.

Besonders bekannt sind die Alleen aus tausenden von scharlachroten Toriis auf dem Gelände des Fushimi Inari-Taisha, welche alle Spenden von Personen, Familien oder Firmen sind. Sie führen einen Hügel hinauf, auf dessen Spitze das Allerheiligste öffentlich einsehbar ist, was für einen Shinto-Schrein eher ungewöhnlich ist.
 Ein einzelnes Torii markiert den Eingang zu einem Shinto-Schrein. Weitere Toriis bilden dann die Abgrenzungen der Areale, die zu den heiligen Bereichen des jeweiligen Schreins führen. Das Durchschreiten eines Toriis dient der inneren Reinigung, ebenso wie das Waschen der Hände und das Ausspülen des Mundes an den Brunnen vor dem Schrein oder Tempel.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis spazierte ich die Strassen Ninenzaka und Sanenzaka entlang, um zum Kiomizu-dera Tempel zu gelangen. Diese Gassen sind sehr sehenswert und von vielen kleinen Geschäften und Kaffeehäusern gesäumt. Neben Souvenirs (und dem üblichen Kitsch) kann man hier die besten Töpferwaren Kyotos kaufen. Ich machte eine kurze Rast in einerm Kaffeehaus und beobachtete eine Weile die vorbeiströmenden Menschen. Gelegentlich kann man hier auch Geisha-Schülerinnen (Maikos) in ihren sehr schönen Kimonos sehen.

Der Name Kiyomizu-dera bezeichnet mehrere buddhistische Tempel, aber meistens ist damit der Otowasan Kiyomizudera in Kyoto gemeint. Die Geschichte des Tempels reicht bis ins Jahr 798 zurück, aber die heutigen Gebäude wurden im Jahre 1633 erbaut.

Der Tempel erhielt seinen Namen vom Wasserfall innerhalb des Tempels, der von den nahen Hügeln herunterkommt. "Kiyoi mizu" bedeutet wörtlich "reines Wasser". Die Haupthalle des Kiyomizu-dera ist für ihre große Terasse bekannt, die von hunderten Pfeilern gestützt wird. Von dieser hat man eine sehr schöne Sicht auf die Stadt.
Ein weiteres "Muss" bei einem Besuch der Stadt Kyoto ist der der Zen-Garten des Ryoan-ji ("Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen"). Dieser wurde 1450 erbaut und man sieht hier den berühmtesten Zen-Garten Japans. Der Hojo-Teien im Kare-san-sui-Stil stammt aus der Mitte des 15.Jh. Auf 10 x 30 m sauber gerechtem Kies befinden sich 15 Steine, welche aus keinem Blickwinkel alle gleichzeitig sichtbar sind.

Der Zen-Tempel Tofuku-ji wurde 1236 von Kujo Michiie nach dem Vorbild der Tempel-Anlagen in Nara errichtet. Der Name Tofuku-ji leitet sich vom "To" des Todai-ji und "Fuku" des Kofuku-ji ab. Nach verheerenden Feuern im 14. Jh., welche die meisten ursprünglichen Gebäude vernichtet hatten, wurde der Tempel dann im 15. Jh. wieder aufgebaut. Der Garten in diesem Bild ist durch den Weg zweigeteilt. Auf der rechten Seite sieht man viele Pflanzen, im Vordergrund der Brunnen zur Reinigung. Links hinter dem Baum findet man einen kleinen Zen-Garten mit schön gerechtem Kies. Weitere Zen-Gärten, die im Reiseführer erwähnt wurden, konnte ich nicht finden. Es waren aber einige Bereiche des Tempels nicht für Besucher zugänglich.
 Der Kinkaku-ji ist ein buddhistischer Tempel unweit des Ryoan-ji. Sein eigentllicher Name ist Rokuon-ji. "Kinkaku" bezeichnet eigentlich nur den bekanntesten Pavillon des Tempels, dessen obere Stockwerke komplett mit Blattgold überzogen sind. Die Gebäude auf dem Tempelgelände wurden im Jahre 1397 errichtet und dienten ursprünglich als Altersresidenz für den Shogun Ashikaga Yoshimitsu.
 Im Gion Viertel begegnet man noch einem Stück des ursprünglichen Kyoto. Viele der alten Gebäude sind noch erhalten oder wurden originalgetreu wieder aufgebaut. Restaurants und Kaffeehäuser laden zum Verweilen ein. Hier wurden auch viele Historienfilme gedreht und man kann hier mit etwas Glück Maikos oder sogar Geishas auf ihrem Weg zur Arbeit begegnen.

Der kleine Tatsumi-Schrein steht im Gion-Viertel Kyotos. Viele Maikos und Geishas erbitten hier den Segen und beten um beruflichen Erfolg.
Heutzutage sind Geishas Bewahrerinnen der traditionellen Künste und haben nichts mit der japanischen Sexindustrie zu tun. Erotik spielt bei der Unterhaltung der Gäste zwar durchaus eine Rolle, bleibt aber subtil. So wird es bereits als erotisch empfunden, wenn bei der Geisha der Nacken unbedeckt ist oder wenn beim Einschenken des Tees ein Stück des Unterarms sichtbar wird.
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