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Cliffs of Moher
 
1988
reiste ich mit einer Gruppe für 11 Tage nach Irland. Die Fahrt ging von Dublin aus nach Süden, zu der Klosteranlage von Glendalough, der Küste entlang, bis Cork, dann über den Ring of Kerry wieder weiter nach Norden, Limerick bis fast nach Nordirland und über Kells und Newgrange wieder zurück nach Dublin. Über Glendalough und Newgrange werde ich weiter unten noch berichten.
An der Westküste am Atlantik findet man die romantischen und wilden Klippen von Moher. Hier gibt es keine Geländer, es geht ohne Warnung steil hinab bis zu den brausenden Wogen des Meeres. Also nichts für Leute mit Höhenangst oder Schwindelgefühlen...
Im Vergleich mit der Person am Rande der Klippen ist die Höhe schon sehr beeindruckend.
Außer den Felsen und dem Meer gibt es hier eigentlich nicht viel zu sehen, doch ein Blick auf diese lohnt sich immer noch.
  
 

Connemara

Connemara County
- der "Seewinkel" Irlands - nördlich von Galway an der Westküste, ist ein bescheidenes, aber sehr idyllisches Stückchen von Irland. Sanft geschwungene Hügellandschaften, strahlend blaue Seen, satte grüne Wiesen und reiche Blütenpracht laden zum Verweilen ein.
 
 
 
 

Clonmacnois
Die irischen Hochkreuze erzählen Bildergeschichten, wie bei uns die Bildstöcke. Da viele Leute zu der Zeit nicht lesen konnten, wurden Szenen aus der Bibel als Reliefs an den Seiten der Kreuze dargestellt. Der Raum dazwischen wurde mit Verzierungen und Mustern ausgefüllt, damit kein freier Platz mehr bleibt. Es gibt nur noch wenige dieser echten Hochkreuze, das auf dem Bild steht in Clonmacnois, ein anders z.B. in Monasterboice.
 
 
 
 

Kylemore Abbey




Die Kylemore-Abbey, eine ehemalige Abtei beherbergt heute ein Pensionat und liegt sehr idyllisch und ruhig am Kylemore Lough im County Burren,  an der Westküste des Landes.
 
 
 
 
 
 
 


Auf Cashel Rock hatten einst die Könige von Munster ihren Sitz.
Im Jahre 450 wurde der Felsen vom Heiligen Patrick besucht und im 10. Jh. fand hier die Krönung des Hochkönigs Brian Boru statt. Im frühen 12. Jh. wurde der Felsen vom König des O’Brien Clans an den Erzbischof abgetreten. In dieser Zeit wurde die Cormac’s Chapel erbaut.
 
 
 
 

Im August 2004 verbrachte ich wieder eine Woche meines Urlaubs in Dublin. In der Zwischenzeit war Irland der Europäischen Union beigetreten und hatte einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Mit der Reise hatte ich auch eine Bus-Tour zu dem prähistorischen Hügelgrab von Newgrange gebucht. Eine weitere Tour in die Wicklow-Berge nach Glendalough buchte ich vor Ort. Beginnen wir aber zunächst in der Stadt Dublin:
 

Christ ChurchDie Christ Church ist nur eine der Sehenswürdigkeiten in der Irischen Hauptstadt Dublin. Die protestantische Kirche ist nur die ältere von gleich zwei Kathedralen in Dublin und wurde 1038 gegründet. Eine besondere Eigenart ist die Krypta, welche sich unter der gesamten Länge des Schiffes ausdehnt.
Nicht weit südlich befindet sich die jüngere St. Patrick's Cathedral (1192 geweiht). Dort befindet sich auch das Grabmal von Jonathan Swift (Gulliver's Reisen). 



Im Trinity College in Dublin wird neben den Books of Durrow, Dimma und Armagh auch das Book of Kells ausgestellt, das im 8. oder 9. Jh. von Mönchen mit der Hand geschrieben und wunderschön mit reich verzierten Initialen und Bildern illustriert wurde. Die Bücher beschreiben die Lebensgeschichte Christi.
In der Bibliothekshalle, dem Long Room, ist auch die älteste irische Harfe ausgestellt. Die Harfe des Brian Boru (um 1000) mag aber tatsächlich "nur" 600 Jahre alt sein.
Das College wurde 1591 von Elisabeth I. gegründet und war immer schon eine protestantische Institution. Heute sind die religiösen Beschränkungen längst aufgehoben. Der Rang des Trinity College in Dublin entspricht etwa dem von Cambridge oder Oxford.
 
 
 
 

Stephen's Green 
Eine Oase der Ruhe und Erholung in der Großstadt ist das St. Stephen's Green. Der Platz war von vielen Häusern aus dem 18. Jh. umgeben, leider sind nur noch wenige erhalten.
Der Merrion Square war ursprünglich als Bauplatz für eine katholische Kirche vorgesehen, ist heute aber ein Park der von schönen georgianischen Häusern umgeben. Hier kann man viele schöne Eingangstüren bewundern, von denen keine zwei gleich sind. 
  

 
 
Am Merrion Square befindet sich auch das Denkmal und das Wohnhaus von dem Schriftsteller Oscar Wilde. Aus Irland kommen auch andere bekannte Schriftsteller wie z.B. Samuel Beckett, James Joyce, oder George Bernhard Shaw.
Gleich neben dem St.Stephens Green findet man ein modernes Einkaufszentrum mit vielen kleineren Geschäften, die St.Stephen's Mall.
Besonders bei Regenwetter (hatte ich reichlich...) kann man hier lange und ausgiebig bummeln. Kleine Cafe's laden zu Erholungspausen ein und in den Restaurants kann man seinen Hunger stillen.
Die O'Connell Street und die O'Connell Brücke über den Fluss Liffey sind heute ein Zentrum des Verkehrs - sowohl für Fußgänger, als auch für den Autoverkehr. Unweit davon kann man das General Post Office und das Gebäude der Bank of Ireland bewundern. 
 
 
 

Storehouse 
Die Guinness Brauerei ist eine der berühmtesten Brauereien in Europa und wurde 1759 von Sir Athur Guinness an diesem Ort gegründet.
Der Erfolg des schwarzen Gebräus fundiert eigentlich in einem Versehen, als ein Arbeiter die Gerste einmal im Ofen zu lange röstete, bis sie nahezu schwarz geworden war. Wirklich gut schmeckt es jedoch nur bei richtiger Lagerung, was außerhalb Irlands nicht immer der Fall ist.  
 

Panoramabar
Das alte Storehouse wurde mit modernen Mitteln unter Beibehaltung der Original- Stahlkonstruktion zu einem Museum umgebaut, das über 5 Etagen reicht. Ganz oben in der 7. Etage wird der Besucher in der Panorama Bar empfangen, wo es auch das im Eintrittspreis enthaltene Glas Guinness (oder ein anderes Getränk) gibt.
Von hier hat man einen tollen 360 Grad Rundblick über die Stadt. 
 
 

Ha'pennybridge


Die Halfpenny Bridge über den Fluss Liffey erhielt ihren Spitznamen weil im 19. Jh. eine Gebühr von einem halben Penny zu entrichten war wenn man die Brücke überqueren wollte. Besonders nachts, wenn sie beleuchtet wird, bietet sie einen fantastischen Anblick.
Sie verbindet ein quirliges Einkaufsviertel nördlich des Flusses mit dem Temple Bar Bezirk.
Hier finden sich Galerien, Trendläden und
Kunstgewerbe. Vor allem aber kann man hier irische Lebensart genießen.
Zahlreiche Pubs wie The Temple Bar, The Auld Dubliner oder Oliver St. John Gogarty’s. Besonders abends ist dieser Bezirk ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen.
 
 
 
 
 

Howth Harbour
 
 
Ein lohnendes Ausflugsziel ist die Halbinsel Howth mit dem 170 m hohen Hill of Howth. Der Fischerei- und Yachthafen an der nördlichen Küste hat eine Kirche aus dem 13.Jh., die Gärten des Howth Castle sind für ihre Rhododendren bekannt.
Etwa 1,5 km vor der Küste zur irischen See liegt das kleine Felseneiland Ireland's Eye. 
 
  
 

Howth

Entlang der Süd- und Ostseite der Insel verläuft ein kleiner Pfad (Cliff Walk) entlang der Klippen. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Baily Lighthouse.
Des weiteren kommt man zur Kapelle von St. Fintan, etwa aus dem 9. Jh. Von hier aus hat man vor allem bei gutem Wetter einen tollen Blick über die Dublin Bay bis hinunter nach Dun Laoghaire.
 
 
 

Erdhörnchen
Der großzügig angelegte Zoo von Dublin befindet sich im Westen der Stadt am Rande des Phoenix Park, welcher mit 712 ha der größte innerstädtische Park Europas ist.
Der Zoo selbst ist der dritt-älteste der Welt (nach London und Paris) und wurde 1830 angelegt. Leider war das Wetter nicht ganz so sommerlich warm, sodass ich mich gerne zu dem süßen Erdhörnchen gesellt hätte...
 
 

Glendalough 
 
Südlich von Dublin, in den Bergen von Wicklow liegt auch das vorchristliche Kloster von Glendalough.
Im Gegensatz zur Architektur des Festlandes waren die alten irischen Klöster einfach eine Ansammlung von Kirchen, Kapellen, Wohnhäusern und dem charakteristischen Rundturm. In den folgenden Jahrhunderten erweiterte sich der Komplex um einzelne neue Gebäude. Zum Höhepunkt seiner Popularität war das Kloster eine der wichtigsten der religiösen Lehranstalten des Landes.
Es wurde im 6.Jh. vom St. Kevin gegründet, der einen Ort der Ruhe und Einsamkeit gesucht hatte. Die Steinbauten stammen jedoch erst aus dem 10.Jh. Der 34 m hohe Rundturm diente als Zufluchtsort vor Angriffen der Wikinger und zum Schutz der religiösen Reliquien, Bücher und Kelche.
1398 wurde das Kloster von englischen Truppen zerstört.  
  
 




St.Kevin's Kitchen
erhielt ihren Namen, weil der (erst später hinzugefügte) Glockenturm der kleinen Kapelle einst als Schornstein einer Küche angesehen wurde.
Gegenüber der Kapelle steht das St.Kevin's Cross, eines der ältesten irischen Hochkreuze, noch ganz ohne Verzierungen oder biblische Darstellungen.
 
 
 

Cathedral

Die Kathedrale aus dem 10.-12. Jh. mit ihrem 15 x 9 Meter messenden Schiff gilt als eine der größten frühirischen Kirchen. Der vordere Teil mit dem Fenster ist dabei älter, als der Teil mit den Grabsteinen im Vordergrund. Leider hat auch diese Kirche der Zerstörungswut der protestantischen Eiferer nicht standgehalten.
 
 
 
 

Pforte

Bemerkenswert an der Klosterpforte ist, daß die Steine ohne Verwendung von Mörtel aneinander gefügt wurden.
Der Eintritt in das Kloster ist kostenlos, lediglich für das Besucherzentrum oder für eine Führung muss man Eintrittskarten kaufen.
In dem herrlich grünen Tal der zwei Seen (Glen da Logh) lässt es sich gut wandern.
 
 
 

Newgrange
Ungefähr 40 km nördlich von Dublin, im Tal des Boyne-Flusses nahe der Stadt Drogheda, liegt das zwischen 4500 bis 5000 Jahre alte Ganggrab von Newgrange.
Der kreisrunde Hügel ist aus runden Flußsteinen geschichtet, 97 teils verzierte Kranzsteine umgeben den Hügel. Von den 35 Menhiren, die den großen Steinkranz bildeten, sind heute noch 12 zu sehen.
 
 
 

Eingang


Der Grabeingang im Süden hat einen reich verzierten Schwellenstein. Der Gang ins Innere des Hügels ist ca. 20 m lang und führt zu einer Kammer, welche mit einem Kraggewölbe eine ungefähr 6 m hohe Kuppel bildet. Beim Kraggewölbe stehen die oberen Steine immer ein wenig über den unteren hervor, bis sie sich an der Öffnung fast berühren. Den Abschluss bildet dann ein Deckstein. Es ist eines der schönsten Beispiele eines "falschen Kuppelgewölbes" in Westeuropa und noch ganz im ursprünglichen Zustand erhalten.
Über dem niederen Eingang befindet sich die "Roof Box", die man sonst nirgends findet. Durch diese fällt beim Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende das Licht bis ganz nach hinten in die Kammer und erhellt diese.
 
 
 
 

Newgrange innen
Drei Seitenkammern führen aus der Hauptkammer heraus, sodass die Anlage einen kreuzförmigen Grundriss bildet.
Sowohl die Gangsteine, als auch Steine in den Kammern sind teilweise mit Ornamenten verziert
In den Seitenkammern befinden sich sogenannte Beckensteine. Diese enthielten die Knochen der Toten, teils verbrannt, teils ganz und Opfergaben wie Stein- oder Knochenperlen, Knochennadeln, Gehänge oder Steinkügelchen.
Die Erbauer dieses Grabes lebten in einer Viehzüchter und Ackerbau-Gesellschaft, wie zahlreiche Funde beweisen. Sie hatten sowohl hohes technisches Können als auch einen feinen Kunstsinn, wie die vielen Steinverzierungen belegen.
Wer das Glück hat, bei einer Verlosung zu gewinnen, kann den Aufgang der Sonne zur Wintersonnenwende im Inneren des Grabes live erleben.
 
 

Powerscourt

Die Powerscourt Gardens befinden sich in den Wicklow-Bergen nahe der Stadt Enniskerry. Die Pflanzungen für die Powerscourt Gardens wurden im Jahre 1745 begonnen und bis 1767 abgeschlossen. Heute zählt der Garten zu den großartigsten Europas. Besonders berühmt sind sie durch ihre umfangreiche Sammlung von Nadelbäumen aus aller Welt.
 
 
 

Japanischer Garten

Der 7.Viscount of Powerscourt, Nachfahre des normannischen Ritters Eustace LePoer, ließ die Gärten im 18. Jh. anlegen, wobei er fast sein gesamtes Vermögen einsetzte. Diese 20 ha umfassenden Anlagen sind weltweit berühmt und ein großartiges Beispiel für einen aristokratischen Garten mit italienischen und japanischen Elementen, Seen, herrlichen Statuen und dekorativen Kunstschmiedearbeiten. Die Symmetrie des Gartens steht im starken Kontrast zu der Wildheit der ihn umgebenden Berge. Von der oberen Terasse erhält man einen sehr beeindruckenden Blick über den Garten und die Sugarloaf-Berge im Hintergrund. Besonders der japanische Garten hat mir sehr gut gefallen. Leider war das Wetter eher trüb und regnerisch, bei Sonnenschein wirken die Anlagen noch schöner.
 
 
 
 

Powerscourt


Einige Kilometer vom Park entfernt befindet sich der Powerscourt Wasserfall, der höchste Wasserfall der Insel (121 m). Besonders wenn es geregnet hat, stürzt das Wasser des Dargle hier in großartiger Weise zu Tal. Der Besuch hier war aber leider nicht im Programm der Bustour enthalten.
 
 
 
 

 


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