mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Deutschland - Berlin
Ende Mai 2006 nutzte ich die Gelegenheit eines Kurzurlaubs für eine Reise nach Berlin und Dresden. Aufnahmen aus Dresden finden Sie auf einer eigenen Seite. Zunächst sehen wir uns ein wenig in Berlin um: Berlin ist die Bundeshauptstadt und ein eigenständiges Land der Bundes- republik Deutschland. Es ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten, z.B. des Markgrafentums bzw. Kurfürstentums Brandenburg, des Königreiches  Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin ge- samtdeutsche Hauptstadt und durch den Beschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Zirka 3,5 Millionen Menschen leben hier auf 892.000 km², das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3948 EW/km². Berlin zählt damit zu den dichtbesiedeltsten Städten Europas. Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals ur- kundlich erwähnt, im Jahr 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich an dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. Der Alexanderplatz wurde als Stauraum vor dem Oderberger Tor in der mittelalterlichen Stadtbefestigung Berlins erstmalig zum Ende des 13.Jh.  erwähnt. Er wurde als Viehmarkt gebraucht, zu dem in der zweiten Hälfte des 18. Jh. noch ein Wollmarkt hinzukam. Bis Anfang des 19.Jh. war er als Ochsenplatz oder Ochsenmarkt bekannt. Ab Ende des 18.Jh. nannte man ihn auch Paradeplatz, da dort, wie an vielen Plätzen Berlins, Exerzierübungen der Streitkräfte stattfanden. Zu Ehren des russischen Zaren Alexander, der im Frühjahr 1805 Berlin einen Besuch abhielt, bekam er seinen heutigen Namen. Die 1969 aufgestellte Weltzeituhr ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen  Berlins.        Nicht weit neben dem Alexanderplatz steht der 368 m hohe Fernsehturm. Von dort oben hat man den besten Blick auf Berlin. In der verglasten Kugel in 207,5 m Höhe befindet sich ein Café, welches sich in einer Stunde um 360 Grad dreht. Dadurch kann man den Cafébesuch im Fernsehturm wunderbar mit einer Rundschau über ganz Berlin verbinden. Wenn Sie nur die Aussicht vom Fernsehturm genießen möchten, genügt auch ein Besuch der darunter liegenden Aussichtsebene. Am 3. Oktober 1969 wurde der Turm nach 53-monatiger Bauzeit in Betrieb ge- nommen und ist seitdem eines der Wahrzeichen der Stadt. Wegen der Fußball- WM, die 2006 in Deutschland stattfand, hatte man die Kugel mit magenta Folien  wie einen Fußball beklebt.      Die wohl bekannteste Straße Berlins, "Unter den Linden" verläuft in dem Bild rechts von der linken unteren Ecke nach rechts oben. In der Bildmitte kann man auch das Brandenburger Tor gut erkennen. Das Gebäude des Reichstages liegt gleich hinter dem häßlichen kastenförmigen Gebäude in der rechten Bildhälfte. Bekannteste und wohl am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Berlins ist das Brandenburger Tor. Schon 1734 wurde hier ein Vorgängerbau des heutigen Tores als Stadttor an der Straße nach Brandenburg an der Havel errichtet. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 stand das Bauwerk mitten im Sperrgebiet und konnte nicht durchquert werden. Nur die ost- deutschen Soldaten konnten an das Bauwerk heran.      Der evangelische Berliner Dom steht auf der Spreeinsel und war ursprünglich die Hof- und Denkmals- kirche der Hohenzollern. Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Hohenzollern. Mit dem Bau wurde 1894 begonnen und 1905 wurde der Dom eingeweiht. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Kirche von 1974 bis 2002 wieder renoviert, allerdings unter teilweise starker Vereinfachung und weitgehender Zerstörung des Außenbaus. Von innen kann die Kirche gegen eine Eintrittsgebühr ebenfalls besichtigt werden. Besonders schön sind die Mosaiken in der Kuppel, wo acht Selig- preisungen aus der Bergpredigt zu sehen sind. Für die Erhaltung des Bau- werkes benötigte man im Jahre 2002 täglich rund 8665.- Euro. Die ebenfalls evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, steht auf dem heutigen Breitscheidplatz  am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg. Sie wurde 1891-1895 errichtet und der Turm der Kirche war mit 113 m der größte in der Stadt. 1943 wurde die Kirche bei Bombenangriffen weitgehend zerstört. Über Abriss und Renovierung entstand ein heftiger Streit, bis man sich schließlich auf einen Kompromiss einigte. Die 68 Meter hohe Ruine des alten Turms blieb, bautech- nisch gesichert, als Mahnmal gegen den Krieg erhalten, umgeben von einer neuen Kirche, einem vierteiligen Bauensemble nach den Entwürfen Egon Eiermanns, das zwischen 1951 und 1961 entstand.      Das KaDeWe gilt heute als das größte Kaufhaus in Europa und hat damit auch Harrod's in London hinter sich gelassen. In dem 1907 gegründeten Kaufhaus des Westens arbeiteten im Geschäftsjahr 2008 mehr als 2000 Personen, davon etwa 1600 eigene Mitarbeiter und rund 500 Angestellte von Fremdfirmen auf einer Fläche von ca. 60.000 m². Das entspricht einer Fläche von neun Fußballfeldern. Sehr bekannt ist auch die sechste der sieben Etagen, die Feinschmeckeretage mit einem internationalen Angebot von Delikatessen und feinen Imbissmöglichkeiten. Der Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte gilt vielen als schönster Platz der Stadt. Zentrales Gebäude ist das Konzerthaus, das an der Nordseite vom Französischen Dom, und auf der Gegenseite vom Deutschen Dom flan- kiert wird. Den heutigen Namen erhielt er, als der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1735 Stallungen für das Kürassierregiment der soge- nannten „Gens d'armes“ errichten ließ.       Anfang des 19. Jahrhunderts war der Potsdamer Platz nichts weiter als ein fünfeckiger Verkehrsknoten- punkt an der alten Reichsstraße 1, die Ostpreußen mit dem Rheinland verband. 1838 erlangte der Platz größere Bedeutung, als der Potsdamer Fernbahnhof errichtet wurde. 1902 kam der westliche Endpunkt von Berlins erster U-Bahn-Linie hinzu. Nun entstanden rund um den Platz viele Gastronomiebetriebe und Hotels. Ein weiteres bekanntes Gebäude am Potsdamer Platz war das Vox-Haus. Es wurde nach dem Ersten Weltkrieg zum Funkhaus umgebaut und war 1923 die Geburtsstätte des deutschen Rundfunks. Wegen des großen Verkehrsaufkommens ließ die Stadtverwaltung hier schließlich im Jahr 1924 die erste Verkehrsampel in Deutschland errichten. Die ursprüngliche Signalanlage wurde 1936 demontiert, man kann heute nur noch einen Nachbau sehen.       Bis 1940 war der Platz einer der belebtesten Plätze Europas. Nach der Bombardierung durch die Alliierten im 2. Weltkrieg lag er jedoch zur Hälfte in Trümmern. Nach dem Ende des Krieges wurde der Platz zum "Dreiländereck" zwischen dem britischen, sowjetischen und dem ameri- kanischen Sektor, wodurch sich ein blühender Schwarzmarkt etablierte. 1961 wurde der Platz durch die Berliner Mauer geteilt und damit zum Grenzgebiet. Mitte der 70er Jahre  wurden dann auch noch nahezu alle übriggebliebenen Gebäude abgerissen. Während der 90er Jahre  mutierte der Potsdamer Platz zur „größten Baustelle Europas“. In den hässlichen Hochhäusern residieren heute die Deutsche Bahn und das Daimler-Chrysler Financial Center. Im 101 m hohen Kollhoff-Tower befindet sich der angeblich schnellste Aufzug Europas und von der Dachterrasse hat man einen tollen Blick über die Stadt. Im Sony-Center ist die  Zentrale von Sony für Europa untergebracht. Die modernen Bauten passen so ganz und gar nicht das restliche Stadtbild und ich fand den ganzen Platz viel zu kalt, da man auch mit der Bepflanzung extrem sparsam war.      Auf dem Potsdamer Platz findet man außerdem noch einige Stücke der Berliner Mauer, deren ehemaliger Verlauf durch Markierungen im Boden gekennzeichnet ist. Zwischen einigen Betonelementen wurden Schautafeln angebracht, welche mit Bildern und Texten die Ereignisse und das Leben zur Zeit des getrenn- ten Berlin darstellen. Ungefähr 400m vom Platz entfernt befindet sich das Areal des "Denkmals für die ermodeten Juden Europas". 2711 Stelen aus Beton stehen auf einer gewellten Gundfläche. Die Stelen sind bis über 4 m hoch, innen hohl und zwischen 0,5 und 2 Grad geneigt. Alle Betonklötze haben den gleichen Grundriss von 2,38 x 0,95 Meter. Zwischen den parallelen Reihen befindet sich jeweils ein 0,95 m breiter gepflasterter Gehweg, der eben Platz für eine Person bietet. Die Anzahl  der Stelen und deren Abmaße haben keine symbolische Bedeutung  und ergaben sich aus dem zur Verfügung stehenden Platz. Das "Kunst- werk" wurde am 10. Mai 2005 eingeweiht. In der Zielsetzung wird das Denkmal unter anderen vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert, da zwar der ermordeten Juden Europas gedacht werde, nicht aber anderer Opfer des NS-Regimes, die eben- falls durch den Holocaust ihr Leben ließen. Für den Fotografen bieten sich in dem weiten Stelenfeld interessante Blickwin- kel, die je nach Tageszeit und Beleuchtung immer neue Motive eröffnen. In be- sonderem Kontrast stehen dabei das Grau des Betons und das Grün der Bäume. Der Bau der Anlage kostete 27,6 Millionen Euro, darin enthalten ist auch ein 930 m² großes Museum unter dem Denkmal, in welchem sich auch ein Vortragssaal und ein Buchladen befindet. Das Museum enthält auch eine Liste der Namen aller bekannten jüdischen Opfer des Holocaust.      Die Alte Nationalgalerie steht auf der sogenannten Museumsinsel. Vom Berliner Dom gelangt man durch den Lustgarten zum Alten Museum. An der Nordspitze der Spreeinsel finden sich noch das Pergamon- und das Bodemuseum.       Vom Brandenburger Tor kommt man zum Gebäude des Reichstags. Seine Errichtung wurde im Jahre 1871 vom deutschen Reichstag be- schlossen, dennoch sollte es noch bis Ende 1894 dauern, bis das Gebäude eröffnet wurde. Bei der Grundsteinlegung am 9. Juni 1884 zersprang der Hammer, mit dem Kaiser Wilhelm I. den Grundstein "absegnete". Sein Nachfolger, Wilhelm II. mischte sich sehr in die Bauarbeiten ein und bezeichnete das neue Gebäude abfällig auch als "Reichsaffenhaus". Schräg gegenüber vom Reichstagsgebäude steht das Bundeskanzleramt. Bis zur Übersiedelung der Regierung nach Berlin war das Palais Schaumburg in Bonn der Regierungssitz der Kanzler. Ab dem Jahr 2001 sind die Büros nun in diesem Gebäude untergebracht. Im Volksmund wird es auch wegen seiner eigenwilligen Architektur als "Elefantenklo" oder "Kanzlerwaschmaschine" bezeichnet.

Als eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt ist es achtmal so groß wie das Weiße Haus in

Washington

Die neuartige begehbare gläserne Kuppel des Reichstags ist ein neues Wahrzeichen für Berlin. Sie dient zugleich auch der Beleuchtung und der Belüftung des Plenarsaals. Das Tageslicht wird über viele kleine Spiegel  in trichterförmiger Anordnung von der Kuppel in den Plenarsaal gepiegelt. Ein Schirm mit elektronisch gesteuerten Lamellen verhindert die Blen- dung durch starkes Sonnenlicht. Der Besucher kann nach einer strengen Sicherheitskontrolle mit einem Aufzug bequem auf das begeh- bare Dach des Reichstags gelangen und die Kuppel über einen spiralförmigen Gehweg bis oben hin erkunden. Von hier hat man auch eine sehr gute Aussicht über den Spreebogen mit dem Kanzleramt und dem neuen Lehrter Bahnhof.      Die Hackeschen Höfe liegen in der historischen Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte, unweit des sogenann- ten Scheunenviertels. Sie bilden das größte geschlossene Hof-Areal Deutschlands und stehen heute unter Denkmalschutz. Friedrich der Große beauftragte im Jahre 1750 seinen Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, einige Freiflächen des halb entwickelten Vorstadtviertels bebauen zu lassen. Dabei entstand ein großer Marktplatz, der nach dem Grafen benannt wurde, der heutige Hackesche Markt. Im 19. Jh. wurde das übervölkerte Scheunenviertel  zum sozialen Problemfall, und zum Armenhaus Berlins. Seit Abschluss der Sanierung sind die Hackeschen Höfe einer der teuersten und bekanntesten Immo- bilien Berlins und eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit, die offensichtlich auch auf die Entwicklung der näheren Umgebung anregend gewirkt hat.      Das heutige Schloss Charlottenburg geht auf das Sommerschloss Lützelburg zurück, welches die Gattin  des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg, Sophie Charlotte errichten ließ. Nach seiner Fertigstellung im Jahre 1699 wurde es in den folgenden Jahren zu einer repräsentativen Anlage erweitert. In diesem Schloss befand sich auch das berühmte Bernsteinzimmer. In diesem Bernsteinzimmer gab es eine komplette Wandvertäfelung aus Bernstein, die auch als "das achte Weltwunder" bezeichnet wurde. Es wurde von 1701 bis 1709 in Danzig und Königsberg von den Bernstein- meistern Gottfried Wolffram, Ernst Schacht und Gottfried Turau ange- fertigt. Entworfen wurde es von dem Architekten und Bildhauer Andreas Schlüter. Nach dem Tode Friedrichs I. im Jahre 1713 führte Charlottenburg unter dessen Nachfolger Friedrich Wilhelm I. ein Schattendasein. Dieser machte dem russischen Zaren Peter dem Großen das Bernsteinzimmer im Jahr 1716 zum Geschenk. Nach der teilweisen Zerstörung während des 2. Weltkrieges wurde das Schloss nach 1945 wieder aufge- baut und dient heute als Museum. Zwischen 2004 und 2006 wurde es auch vom deutschen Bundespräsi- denten genutzt, während der Amtssitz Schloss Bellevue renoviert wurde.      Eine weitere Attraktion in Berlin ist der zoologische Garten. Durch das Elefan- tentor gelangt man in Deutschlands ältesten Zoo, welcher auch der artenreich- ste der Welt ist. Er wurde 1844 gegründet und beherbergt heute auf einer Fläche von 33 ha über 14000 Tiere aus 1520 Arten.   Die beiden Pandabären "Bao Bao" und "Yan Yan" verweigerten trotz aller Massnahmen hartnäckig die Fort- pflanzung. Dennoch waren die in China als heilig verehrten Bären die Lieblinge der Zoobesucher. Die 22-jährige Yan Yan verendete am 26. März 2007 ohne vorherige Krankheitsanzeichen an einer akuten Darm- verstopfung. Am 22. August 2012 verstarb auch Bao Bao im Alter von 34 Jahren. Ein besonders freizügiges Becken und Gehege haben die Seelöwen zum Spielen und Herumtollen. Das Antilopenhaus wurde im Jahre 1871 errichtet und wegen des exotischen Stils schnell zu einer be- kannten Sehenswürdigkeit. Heute sind in dem Gebäude die Giraffen untergebracht.
Stadtwappen Berlin Alexanderplatz Fernsehturm Brandenburger Tor Brandenburger Tor Aussicht vom Fernsehturm Aussicht vom Fernsehturm Berliner Dom Domkuppel Gedächtniskirche Kaufhaus des Westens Gendarmenmarkt Potsdamer Platz Berliner Mauer Holocaust Denkmal Holocaust Denkmal Kunstmuseum Reichstag Bundeskanzleramt Reichstag Kuppel Reichstag Kuppel Hackesche Höfe Charlottenburg Bernsteinzimmer Berliner Zoo Berliner Zoo Berliner Zoo Bodemuseum Schloss Charlottenburg Capybara, Wasserschwein Seelöwe Brandenburger Tor Holocaust Denkmal Reichstag, Plenarsaal Postfuhramt Bismarck Denkmal Flagge Berlins Brandenburger Tor Berliner Dom - Kuppel Gendarmenmarkt KaDeWe Gourmet - Restaurant Potsdamer Paltz - Berliner Mauer Potsdamer Platz - Holocaust Denkmal Reichstag - Kuppel Hacke'sche Höfe Hacke'sche Höfe
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