
 Anfang Mai 2003 machte ich zum 75. Geburtstag meiner Mutter eine Reise nach Prag. Wir hatten das Glück, die Stadt bei herrlichem Wetter sehen zu können. Prag ist auch in der Vorsaison gut von Touristen besucht. So schoben wir uns durch die Menschenmassen über die Karlsbrücke und stiegen uns vor dem Rathaus gegenseitig auf die Füße. Das Bild zeigt einen Blick auf die Burg, von der Moldau aus.
 Am Rathausturm sieht man eine astronomische Uhr mit Figuren, welche sich zu jeder vollen Stunde bewegen. Anschließend kräht ein goldener Hahn, der oberhalb der Uhr zu finden ist. Ganz links außen ist die Figur der Eitelkeit, daneben der Geiz, rechts vom Zifferblatt der Tod und ganz rechts außen der Heide. Auf den Turm kann man übrigens gegen ein Eintrittsgeld mit einem Aufzug hinauffahren, der Blick von dort oben lohnt sich wirklich.
 Ein paar Schritte weiter, auf dem großen Platz steht das Denkmal des tschechischen Reformators Hus, dahinter sieht man auf dem Bild die Kirche des Hl. Nepumuk. Im Rücken des Betrachters steht die Teynkirche, welche wegen Renovierungsarbeiten nur während der hl. Messen geöffnet ist. Der Zugang ist etwas versteckt, man muss durch einen der Torbögen der vorgebauten Häuser gehen. Rechts im Bild sieht man einige sehr schön renovierte Palais.

Das größte Gedränge herrscht immer auf der berühmten Karlovy Most (Karlsbrücke). Natürlich haben wir uns dort auch umgesehen und die Statue des hl. Nepumuk mit der linken Hand berührt - das soll Glück bringen. Entlang der ganzen Brücke findet man Andenkenstände, meist Künstler, die handgefertigte Bilder von Prag oder Kunsthandwerk aller Art anbieten.

Neben dem Pulverturm befindet sich ein schönes Repräsentationshaus im Jugendstil. Im Erdgeschoss ist ein Restaurant und Kaffeehaus, in welchem auch Künstler ein und ausgingen.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, dort gemütlich einen Kaffe zu trinken und von dem köstlichen Dessert-Angebot zu kosten. Die Live-Musik spielt sehr dezent und nicht zu laut, so kann man sich dabei auch noch angenehm unterhalten.
In der Stadt bieten kleinere Busunternehmer verschiedene Ausflüge in die Umgebung oder Stadtrundfahrten an. Wir entschieden uns für eine Fahrt nach Karlstein, das ca.30 km südwestlich von Prag liegt. Der Ausflug enthielt auch die Besichtigung der Burg und das Mittagessen. Zur Burg hinauf nahmen wir die Pferdekutsche (war extra zu bezahlen), runter ging es dann zu Fuß durch die Souvenirmeile. Hier findet man alles, sogar Bumerangs und Regenrohre, WMF-Metallwaren und Swarovski-Glas.

Der berühmte Wenzelsplatz bildet mit seinen vielen Geschäften, Kaufhäusern, Cafes, Passagen und Hotels den Kernbereich des Prager Lebens und ein beliebtes Ziel zum Bummeln. Am oberen Ende des Platzes befindet sich das Nationalmuseum. Bei den regimekritischen Demonstrationen 1988 und besonders 1989 versammelten sich hier rund eine halbe Million Menschen.
Der älteste Stadtteil Prags ist Vysehrad, dort soll sich nach der Legende die Burg der Libussa befunden haben, die Wiege der böhmischen Geschichte. Historisch belegt ist jedoch eine Burg in der zweiten Hälfte des 11. Jh., Bedeutung erlangte Vysehrad aber erst zur Zeit Karl IV. (Mitte 14. Jh.). Nachdem die Barockfestung am Anfang des 20. Jh. geschleift wurde, blieben nur noch die Festungsmauern, von wo man die herrliche Aussicht genießen kann.
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