

 Die Stadt Verona liegt in Norditalien und hat ungefähr 259.000 Einwohner. In vorchristlicher Zeit gegründet, wurde die Stadt um 550 v.Chr. vom Stamm der Cenomanen erobert und war ab 89 v.Chr. röm. Kolonie. Historische Fassaden aus verschiedenen Epochen umgeben die Piazza delle Erbe, den Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadt.

Auf dem Marktplatz gibt es alles, was das Touristenherz begehrt, unter anderem sehr schöne Karnevalsmasken in vielen verschiedenen Größen.
In der Via Leoni auf dem Weg zum Marktplatz kann man Ausgrabungen aus der Römerzeit bewundern. Gleich daneben das ehemalige Stadttor Porta dei Leoni.
Ein weiteres Tor, das dreigeschossige, monumentale Porta dei Borsari öffnete sich einst für die Römerstraße Via Postumia. Es wurde 265 n.Chr. unter Kaiser Gallienus erbaut und ist nach dem Amphitheater das am besten erhaltene römische Monument.

Den Marktplatz dominiert der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert.
In dieser alten Kirche mit der barocken Fassade ist heute eine Pizzeria eingerichtet. Der Besucher findet hier immer wieder historische Sakralbauten, die teilweise als Wohn- oder Geschäftshäuser genutzt werden.
Von der Piazza delle Erbe sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia mit dem wohl berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Für die Figuren in dem Schauspiel Romeo und Julia von William Shakespeare gab es keine historischen Vorbilder und auch keinen Balkon der Julia. Angeblich sei dieser ein alter Sarkophag und wurde von den Veronesern als touristische Attraktion hier eingebaut.
Die im Jahre 1355 unter Cangrande II. erbaute Burg der Herren della Scala an der Etsch und die zinnenbekrönte Festungs-brücke sind zwei schöne architektonische Meister-werke. Zweck des Castelvecchio und der Ponte Scaligero war es, den Fluchtweg der Scaliger zum anderen Ufer der Etsch zu sichern.
 Die dreibögige Ponte Scaligero war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1356 mit einer Hauptspannweite von knapp 49m die größte Segmentbogenbrücke der Welt. Die Burg beherbergt heute ein Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulpturen aus dem Mittelalter.
Im Hof des Castelveccio sieht man viele schöne Fassaden und Fenster.
Der Dom Santa Maria Matricolare wurde im Jahre 1187 geweiht und vereint sowohl romanische als auch gotische Bestandteile. Bekannt ist vor allem das Portal von Nicolò mit seinen zeitgenössischen romanischen Steinmetzarbeiten. Im Innenraum sind es die Fresken von 1500, das Altargemälde von Tizian und die 1122 bis 1135 erbaute romanische Taufkapelle.

Die Ponte Nuovo del Populo sieht gar nicht so neu aus, wie ihr Name sagt. Der Turm mit dem Gerüst im Hintergrund gehört zum Dom.
Geht man von der Ponte Scaligeri in die Stadt kommt man als erstes am Arco dei Gavi vorbei. Der römische Triumphbogen stammt aus dem 1.Jh. n.Chr. Im Jahr 1805 rissen die Franzosen das Monument ab. Die Trümmer wurden erst 1932 wiederentdeckt und nach einer Aufrisszeichnung neu zusammengefügt. Im Torbogen selbst kann man noch über eine original Römerstraße gehen. Die vielen Graffiti und das Gekritzel sind allerdings neueren Ursprungs...

Am Fuße dieses mit vielen Zypressen bewachsenen Hügels mit dem Palazzo kann man gegen Eintritt ein recht verfallenes römisches Theater besichtigen.
Die Arena von Verona ist ein recht gut erhaltenes römisches Amphitheater und nach dem Kolosseum in Rom das zweitgrößte erhaltene Amphitheater. Die Arena ist ca. 138m lang, ca. 110m breit und hat eine Höhe von genau 24,1m. Die 44 Ränge des Zuschauerraums bieten heute 22.000 Zuschauern Platz.
 Das Theater wurde etwa im Jahr 30 n.Chr. errichtet und lag damals außerhalb der römischen Stadtmauer. In dieser Zeit fasste die Arena mehr als 30.000 Zuschauer und wurde für Gladiatorenkämpfe und Wettkämpfe genutzt. Nach einem Erdbeben im Jahr 1117, bei dem der größte Teil des Außenrings zerstört wurde, diente die Arena als Steinbruch für die wachsende mittelalterliche Stadt.
Heute sind nur noch vier Bögen des ehemals die Arena vollständig umfassenden Außenrings erhalten. Sie werden von den Veronesern „l'ala“ – der Flügel – genannt. Dieses Foto entstand vor dem Beginn der Aufführung von Aida - dem bekannten Paradestück für die Arena di Verona.
Trotz der monumentalen Größe des Bauwerks scheint es unter den Stufen und Rängen doch nicht ausreichend Platz für die aufwändigen Kulissen und Requisiten zu geben. So werden diese kurzerhand an der Außenseite und auf der Piazza Bra "zwischengelagert".
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