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© Manfred Bittner 2012
Sonstige
Bilder zum Vergrößern bitte anklicken
Im Sommer 2002 machte ich mit meiner Mutter eine Rundreise über Nordfrankreich, Belgien,
Niederlande und Norddeutschland (Hamburg, Lübeck und Bremen). Einige der schönsten Bilder
von der Fahrt sehen Sie hier.
Nordfrankreich
In Nordfrankreich unweit der Grenze zum Saarland liegt die Stadt Metz. Als ich vor vielen Jahren
einmal mit meinen Eltern dort war, war dort alles ziemlich verkommen, ungepflegt, schwarz und
verfallen. So hat es mich diesmal überrascht, was man in der Zwischenzeit draus gemacht hat. Die
Aufnahme zeigt die Kathedrale von Metz und man glaubt nicht, dass es nur wenige Minuten vorher
in Strömen geregnet hatte.
Der Sommer 2002 war ja auch leider ein Katastrophenjahr - das Wetter betreffend. Verheerende
Unwetter hatten starke Überschwemmungen verursacht, der Dresdner Zwinger stand unter
Wasser, in Prag wurde ein Teil der Stadt überflutet und viele andere Orte standen unter Wasser.
Auch wir bekamen ein wenig von all dem Wasser ab, während wir unterwegs waren.
Luxemburg
Unsere nächste Station war Luxemburg. Von den 420.000 Einwohnern des Landes wohnen etwa
96.000 in der urbanen Zone von Luxemburg-Stadt. Laut Überlieferung hat Sigfrid, Graf der
Ardennen, 963 auf einem Vorsprung hoch über dem Fluss Alzette ein Schloss mit dem Namen
Lucilinburhuc errichten lassen. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehören das 1572 erbaute und in den
letzten Jahren umfassend restaurierte Großherzogliche Schloss, die offizielle Residenz der
königlichen Familie, daneben die Abgeordnetenkammer, das Parlament Luxemburgs.
Das Bild zeigt das Schloss im Zentrum der Stadt. Da wir recht früh am Morgen da waren, konnten
wir noch in einem Café ein leckeres Frühstück genießen, bevor wir uns auf den Stadtrundgang
machten.
Belgien
Von Luxemburg fuhren wir weiter nach Waterloo in Belgien, von wo wir leicht mit dem Zug nach
Brüssel fahren konnten. In Waterloo besichtigten wir das historische Schlachtfeld, wo Napoleon
1815 von den britischen, preussischen und niederländischen Truppen entscheidend geschlagen
worden war.
Einen Tag lang besichtigten wir dann die belgische Hauptstadt, das Bild zeigt das Rathaus von
Brüssel. Natürlich durfte auch ein Besuch beim Maenneken Pis nicht fehlen, auch das später
errichtete weibliche Pendant haben wir ausgiebig besichtigt...
Gent ist die Hauptstadt der Provinz Ostflandern, zweitgrößter Hafen Belgiens, Industriestadt sowie
Universitätsstadt. Die flämische Metropole liegt etwa 60 km nordwestlich von Brüssel , wo Schelde
und Leie zusammenfließen.
Über seine Bedeutung als wirtschaftlicher Mittelpunkt Ostflanderns hinaus ist Gent eine der
schönsten Städte Belgiens. Aus seiner Glanzzeit im 14. und 15. Jh. sind viele Bauten erhalten, wie
die Kathedrale Sint-Baafs (St.Bavo), wo man den berühmten Genter Altar findet und die
Wasserburg s'Gravensteen.
Niederlande
Nach einem kurzen Aufenthalt in Antwerpen fuhren wir dann in die
Niederlande nach Dordrecht und weiter nach Gouda, wo wir uns den
Käsemarkt ansehen wollten.
Am Tag unserer Ankunft hatten wir eben unser Hotel im VVV
(Fremdenverkehrsverein) gefunden und gebucht, als es zu tröpfeln begann.
Wir schafften es gerade noch, unser Gepäck aufs Zimmer zu tragen, dann
goss es in Strömen und wollte schier nicht mehr aufhören. Nach einer
knappen Stunde war es dann doch endlich vorbei und wir beschlossen,
noch in die Stadt zu fahren. Der Weg führte über überflutete Straßen bis zu
der Bahnunterführung, welche fast zwei Meter hoch unter Wasser stand.
Drinnen steckte ein LKW, den die Feuerwehr zu bergen versuchte. So
mussten wir einen Umweg fahren, der uns zwar mehr von dem Städtchen
zeigte, aber auch nicht näher ans Ziel brachte. Nach einer weiteren halben Stunde hatten wir's
dann doch noch geschafft und es wurde noch ein schöner Abend.
Beim großen Käsemarkt (Kaasmarkt) am nächsten Tag hatten wir schönes
Wetter und konnten alles von Beginn an beobachten. Nach dem Aufbau der vielen
Käselaibe treffen dann die Käufer ein und der Handel beginnt. Vorher wird mit
Kostproben die Qualität der Ware geprüft, dann geht es nur noch um den Preis.
Sind sich Verkäufer und Käufer einig, wird das Geschäft mit einem Handschlag
besiegelt.
Unser nächstes Ziel war der Käsemarkt in Alkmaar. Der ist bei den Touristen wesentlich bekannter
und auch dementsprechend gut besucht. Andenkenstände und Imbissbuden werden um den Markt
herum aufgebaut. Wenn dann der Markt beginnt, drängeln sich die Schaulustigen in fünf Reihen um
die besten Fotos zu schießen. Nachdem der gekaufte Käse verwogen wurde, transportieren ihn die
Träger zu den Fahrzeugen der Käufer. Mir hat aber der Markt in Gouda wesentlich besser gefallen.
Alkmaar selbst ist ein sehr schönes und sehenswertes Städtchen, im Bild das Waaghaus, der
Käsemarkt findet genau dahinter statt. In der ausgedehnten Fussgängerzone kann man ausgiebig
bummeln und die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt bewundern.
Tonwaren in Delfter Blau begründeten den Weltruhm des altholländischen Städtchens Delft schon
im 17. Jahrhundert. Mehr als dreißig Manufakturen gab es damals in der Handelsstadt. Nur die
Fayencerie "Koninklijke Porceleyne Fles" ("Königliche Porzellanflasche") aber überdauerte bis
heute alle schweren Zeiten und feierte in diesem Jahr ihr 350-jähriges Bestehen.
Der Turm der "Oude Kerk" sieht nicht nur schief aus, er ist tatsächlich schief.
Ich habe Delft als sehr beschauliches Städtchen mit vielen gemütlichen Plätzen und Gässchen
sehr lieb gewonnen und kehre immer wieder gerne hierhin zurück. Das alte Stadttor mit seinen
Türmen und der Zugbrücke davor ist ein beliebtes Fotomotiv in der Stadt Delft.
Wer etwas "typisch Holländisches" sehen möchte, der geht in das Museum Zaanse Schans bei
Zaanstad, in der Nähe von Amsterdam.
Zaanstad wird durch Zusammenfügung von alten Orten entlang der Zaan gebildet, wovon jeder
noch seinen eigenen Charakter behalten hat. Im 17. Jahrhundert standen entlang des Ufers dieses
Flusses hunderte von Windmühlen. Wissenswertes können Sie im Museum in Koog a/d Zaan
erfahren. Viele Mühlen sind im Laufe der Zeit verschwunden, aber einige, übriggebliebene Mühlen
sind noch vollständig in Betrieb und in der Zaanse Schans zu besichtigen.
In diesem historischen Dorf stehen auch Holzhäuser und Kleinbetriebe, die im
typischen Stil dieser Gegend erbaut sind. Die meisten kann man betreten und sich
einen Eindruck von dem Leben der Menschen zu dieser Zeit verschaffen.
Die Stadt Zwolle ist die Provinzhauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel.
Zwolle liegt im Mündungsgebiet von Vecht und Ijssel am Zwarte Water, und an der Eisenbahn und
Autobahn Amsterdam - Utrecht - Groningen.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Sankt-Michael-Kirche (frühes 15.Jh.), die Liebfrauenkirche
(15.Jh.), das Rathaus (15.Jh.), der Sassenpoort (Stadttor, 1408), das Dominikanerkloster und das
Provinzmuseum. Wahrzeichen der Stadt ist der Kirchturm Peperbus (’Pfefferbüchse’) der Lieb-
frauenkirche.
Norddeutschland
Spuren der Besiedelung von Münster reichen bis in das 6.Jh vor Chr. zurück. 793 kam der
friesische Missionar Liudger im Auftrag Karls des Großen in die Siedlung an der Aa. Er gründete
das Kloster Monasterium, dem Münster seinen Namen verdankt und den St. Paulus Dom, der zum
Mittelpunkt der Stadt werden sollte. Münsters historische Altstadt ist ein lebendiges Zentrum, in
dem Geschichte und Leben zusammenkommen.
Der Prinzipalmarkt mit Lambertikirche und dem Rathaus des westfälischen Friedens sowie Dom
und Domplatz sind nur einige der bedeutenden historischen Bauwerke der Altstadt aus acht
Jahrhunderten. Diese Kulisse historischer Bauten wird durch moderne Architektur und
zeitgenössische Skulpturen aufgelockert. Einzigartige Museumsangebote und spannende Events
füllen das Stadtzentrum mit Leben.
Die Landungsbrücken von St. Pauli sind sicher Hamburgs
bekanntestes Fotomotiv. Dort findet man auch viele Unternehmen,
welche große und kleine Hafenrundfahrten mit oder ohne Speicher-
stadt anbieten. Wenn man eine Rundfahrt unternimmt, kann man sehr
schöne Einblicke in die Hafenstadt gewinnen. Der Ölhafen, sowie der
Containerhafen, die Werften oder die Speicherstadt bieten immer wie-
der schöne Motive - solange das Wetter mitspielt.
Der Hanse, dem Handelsbündnis der wichtigsten norddeutschen Städte, trat Hamburg 1321 bei
und entwickelte sich in der Folge zum bedeutenden Warenumschlagplatz zwischen Ostsee und
Flandern. Heute haben in Hamburg 3000 Im- und Export-Handelsfirmen ihren Sitz. Damit ist
Hamburg, noch vor New York, Weltspitze als Außenhandelszentrum.
1806-1814 halten Napoleons Truppen die Stadt besetzt. Nach dem Ende der Franzosenzeit wird
Hamburg als "Freie und Hansestadt" Mitglied des Deutschen Bundes.
1888 wurden der Freihafen und die Speicherstadt eröffnet. Anlass war der durch Bismarck
forcierte Zollanschluss an das Deutsche Reich. Nicht mehr die ganze Stadt, sondern nur noch der
Freihafen ist jetzt Zollausland gegenüber dem übrigen Deutschland. Heute befindet sich in der
Speicherstadt der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt, in dem Gewürze,
Kaffee, Kakao, Tabak und Teppiche lagern, aber auch moderne Fertiggüter wie Computer.
Von Hamburg machten wir auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel Bremen einen kleinen
Abstecher nach Stade. Mir gefiel die Stadt sehr gut und da auch das Wetter sehr schön war,
verbrachte ich hier einige gemütliche Stunden.
Die Stadt Stade an der Niederelbe ist allseitig von Wasser umgeben, von dem Burggraben und
den alten Hafenanlagen. Durch Stade fließt die Schwinge, ein kleiner Fluss, der die Stadt mit der
Elbe verbindet.
Entdecken Sie Bremen und folgen Sie den Spuren der Bremer Stadtmusikanten. Denn schon
Esel, Hund, Katz' und Hahn aus dem Märchen der Gebrüder Grimm zog es in die Stadt an der
Weser. Und überall stößt man auf Zeugen der 1200-jährigen Geschichte der Stadt.
Vom Marktplatz aus, wo die Figur des "Roland" Bremens Freiheit symbolisiert, erreicht man zu Fuß
in wenigen Minuten die "Schlachte", die neu herausgeputzte Weserpromenade. Im Bild die Mühle
am Wall mit den schön gepflegten Gartenanlagen.
Ein Musterbeispiel für die Erhaltung eines typischen, kulturhistorisch bedeutenden Quartiers ist der
Schnoor, Bremens uraltes Handwerker- und Schifferviertel. In den engen, verwinkelten Gassen -
die schmalste misst nur 80 Zentimeter - mit viel Fachwerk und pastellfarbenen Fassaden arbeiten
heute Künstler, Galeristen und Goldschmiede.
Ebenso originell ist die 110 Meter lange Böttcherstraße mit ihrer traditionellen
Backsteinarchitektur. Das Rathaus, zwischen 1495 und 1510 errichtet, ist mit
seiner typischen Weserrenaissance-Fassade ein Juwel der norddeutschen
Baukunst. Die Gewölbe des ehrwürdigen Ratskellers, der ein Restaurant
beherbergt, das über 650 deutsche Weine im Angebot hat, erstrecken sich bis
unter den Marktplatz. Schon große Dichter wie Heine und Hauff sollen hier von
der Muse geküsst worden sein.
Eine Sehenswürdigkeit in Bremerhaven ist der Alte Leuchtturm, der Simon-Loschen-Turm. Er
wurde 1855 fertiggestellt und ist seitdem als Richtfeuer (zusammen mit dem Unterfeuer
Bremerhaven) in Verwendung.
Das Bauwerk hat einen quadratischen Grundriss und verjüngt sich absatzweise nach oben. Im
oberen Teil des Turmes ist er rund und trägt auf einer Plattform eine achteckige Laterne mit
spitzem Dach.
Als Lichtquelle wurde ab 1877 ein Brenner mit offener Gasflamme eingesetzt, die mit Stadtgas
betrieben wurde. 1925 wurde das Leuchtfeuer auf elektrischen Betrieb umgestellt.
Nicht vergessen möchte ich noch einen schönen Ausflug nach Lübeck, den wir von Hamburg aus
unternommen haben.
Wahrzeichen der Stadt ist das 1469-1478 vollendete Holstentor, welches einst den alten 50,- DM
Schein zierte. In der Nähe stehen noch zahlreiche historische Salzpeicher, die zur Lagerung der
großen Salzmengen (zum Einsalzen der Ostseeheringe) benötigt wurden.
Ihre frühere politische Macht und wirtschaftliche Größe spiegelt sich in dem im 14.Jh. erbauten
prunkvollen Rathaus wieder. Seine Renaissancetreppe erhielt der gotische Bau, aus
schwarzglasierten Ziegeln jedoch erst im Jahre 1570.
Das bekannte Buddenbrookhaus (aus Thomas Manns Roman "Die Buddenbrooks") steht in der
Mengstraße Nr. 4.
Die einstige "Königin der Hanse" besitzt noch heute ihre eindrucksvollen Backsteinkirchen so wie
zahlreiche Giebelhäuser der Gotik & Renaissance. Dort ist auch der Ursprung des köstlichen
Lübecker Marzipans, von dem wir gerne eine ausgiebige Kostprobe genossen haben.
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