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2003 machte ich wieder einmal einen kleinen Ausflug nach London. Bereits 1980 verbrachte ich meinen Urlaub in dieser Stadt, wobei ich geradewegs in die Feierlichkeiten zu Queen Mum's 80. Geburtstag stolperte. Damals wohnte ich bei einer Gastfamilie südlich von London und fuhr mit der Bahn in die Stadt. Diesmal "residierte" ich im Mariott-Hotel Maida Vale etwas nordwestlich vom Stadtzentrum. So konnte ich alle Sehenswürdigkeiten bequem mit der U-Bahn erreichen.
Ich hatte mir eine 7-Tage Netzkarte gekauft, welche für die Innenstadt (Zone 1) und die angrenzende Zone 2 galt, in welcher sich auch das Hotel befand. Das Fahren mit der U-Bahn ist ein ganz spezielles Abenteuer. Die Gleisanlagen sind in einem fürchterlichen Zustand und es rumpelt und knallt schrecklich, während die Züge durch die Tunnels brausen. Ein Gehörschaden ist bei längerer Benutzung nicht auszuschließen.
 

Buckingham Palace


Der Buckingham Palast ist die Residenz der englischen Königin Elisabeth II.
Er wurde 1703 gebaut und in der Folge erweitert und umgebaut.
Seit 1993 kann man 19 der insgesamt 600 Räume besichtigen. Dazu gehören nicht die Privaträume der Royal Family.
 
 
 
 

Westminster Abbey

Schon zu Beginn des 7.Jh. soll an der Stelle der heutigen Kathedrale Westminster Abbey eine angelsächsische, dem Hl. Petrus geweihte Kirche gestanden haben. Die Dänen zerstörten diese Kirche, doch Eduard der Bekenner gründete sie 1065 als seine Begräbnisstätte neu. Seit dessen Beisetzung 1066 diente Westminster Abbey nun als Begräbnisstätte der meisten englischen Herrscher und berühmter nationaler Persönlichkeiten. Seit dieser Zeit ist die Kirche auch die Krönungsstätte der englischen Monarchen, in der auch alle Krönungs- und Traunerfeierlichkeiten stattfinden. Westminster Abbey ist königseigen, weshalb kein Bischof Autorität über die Kirche hat.
Die beiden Türme sind 68 m hoch und die gotische Fassade wurde von einem Schüler Sir Christopher Wrens - Nicholas Hawksmoor - erstellt.
 
 

Horse Guards
Horse Guards heißt das von William Kent 1753 fertiggestellte Gebäude, welches durch seinen schönen Glockenturm und seine wunderbaren Proportionen auffällt. Es steht an dem Platz, wo früher das zum alten Palast von Whitehall gehörende Wachhaus gestanden hat.
Im Juni wird auf dem Platz, der sich zum St.James-Park öffnet, der offizielle Geburtstag von Königin Elisabeth II. mit dem farbenprächtigen militärischen Schauspiel "Trooping of the Colour" gefeiert.
Vor dem Gebäude halten zwei berittene Soldaten vom Corps der Household Cavalry und ein Soldat zu Fuß mit stoischer Ruhe Wache. Sie lassen sich auch von den fotografierenden Touristen nicht beeindrucken.
Die täglich bei nahezu jedem Wetter stattfindende Wachablösung, bzw. die sonntägliche Parade der Kavalleristen auf dem Paradeplatz ist eine Touristenattraktion ersten Ranges.  
 
 

St.James' Park 
Neben dem Palast ist der Eingang zum Green Park, welcher ein sehr schönes schmiedeeisernes Gitter hat.
Man sollte nicht versäumen, auch den St. James Park, den Hyde Park, den Regent's Park oder die Kensington Gardens zu besuchen. Diese grünen Oasen in der Großstadt bieten gute Gelegenheit zum Entspannen und Genießen.
Der größte Park Londons ist der 660 Hektar große Richmond Park. Dieser liegt südlich von Chiswick im Südwesten der Stadt.
  

Regent's Park


Einer der schönsten Blumengärten ist der Regent's Park. Herrlich angelegte Blumenbeete und weitläufige Spazierwege lassen den Besucher rasch vergessen, dass er sich immer noch inmitten einer 12-Millionen Stadt befindet.
Hier befindet sich auch der Londoner Zoo, einer der bedeutendsten zoologischen Gärten der Welt. 
 
 
 


"The Hub of the World" ist der Piccaddilly Circus für die Londoner. Hier treffen sich die Hauptstraßen Regent's Street, Piccaddilly, Haymarket und Shaftesbury Avenue und in der U-Bahn kreuzen sich drei Linien. Sie machen den Platz zu einem der verkehrsreichsten, lautesten und geschäftigsten der Stadt. Durch die umliegenden Nachtlokale, Theater und Kinos ist er das Herz der Vergnügungs -Welt im West End, das während der Nacht mit riesigen Leuchtreklamen erhellt wird.
 

St.PaulsDie größte und berühmteste Kirche Londons ist wohl die St. Paul's Kathedrale. An dieser Stelle stand schon ein römischer Diana-Tempel und ab dem 7. Jh. ein Kirche. Die alte St. Paul's Kirche war eine große gotische Kathedrale mit einem 170 Meter hohen Turm, die 1561 durch ein Feuer stark beschädigt und beim großen Brand von London 1666 endgültig zerstört wurde.
Der heutige Kirchenbau wurde 1675 begonnen und 1711 fertiggestellt. Er wurde vom Sir Christopher Wren im Renaissancestil gestaltet. Die prachtvolle, monumentale Kuppel ist 111 m hoch und nach der Kuppel des Petersdoms in Rom die zweitgrößte der Welt.
Sehr schöne Holzschnitzarbeiten sieht man an der Kanzel und am Chorgestühl. Nach der Besichtigung des Kirchenschiffs und der Krypta sollte man noch die Galerien und die Kuppel besichtigen.
Leider war die Kirche innen und auch außen größtenteils eingerüstet. Der Eintritt kostete für Erwachsene 6 Pfund (ca. 8 Euro).
 

RiesenradSeit der Jahrtausendwende haben auch die Londoner ein Riesenrad. Es steht am Südufer der Themse und von der Westminster Bridge hat man einen guten Blick darauf.
Man nennt es "The Eye of London" und es ist das größte der Welt. Es ist 135 Meter hoch und hat 32 Gondeln.
In Singapur wurde 2008 das mit 165 Metern Höhe größte Riesenrad der Welt eröffnet. Der "Singapore Flyer" hat 26 Gondeln mit 4 x 7 Metern die jeweils 28 Passagieren Platz bieten. 

Tower
Der Tower, die alte Zitadelle und das ehemalige Staatsgefängnis Londons, ist mit einer Zinnenmauer und einem Graben umgeben, der seit 1843 trockengelegt ist.  Schon in der Römerzeit stand hier wahrscheinlich eine Festung. Der älteste Teil der Anlage stammt von Wilhelm dem Eroberer aus dem Jahre 1078. Immer wieder umgebaut und erweitert, beherbergt er heute auch die unschätzbar wertvollen Kronjuwelen des britschen Königshauses.
 
 

State CrownDie "Imperial State Crown" ist die Krone der Königin Elisabeth II. von England. Sie wurde ursprünglich für die Krönung der Königin Victoria angefertigt und ist mit über 2800 Diamanten und anderen Edelsteinen besetzt, darunter an der Vorderseite ein großer Balasrubin. Einer der beiden "Sterne von Afrika", die aus dem größten je gefundenen Diamanten - dem Cullinan - geschnitten wurden, ist darunter in die Krone eingearbeitet.
In der Queen Elisabeth's Crown sieht man den wohl berühmtesten Diamanten der Welt - den Koh-i-Noor. Der Name bedeutet "Berg des Lichts". Er war im Besitz des Rajas von Lahore (Runjit Singh) und wurde 1849 bei der Eroberung des Punjab von den Engländern geraubt.
Daneben befinden sich in der Schatzkammer auch der Reichsapfel und Zepter, sowie viele andere Kronen und Kostbarkeiten.
  

Tower Bridge
Die Tower Bridge mit ihren beiden 65 m hohen Türmen ist eines der berühmtesten Wahrzeichen Londons. Sie wurde 1894 eröffnet.
Nur noch selten kann man sehen, wenn die Zugbrücke geöffnet wird, damit großen Schiffen die Durchfahrt ermöglicht wird. Die moderne elektrische Anlage, welche den alten Dampfantrieb 1975 ablöste, schafft das innerhalb von 90 Sekunden. 
 
 
 

Big Ben

Die Gebäude des Parlaments heißen offiziell "The Palace of Westminster" wodurch betont wird, dass sie an der Stelle des alten Königspalastes stehen.
Der Palast wurde von Eduard dem Bekenner erbaut und von Wilhelm dem Eroberer vergrößert. 1099 fügte Wilhelm Rufus die Westminster Hall hinzu. Die heutige, neugotische Form erhielt Westminster durch Sir Charles Barry in der Zeit von 1795 bis 1860.
An der Nordseite steht der als Big Ben bekannte Uhrturm, das berühmteste und meist fotografierte Wahrzeichen der Stadt. Big Ben ist eigentlich der Name der Glocke, die nach Sir Benjamin Hall benannt wurde, doch hat sich der Name auf den gesamten 97,5 m hohen Turm übertragen. Die Zifferblätter der Uhr haben einen Durchmesser von fast 8 Metern, die Minutenzeiger sind fast 4 m lang und die Glocke wiegt 13 Tonnen.
 
 
 

House of CommonDas Parlament besteht aus
dem britische Oberhaus (House of Lords) und dem Unterhaus (House of Common). Mit einer Führung kann man während der Sommerpause die Räumlichkeiten besichtigen. Sehr schön sind ausserdem Königspforte, Norman Porch, Robing Room, Royal Gallery, Prince's Chamber, die St.Stephens Hall und die Central Lobby. Am Ende der Führung kann man auch die Westminster Hall bewundern. 
   

BusseZu einem Erlebnis der besonderen Art gehört auch eine Fahrt mit einem der doppelstöckigen Busse, welche das Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig prägen. Mit etwas Glück erwischt man noch einen der alten mit einer offenen Plattform, wo jeder ein oder aussteigt, wie es ihm gerade beliebt. Das ist zwar nicht gestattet und während der Fahrt nicht zu empfehlen.
Diese Autobusse sollen allerdings abgeschafft und durch normale Busse ersetzt werden. 
  

Themse

Auch während der Dunkelheit bietet London immer wieder interessante Motive für den Fotografen.
Wer allerdings denkt, dass während der Nacht weniger Leute auf der Straße seien, ist auf dem Holzweg.
Besonders die bekannten Sehenswürdigkeiten, welche nachts schön beleuchtet werden, sind auch zu dieser Tageszeit von Touristen gut besucht. 
 
 
 

DocklandsAls ich 1980 London besuchte, fand man abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten meist nur verwahrloste, schmutzige und heruntergekommene Viertel. Besonders von den Docklands war ich damals sehr enttäuscht. In der Zwischenzeit hat man hier entlang der Themse sehr schöne und moderne Wohnsiedlungen mit sehr interessanter Architektur errichtet.
Diese Aufnahme entstand während der Fahrt mit einem Schiff, als ich von Greenwich zurückfuhr.
 

Docklands


Die Dockanlagen waren bis in die sechziger Jahre das wirtschaftliche Herz Großbritanniens. Mit der Verlegung der Hafenanlagen nach flussabwärts verloren die alten Docks ihre Bedeutung und zerfielen mehr und mehr, während die sozialen Probleme im alten East End stiegen.
Heute findet man hier ein europäisches Geschäftszentrum mit ca. 200.000 neuen Arbeitsplätzen, modernen Industrie und Geschäftsgebäuden, Hotels und Schulen.

Mit der U-Bahn und der Eisenbahn sind die Docklands gut erreichbar. Ein Stück weiter befindet sich das Royal Maritime Museum von Greenwich.
  
  
 
 
 
 


Greenwich

Bei der Ankunft in Greenwich findet man dort neben dem Pier oder neben der Bahnstation einen der letzten und wohl berühmtesten Teeklipper, die "Cutty Sark". Diese Schiffe brachten im 19.Jh. Tee und Gewürze aus China, Ceylon und Indien nach Europa. Die Cutty Sark galt als das schönste und schnellste (17 Knoten) Schiff dieser Zeit.
 
 
 
 
 

Nullmeridian
In Greenwich Park findet sich neben dem Maritime Museum auch das Royal Observatory. Durch das Meridian-Building verläuft der Nullmeridian.
Dieser teilt die Welt in eine westliche und eine östliche Hälfte. Er ist im Boden durch eine Stahlschiene markiert und an der Gebäudewand befindet sich auch eine entsprechende Markierung.
Das Observatorium befindet sich im Flamsteed House, das von Sir Christopher Wren entworfen worden war. Bis 1957 war hier das königliche Observatorium untergebracht.
Im Haus kann man heute eine Sammlung alter astronomischer Instrumente bewundern, darunter drei Harrison Original-Chronometer, die ersten Zeitmesser, die so exakt liefen, dass man sie in die Navigation zur Bestimmung des Längengrades einsetzen konnte. Zur Bestimmung der geografischen Breite diente schon länger der bekannte Sextant.
 
 



Heliconia



Die Kew Gardens, im Südwesten Londons am Südufer der Themse gelegen, sind die botanischen Gärten Londons. Jährlich werden hier ca. 80.000 Pflanzen bestimmt, werden Proben und Informationen mit Wissenschaftlern aus aller Welt ausgetauscht und 45.000 Pflanzen kultiviert.

Im 19. Jh. entstanden auch die beiden riesigen viktorianischen Gewächshäuser, die mit ihrer meisterlichen Bauweise aus Stahl und Glas die ungeteilte Bewunderung der Zeitgenossen erlangten.
 
 
 
 
 
 

Kakteen



Sowohl das neulich restaurierte Palmenhaus, wie auch das Temperate House, das um die Jahrhundertwende das flächenmäßig größte Gewächshaus der Welt war, sind Werke des Architekten Decimus Burton und des Ingenieurs Richard Turner.
 

 
 
 

Flower




In dem ca.120 Hektar großen Garten kann der Besucher die verschiedensten Arten von Pflanzen bewundern und ihre Pracht genießen. Das neu eröffnete "Prince of Wales Tropical Conservatory", das tropische Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung zeigt oder der kleine Kräutergarten hinter Kew Palace sind besonders interessant.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seelilien


Im Seelilienhaus kann man sich ausreichend Zeit nehmen, um die prächtigen Blüten zu fotografieren.
Jeder Schritt eröffnet neue Blickwinkel und eine Lilie ist schöner als die andere. Seerosenblätter mit einem Durchmesser von fast einem Meter faszinieren den Besucher.
 
 
 
 
 

Torii



Über ein Stahlrohrgerüst kann man in die Kronen der Bäume gehen und z.B. einen kleinen "Giant-Sequoia-Tree" aus nächster Nähe betrachten.

Etwas weiter findet man einen Nachbau einer chinesischen Pagode, noch ein Stück weiter ein japanisches Torii (Jochtor) mit einem kleinen Zen-Garten. Besonders gefallen haben mir hier die Holzschnitzereien am Tor.

Neben all dem bieten die Kew Gardens eine gute Gelegenheit zur Entspannung und Erholung. Weitläufige Grünflächen, Teiche und schattige Plätzchen laden zum Verweilen und Rasten ein.
 
 
 
 
 
 

Das waren ein paar Eindrücke aus London. Wer mehr Zeit hat, kann auch das Schloß Hampton Court (alte astronomische Uhr), Schloß Windsor oder Lambeth Palace (Londoner Residenz der Erzbischöfe von Canterbury) besuchen. Das berühmte Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud's ist immer von langen Touristenschlangen belagert und verlangte 2003 stattliche 18 Pfund (ca. 26 Eur) Eintrittsgebühr. Wer die blutige und grausame Geschichte Großbritanniens näher kennenlernen will, dem sei ein Besuch in den "London Dungeons" empfohlen. Auch hier ist mit längeren Wartezeiten und hohen Preisen beim Eintritt zu rechnen. 
 


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