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Ende Mai 2006 nutzte ich die Gelegenheit eines Kurzurlaubs für eine Reise nach Berlin und Dresden. Die Aufnahmen aus Dresden kommen weiter unten auf dieser Seite, zunächst sehen wir uns ein wenig in Berlin um:
 
 

Berlin ist Bundeshauptstadt und ein eigenständiges Land der Bundesrepublik Deutschland. Es ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. 
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten, wie die des Markgrafentums bzw. Kurfürstentums Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und durch den Beschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.


Zirka 3,4 Millionen Menschen leben hier auf 892.000 km², das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3809 EW/km². Berlin zählt damit zu den dichtbesiedeltsten Städten Europas. Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
 

Berlin Alexanderplatz


Der Alexanderplatz wurde als Stauraum vor dem Oderberger Tor in der mittelalterlichen Stadtbefestigung Berlins erstmalig zum Ende des 13.Jh. erwähnt.
Er wurde als Viehmarkt gebraucht, zu dem in der zweiten Hälfte des 18. Jh. noch ein Wollmarkt hinzukam. Bis Anfang des 19.Jh. war er als Ochsenplatz oder Ochsenmarkt bekannt. Ab Ende des 18. Jh. nannte man ihn auch Paradeplatz, da dort, wie an so vielen Plätzen Berlins, Exerzierübungen der Streitkräfte stattfanden.
Zu Ehren des russischen Zaren Alexander, der im Frühjahr 1805 Berlin einen Besuch abhielt, bekam er seinen heutigen Namen.
Die 1969 aufgestellte Weltzeituhr ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins.
 
 
 
 
   

Berlin Fernsehturm

Nicht weit neben dem Alexanderplatz steht der 368 Meter hohe Fernsehturm. Von hier hat man den besten Blick auf Berlin.

In der verglasten Kugel in 207,5 Meter Höhe befindet sich ein Cafe, welches sich in einer Stunde um 360 Grad dreht. Dadurch kann man den Cafebesuch im Fernsehturm wunderbar mit einer Rundschau über ganz Berlin verbinden. Wenn Sie nur die Aussicht vom Fernsehturm genießen möchten, genügt auch ein Besuch der darunter liegenden Aussichtsebene.

Am 3. Oktober 1969 wurde der Turm nach
53-monatiger Bauzeit in Betrieb genommen und ist seitdem eines der Wahrzeichen der Stadt. Wegen der Fußball-WM, die 2006 in Deutschland stattfand, hatte man die Kugel mit Telekom-Magenta wie einen Fußball beklebt. 
 
 
   

Aussicht vom Fernsehturm


Die wohl bekannteste Straße Berlins, "Unter den Linden" verläuft im Bild von der linken unteren Ecke nach rechts oben.
In der Bildmitte kann man auch das Brandenburger Tor gut erkennen. Das Gebäude des Reichstages liegt gleich hinter dem hässlichen kastenförmigen Gebäude in der rechten Bildhälfte. 
 
 
   

Aussicht vom Fernsehturm





Ein Blick über das schier endlose Häusermeer der Hauptstadt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Brandenburger Tor
Bekannteste und wohl am meisten besuchte Sehens- würdigkeit Berlins ist das Brandenburger Tor.
1734 wurde hier schon ein Vorgängerbau des heutigen Brandenburger Tores als Stadttor an der Strasse nach Brandenburg an der Havel errichtet. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 stand das Bauwerk mitten im Sperrgebiet und konnte nicht durchquert werden. Nur die ostdeutschen Soldaten konnten an das Bauwerk heran.

Berliner Dom
Der evang. Berliner Dom steht auf der Spreeinsel und war ursprünglich die Hof- und Denkmalskirche der Hohenzollern. Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Hohenzollern.
Mit dem Bau wurde 1894 begonnen und 1905 wurde der Dom eingeweiht.
Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde der Dom 1974-2002 wieder renoviert, allerdings unter teilweise starker Vereinfachung und Zerstörung des Außenbaus.
 

Domkuppel

Von innen kann die Kirche gegen eine Eintrittsgebühr von 5,- Euro ebenfalls besichtigt werden. Besonders schön sind die Mosaiken in der Kuppel, wo acht Seligpreisungen aus der Bergpredigt zu sehen sind.
Für die Erhaltung des Bauwerkes benötigte man im Jahre 2002 täglich rund 8665.-Euro.
 
 
 
 

Gedächtniskirche


Die ebenfalls evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, steht auf dem heutigen Breitscheidplatz am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg. Sie wurde 1891-1895 errichtet und der Turm war mit 113 Metern der größte in der Stadt.
1943 wurde die Kirche bei Bombenangriffen weitgehend zerstört. Über Abriss und Renovierung entstand ein heftiger Streit, bis man sich auf einen Kompromiss einigte. Die 68 Meter hohe Ruine des alten Turms blieb, bautechnisch gesichert, als Mahnmal gegen den Krieg erhalten, umgeben von einer neuen Kirche, einem vierteiligen Bauensemble nach den Entwürfen Egon Eiermanns, das zwischen 1951 und 1961 entstand.
 
 
 
 
 
 

Kaufhaus des Westen
Das KaDeWe gilt heute als das größte Kaufhaus in Europa und hat damit auch Harrod's in London hinter sich gelassen. In dem 1907 gegründeten Kaufhaus des Westens arbeiten heute rund 2400 Mitarbeiter auf einer Fläche von ca. 60.000 m², das entspricht einer Fläche von neun Fußballfeldern. Sehr bekannt ist auch die sechste der sieben Etagen, die Feinschmeckeretage mit einem internationalen Delikatessenangebot und feinen Imbissmöglichkeiten.

Gendarmenmarkt
Der Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte gilt vielen als schönster Platz Berlins. Zentrales Gebäude ist das Konzerthaus, das an der Nordseite (s. Bild) vom Französischen Dom, und auf der Gegenseite vom Deutschen Dom flankiert wird. Seinen heutigen Namen erhielt er, als der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1735 Stallungen für das Kürassierregiment der „Gens d'armes“ errichten ließ.
 

Potsdamer Platz

Anfang des 19. Jahrhunderts war der Potsdamer Platz nichts weiter als ein fünfeckiger Verkehrsknotenpunkt an der alten Reichsstraße 1, die Ostpreußen mit dem Rheinland verband. 1838 erlangte der Platz größere Bedeutung, als der Potsdamer Fernbahnhof errichtet wurde. 1902 kam der westliche Endpunkt von Berlins erster U-Bahn-Linie hinzu. Nun entstanden rund um den Platz viele Gastronomiebetriebe und Hotels. Ein weiteres bekanntes Gebäude am Potsdamer Platz war das Vox-Haus. Es wurde nach dem Ersten Weltkrieg zum Funkhaus umgebaut und war 1923 die Geburtsstätte des deutschen Rundfunks.
Wegen des großen Verkehrsaufkommens ließ die Stadtverwaltung hier schließlich im Jahr 1924 die erste Verkehrsampel in Deutschland errichten. Die ursprüngliche Signalanlage wurde 1936 demontiert, man kann heute nur noch einen Nachbau sehen. 
 
 
 

Potsdamer Platz

Bis 1940 war der Platz einer der belebtesten Plätze Europas. Nach der Bombardierung durch die Alliierten im 2. Weltkrieg lag er jedoch zur Hälfte in Trümmern. Nach dem Ende des Krieges wurde der Platz zum "Dreiländereck" zwischen dem britischen sowjetischen und dem amerikanischen Sektor, wodurch sich ein blühender Schwarzmarkt etablierte.
 
 
 

Berliner Mauer


1961 wurde der Platz durch die Berliner Mauer geteilt und damit zum Grenzgebiet. Mitte der 70er Jahre wurden dann auch noch nahezu alle übriggebliebenen Gebäude abgerissen. Während der 90er Jahre mutierte der Potsdamer Platz zur „größten Baustelle Europas“. In den hässlichen Hochhäusern residieren heute die Deutsche Bahn und das Daimler-Chrysler Financial Center. Im 101 m hohen Kollhoff-Tower befindet sich der angeblich schnellste Aufzug Europas und von der Dachterrasse hat man einen tollen Blick über die Stadt. Im Sony-Center ist die  Zentrale von Sony für Europa untergebracht.
Die modernen Bauten passen so ganz und gar nicht das restliche Stadtbild und ich fand den ganzen Platz viel zu kalt, da man auch mit der Bepflanzung extrem sparsam war.
 
 
 
 

Berliner Mauer






Auf dem Potsdamer Platz findet man außerdem noch einige Stücke der Berliner Mauer, deren ehemaliger Verlauf durch Markierungen im Boden gekennzeichnet ist. Zwischen einigen Betonelementen wurden Schautafeln angebracht, welche mit Bildern und Texten die Ereignisse und das Leben zur Zeit des getrennten Berlin darstellen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Holocaust Denkmal


Ungefähr 400 m von diesem Platz entfernt befindet sich das Areal des "Denkmals für die ermodeten Juden Europas". 

2711 Stelen aus Beton stehen auf einer gewellten Gundfläche. Die Stelen sind bis über 4 m hoch, innen hohl, und zwischen 0,5 und 2 Grad geneigt.
 
 
 
 

Holocaust Denkmal


Alle Betonklötze haben den gleichen Grundriss von 2,38 x 0,95 Meter. Zwischen den parallelen Reihen befindet sich jeweils ein 0,95 m breiter gepflasterter Gehweg, der eben Platz für eine Person bietet.
Die Anzahl der Stelen und deren Abmaße haben keine symbolische Bedeutung und ergaben sich aus dem zur Verfügung stehenden Platz. Das "Kunstwerk" wurde am 10. Mai 2005 eingeweiht. 

In der Zielsetzung wird das Denkmal unter anderen vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert, da zwar der ermordeten Juden Europas gedacht werde, nicht aber anderer Opfer des NS-Regimes, die ebenfalls im Holocaust ihr Leben ließen.
 
 
 
 
 
 

Holocaust Denkmal




Für den Fotografen bieten sich in dem weiten Stelenfeld interessante Blickwinkel, welche je nach Tageszeit und Beleuchtung immer neue Motive eröffnen. In besonderem Kontrast stehen dabei das Grau des Betons und das Grün der Bäume.
Der Bau der Anlage kostete 27,6 Millionen Euro, darin enthalten ist auch ein 930 m² großes Museum unter dem Denkmal, in welchem sich auch ein Vortragssaal und ein Buchladen befindet.
Das Museum enthält unter anderem auch eine Liste der Namen aller bekannten jüdischen Opfer des Holocaust. 
 
 
 
 
 
 
 

Kunstmuseum



Die Alte Nationalgalerie steht auf der sogenannten Museumsinsel. Vom Berliner Dom gelangt man durch den Lustgarten zum Alten Museum.
An der Nordspitze der Spreeinsel finden sich noch das Pergamon- und das Bodemuseum.
 
 
 
 
 

ReichstagNeben dem Brandenburger Tor findet man schnell das Gebäude des Reichstags.
Seine Errichtung wurde im Jahre 1871 vom deutschen Reichstag beschlossen, dennoch sollte es noch bis Ende 1894 dauern, bis das Gebäude eröffnet wurde. Bei der Grundsteinlegung am 1884 zersprang der Hammer, mit dem Kaiser Wilhelm I. den Grundstein "absegnete".
Wilhelm II. mischte sich sehr in die Bauarbeiten ein und bezeichnete das neue Gebäude abfällig auch als "Reichsaffenhaus". 

BundeskanzleramtSchräg gegenüber vom Reichstagsgebäude steht das Bundeskanzleramt.
Bis zur Übersiedelung der Regierung nach Berlin war das Palais Schaumburg in Bonn der Regierungssitz der Kanzler. Ab 2001 sind die Büros nun in diesem Gebäude untergebracht.
Im Volksmund wird es auch als "Elefantenklo" oder "Kanzlerwaschmaschine" bezeichnet.
Als eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt ist es 8 mal so groß wie das Weiße Haus in Washington.  

Reichstag Kuppel
 
Die neuartige begehbare gläserne Kuppel des Reichstags ist ein neues Wahrzeichen für Berlin. Sie dient zugleich auch der Beleuchtung und der Belüftung des Plenarsaals. Das Tageslicht wird über viele kleine Spiegel in trichterförmiger Anordnung von der Kuppel in den Plenarsaal gepiegelt. Ein Schirm mit elektronisch gesteuerten Lamellen verhindert die Blendung durch starkes Sonnenlicht. 
    

Reichstag Kuppel
Der Besucher kann nach einer strengen Sicherheits- kontrolle mit einem Aufzug bequem auf das begehbare Dach des Reichstags gelangen und die Kuppel über einen spiralförmigen Gehweg bis oben hin erkunden.
Von hier hat man auch eine sehr gute Aussicht über den Spreebogen mit dem Kanzleramt und dem neuen Lehrter Bahnhof.
 
 
 
 

Hackesche Höfe

Die Hackeschen Höfe liegen in der historischen Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte, unweit des sog. Scheunenviertels.
Sie bilden das größte geschlossene Hof-Areal Deutschlands und stehen heute unter Denkmalschutz.
Friedrich der Große beauftragte 1750 seinen Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, einige Freiflächen des halb entwickelten Vorstadtviertels bebauen zu lassen. Dabei entstand ein Marktplatz, der nach dem Grafen benannt wurde, der heutige Hackesche Markt. Im 19. Jh. wurde das übervölkerte Scheunenviertel zum sozialen Problemfall, zum Armenhaus Berlins.
Seit Abschluss der Sanierung sind die Hackeschen Höfe einer der teuersten und bekanntesten Immobilien Berlins und eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit, die offensichtlich auch auf die Entwicklung der näheren Umgebung anregend gewirkt hat.
  
 
 

Charlottenburg
Das heutige Schloss Charlottenburg geht auf das Sommerschloss Lützelburg zurück, welches die Gattin des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg, Sophie Charlotte errichten ließ. Nach seiner Fertigstellung im Jahre 1699 wurde es in den folgenden Jahren zu einer repräsentativen Anlage erweitert.
In diesem Schloss befand sich auch das berühmte Bernsteinzimmer.
 


Bernsteinzimmer
In diesem Bernsteinzimmer gab es eine komplette Wandvertäfelung aus Bernstein, die auch als "das achte Weltwunder" bezeichnet wurde. Es wurde von 1701 bis 1709 in Danzig und Königsberg von den Bernsteinmeistern Gottfried Wolffram, Ernst Schacht und Gottfried Turau angefertigt. Entworfen wurde es von dem Architekten und Bildhauer Andreas Schlüter. Nach dem Tode Friedrichs I. im Jahre 1713 führte Charlottenburg unter dessen Nachfolger Friedrich Wilhelm I. ein Schattendasein. Dieser machte dem russischen Zaren Peter dem Großen das Bernsteinzimmer im Jahr 1716 zum Geschenk.
Nach der teilweisen Zerstörung während des 2. Weltkrieges wurde das Schloss nach 1945 wieder aufgebaut und dient heute als Museum. Zwischen 2004 und 2006 wurde es auch vom Bundespräsidenten genutzt, während der Amtssitz Schloss Bellevue renoviert wurde.
 
   

Berliner Zoo



Eine weitere Attraktion in Berlin ist der zoologische Garten. Durch das Elefantentor gelangt man in Deutschlands ältesten Zoo, welcher auch der artenreichste der Welt ist. Er wurde 1844 gegründet
und beherbergt heute auf
33 ha über 14000 Tiere
aus 1520 Arten.
 
 
 
  

Berliner Zoo



Die beiden Pandabären "Bao Bao" und "Yan Yan" verweigern trotz aller Massnahmen hartnäckig die Fortpflanzung. 
Dennoch sind die in China als heilig verehrten Bären die Lieblinge der Zoobesucher.
 
 
 
 
 
  

Berliner Zoo





Ein besonders freizügiges Becken und Gehege haben die Seelöwen zum Spielen und Herumtollen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berliner Zoo




Das Antilopenhaus wurde im Jahre 1871 errichtet und wegen des exotischen Stils schnell zu einer bekannten Sehenswürdigkeit.
Heute sind in dem Gebäude die Giraffen untergebracht.
 
 
 
 
 
 
 



Frauenkirche
Dresden
(vom sorbischen Drježdźany, abgeleitet aus dem altsorbischen Drežďany für Sumpf- oder Auwaldbewohner), ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen.
Die Stadt zählt ca. 500.000 Einwohner und wurde bereits in der Steinzeit besiedelt. Im Jahre 1206 wurde Dresden erstmals erwähnt und entwickelte sich seitdem zur kurfürstlichen und königlichen Residenz.

Unter anderem wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage an der Elbe und seiner barocken und mediterranen  Architektur sowie der klimatisch vorteilhaften Besonderheiten wird die Stadt auch „Elbflorenz“ genannt. 

1685 brannte Altendresden komplett ab. Es wurde hernach über mehrere Jahrzehnte wiederaufgebaut und erst 1732 als „Neue Königliche Stadt“ vollendet.
 
   

Frauenkirche Altar



Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist wohl die Frauenkirche. Sie wurde im zweiten Weltkrieg, am 14. Februar 1945 durch Luftangriffe zerstört und blieb danach lange Zeit als Mahnmal gegen den Krieg als Ruine stehen.
Nach dem langjährigen Wiederaufbau, der aus Spendengeldern finanziert worden war, wurde die Kirche am 30. Oktober 2005 wieder geweiht.

Die hohe und breite Kuppel beherrscht das Stadtbild, von der begehbaren Laterne auf der Spitze kann man einen herrlichen Ausblick über die Stadt genießen.
 
 
 
 
 
 
 

Frauenkirche Emporen







Das Innere
der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens ist ungewöhnlich. Orgel und Altar sind harmonisch über einander angebracht und gehen optisch nahezu ineinander über.
In dem achteckigen Innenraum sitzen die Besucher auf bis zu 4 Emporen mehr übereinander als nebeneinander.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Frrauenkirche Kuppel

Die acht Gemälde in der Innenkuppel wurden ursprünglich im Jahre 1734 vom italienischen Theatermaler Giovanni Battista Grone geschaffen. Sie stellten die vier Evangelisten Lukas, Matthäus, Markus und Johannes sowie Bildnisse der christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit dar.
 
 
 
 

Aussicht von der Frauenkirche




Von der Laterne auf der Spitze der Kuppel sieht man weit über die Stadt. Im Norden die Hofkirche und das Schloss, Richtung Süden blickt man über die Kunstakademie die Elbe flussaufwärts.
 
 
 
 
 
 

Aussicht von der Frauenkirche


Im Hintergrund des Bildes kann man das Elbsandsteingebirge erkennen.
Die Stadt ist nach teils großflächigen Eingemeindungen, aber auch aufgrund der Siedlungsallokation, ihrer Fläche nach hinter BerlinHamburg und Köln die viertgrößte Großstadt Deutschlands, was man nach einem ersten Rundblick gar nicht vermuten würde.
Der Hochwasserschutz spielt in Dresden seit jeher eine große Rolle. Die Elbe bringt bei starken Regenfällen oder im Frühjahr zur Schneeschmelze oft viel Wasser und kann vom Normalpegel - etwa 2 Meter - schnell auf 6 Meter oder mehr ansteigen. Beim Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002 wurde ein Höchststand von 9,4 Meter gemessen. Der Zwinger stand unter Wasser und auch die Semperoper sowie die Frauenkirche waren stark gefährdet.
 
 
 

Aussicht von der Frauenkirche

Nach der Frauenkirche werden nun die Plätze rund um das Gotteshaus neu gestaltet. Im Bild rechts noch ein "modernes" Gebäude aus der DDR-Zeit. Unter der Erde finden sich auch immer noch Reste von alten Gebäuden, die teilweise noch aus dem 12. oder 13. Jh. stammen. Leider müssen viele für Tiefgaragen und neue Häuser geopfert werden.
 
 
 

Hofkirche



Der größte Kirchenbau von Sachsen wurde 1737 - 55 von Gaetano Chiaveri in barockem Stil errichtet. Seit 1980 ist die katholische Hofkirche die Kathedrale des Bistums Dresden / Meißen.
Zu den Kostbarkeiten der Innenraum-Ausstattung gehört die geschnitzte Rokkokokanzel von Permoser, sowie ein Altarbild von Mengs. Auch die Silbermann-Orgel ist nicht nur optisch ein Erlebnis.

Später wurde sie durch eine Brücke mit dem Schloss verbunden. Während der Bombardierung im 2. Weltkrieg wurde die Hofkirche schwer zerstört, von 1945-1968 aber wieder aufgebaut.
 
 
 
 
 
 

Schloss




Das Dresdner Schloss war das Residenz-schloss der sächsischen Kurfürsten (1547-1806) und Könige (1806-1918). Es ist eines der ältesten Bauwerke Dresdens und wurde bereits 1289 urkundlich erwähnt.
Mit einer Gesamthöhe von 100,27 m ist der Hausmannsturm eines von Dresdens markantesten Bauwerken.
Über 221 Stufen kann man bis zu der Aussichtsplattform in 38,6 Meter Höhe hinaufsteigen, von der man einen schönen Blick über Dresden hat.
Im Bild erkennt man die Verbindungsbrücke zur Hofkirche.
 
 
 
 
 
 
 

Fürstenzug

Der Fürstenzug in Dresden ist ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges, der auf ca. 24.000 Fliesen  aus Porzellan aufgetragen wurde und welches als das größte Porzellanbild der Welt gilt. Es stellt die tausendjährige Geschichte des Fürstenhauses Wettin dar. Es befindet sich an der äußeren Nordwand des Stallhofes und ist 102 m lang und 9,2 m hoch
 
 
  

Semperoper
Die "sächsische Staatsoper Dresden" ist wohl eher als Semperoper bekannt.
1838 bis 1841 von dem Baumeister Gottfried Semper errichtet, fiel das Gebäude bereits 1869 einem Brand zum Opfer.
Bald wurde von Gottfried Semper ein zweites Gebäude entworfen, das unter Leitung seines Sohnes Manfred Semper von 1871 bis 1878 am Theaterplatz erbaut wurde.
    

Semperoper
 
Nach der Zerstörung des Theaters im 2. Weltkrieg wurde es 1977 - 85 wieder aufgebaut und eröffnete am 13. Februar 1985 mit Carl Maria von Weber's Oper "Der Freischütz".
Das extreme Hochwasser der Elbe im August 2002 fügte dem Opernhaus einen Schaden von 27 Millionen Euro zu.
Ich konnte hier eine sehr schöne Aufführung der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner genießen.
 

Goldener Reiter
Als Goldener Reiter wird ein Reiterstandbild des sächsischen Kurfürsten August des Starken bezeichnet, welches seit 1736 auf dem Neustädter Markt steht. Es ist mit Blattgold vergoldet und zeigt August in römischer Rüstung in Richtung des polnischen Königreichs reitend.
Das Denkmal wurde während des Weltkriegs abgebaut, ausgelagert und erst im Jahre 1956 wieder aufgestellt. 
   

Zwinger

Der barocke Zwinger wurde zwischen 1711 - 1728 nach den Plänen von Matthäus Pöppelmann und Balthasar Permoser auf den Resten einer alten Bastion zwischen der Semperoper und dem Postplatz errichtet und war zunächst zur Elbe hin offen. Erst im Jahre 1854 wurde die offene Elbseite von Gottfried Semper mit der "Gemäldegalerie" fertig gestellt. 
 
 

Zwinger

Betritt man den Zwinger vom Kronentor her, so sieht man an linker Hand den Wall- oder Französischen Pavillon. Dieser gilt als baulicher Höhepunkt des Zwingers.
Zu den reich verzierten Arkaden führt eine geschwungene Freitreppe. Gekrönt wird der Giebelaufbau von einem Herkules, der eine Weltkugel trägt. Über diese Treppe gelangt man auch zum Nymphenbad.
Der in aller Welt bekannte und wohl der am meisten fotografierte Teil des Zwingers ist das Kronentor.
Dem Wallpavillon gegenüber befindet sich der ehemalige Stadt- und heutige Glockenspiel-Pavillon. Seine Besonderheit ist die Uhr mit Glockenspiel aus Meißener Porzellan.
Als ständige Ausstellungen finden sich hier der Mathematisch-Physikalische Salon, eine Porzellansammlung und eine Galerie mit Gemälden alter Meister
 
 
 

Yenizde

Das ehemalige Fabrikgebäude der Zigarettenfabrik Yenidze gehört zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden.
Es wurde 1908-1909 gebaut, ist ähnlich einer Moschee gestaltet und wird heute als Bürogebäude genutzt. "Yenidze" ist der alte Name der griechischen Kleinstadt "Giannitsa", ca. 60 km nordwestlich von Thessaloniki, welche damals noch unter osmanisch-türkischer Verwaltung stand. Der Unternehmer Hugo Zietz bezog den Tabak aus diesem Gebiet und wollte seine Fabrik auch als einprägsames Werbemonument gestalten.
In der Kuppel unterhalb des Schriftzuges mit dem Namen befindet sich der höchste Biergarten Dresdens. Die "Minarette" sind eigentlich getarnte Schornsteine. Der Bau wird auch als "Tabakmoschee" bezeichnet.
 
 
 
 


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