mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Österreich - Wien
Wie der geschätzte Leser bereits erfahren hat, ist Wien meine Heimatstadt, wo ich geboren und meine Kind- heit und Jugend verbracht habe, bis ich Ende 1994 nach Albstadt in Deutschland übersiedelt bin. In Wien leben heute etwa 1,8 Millionen Einwohner, im Großraum Wien sind es 2,6 Millionen. Wien ist damit die siebentgrößte Stadt der europäischen Union. Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von 414,87 km², wovon 19,30 km² Wasserflächen sind. Die Ursprünge der Stadt gehen auf die Steinzeit um 6000 - 4950 v.Chr. zurück, wie einzelne Funde aus dem Stadtgebiet beweisen. Aus der letzten Phase der Bronzezeit von ca.1250 bis 750 v.Chr. sind sehr viele Funde vorhanden, welche auf eine Besiedelung des heutigen Stadtgebietes hindeuten. Auch die Kelten hinterließen jede Menge Spuren die vom 6.Jh. v.Chr. bis ins 1. Jh. n.Chr. reichen. Wie bei so vielen Städten auf dem europäischen Kontinent gehen auch die siedlungsmäßigen Anfänge Wiens auf die römische Antike zurück. Im 1.Jh. n.Chr. kam es hier zur Anlage eines römischen Militärlagers namens Vindobona, das eine der der Anlagen an der Limesgrenze war.   Dieses Lager der Römer befand sich im Herzen der heutigen Stadt, sein Mauerverlauf spiegelt sich bis heute in einer Reihe von markanten Straßenzügen im Zentrum. Reste dieser Bauwerke kann man heute in einem Museum unter dem Hohen Markt besichtigen. Wahrzeichen der Stadt ist der Stephansdom mit seinem gotischen Turm. Der zweite Turm ist bis heute nicht fertiggestellt worden und hält in seinem Inneren die "Pummerin", welche wegen ihrer Größe nur einmal am Neujahrstag oder zu ganz besonderen Gelegenheiten geläutet wird. Die Luftverschmutzung setzen dem Sandstein arg zu und so sieht man den schönen Dom selten ohne Baugerüste.   Die Wiener Hofburg - hier die neue Burg - war Residenz des Kaisers und bietet dem Besucher immer ein gutes Fotomotiv. Wer möchte und bereit ist, auch etwas dafür zu bezahlen, kann sich mit dem Fiaker die Stadt bei einer Rundfahrt zeigen lassen. Das Wort "Fiaker" wird übrigens bitte auf dem "a" betont - und nicht auf dem "i"... Durch das Michaelertor gelangt der Besucher in das Innere der alten Hofburg. Dort steht das Denkmal von Kaiser Franz I. und das Schweizertor, den Eingang in den ältesten Teil, dem gotischen Schweizerhof. Dort befindet sich auch der Eingang zur Schatzkammer. Das pompöse Tor wurde erst kürzlich mit enormem Aufwand renoviert, da die Tauben dem Stuck sehr zu- gesetzt hatten. Besonders der Blick von innen in die Kuppel ist sehr schön. Links und rechts des Tores befinden sich Brunnen mit Figurengruppen, die mich immer wieder faszinieren. Vor dem Tor am Michaelerplatz wurden im Zuge der Neugestaltung des Platzes Gemäuer von römischen Häusern freigelegt, welche ca. 2000 Jahre alt sind. Auch ein tiefer Brunnen kann besichtigt werden. Gegenüber des Tores befindet sich die Michaeler Kirche und der Kohlmarkt, wo sich auch die bekannte K&K Hofbäckerei Demel befindet. Vor dem Michaelertor links kommt man durch die Stallburggasse zu den Stallungen der Spanischen Hofreitschule und zum Josefsplatz. Die bei einem Brand am 27. November 1992 beschädigten Gebäudeteile über der Winterreitschule sind mittlerweile wieder originalgetreu wiederhergestellt (Die Kosten dafür betrugen rund 72,6 Mio. €). Neben der Wiener Staatsoper (von den Architekten / Baumeistern Van der Nüll & Siccardsburg) bieten auch die Volksoper, das Burgtheater, Theater in der Josefstadt, Kammerspiele, Konzerthaus, das Theater an der Wien oder das Raimundtheater und mehrere Kleinbühnen immer etwas für kulturbegeisterte  Wien-Besucher. Das Wiener Rathaus ist der Sitz des Bürgermeisters und einiger Gemeindeämter. Der Bau ist jünger als er aussieht und befindet sich gegenüber dem Burgtheater. Im Rathauspark kann man sich bequem auf einer Bank ausruhen und die Seele ein wenig baumeln lassen. Auf dem Platz vor dem Rathaus bietet sich die Gelegenheit, an die beiden Türkenbelagerungen von 1529 und 1683 und die Verteidiger der Stadt zu denken, deren Statuen zuwischen Rathaus und Burgtheater aufgestellt sind. In der Weihnachtszeit findet auf diesem Platz auch jedes Jahr der tradi- tionelle Wiener Christkindlmarkt statt. Aufzeichnungen aus dem Jahr 1626 ergeben, dass „Hütten” am Graben  und auf der Brandstätte, also vor St. Stephan, meist am 9. Jänner abgebaut und am 16. und 17. Dez. wieder aufgestellt wurden. Hier boten Peckn, Lebzelter und Zuggerpacher” ihre Waren an.  Diese Stände fanden sich um die Weihnachtszeit im Bereich Graben - Stephansplatz bis 1761, dann wurde dieser Markt aufgelassen. Seitdem wurden immer wieder zur Weihnachtszeit verschiedene Märkte abge- halten, aber richtig etabliert hat sich der Markt erst 1842. Die Stände erhielten 1903 elektrische Beleuch- tung. Während des ersten und zweiten Weltkrieges übersiedelte der Markt an verschiedene Standorte, bis er 1975 am Rathausplatz sein "vorläufig endgültiges" Zuhause fand.    Das bekannte ÖKO-Haus von Friedensreich Hundertwasser - von den Wienern auch "Hundertwasserhaus" genannt, ist seit seiner Fertigstellung ein beliebtes Ziel der Besucher von Wien. Es befindet sich in der Löwengasse im 3. Wiener Gemeindebezirk. Die Bewohner sind über den ständigen Touristenauflauf gar nicht glücklich und wer sich das Gebäude ansieht, sollte bitte darauf Rücksicht nehmen, dass es sich um ein "ganz normales" Wohnhaus handelt. Ein weiteres Schmuckstück, welches von dem Künstler gestaltet wurde, ist das Fernheizwerk Spittelau, eine Müllverbrennungsanlage, welche nach einem Brand neu renoviert und von ihm verziert wurde. An der Südautobahn A2 findet man auch eine Raststätte, die Friedensreich Hundertwasser gestaltet hatte. Auch im Ausland findet man viele Bauten, die er gestaltet hat. Zuim Beispiel die grüne Zitadelle von Magdeburg oder sogar eine öffentliche Toilette in Kawakawa, Neuseeland. Der bekannte Wiener Prater ist ein großes Areal mit weitläufigen Wiesen  und Wäldern. Früher war dies das königliche Jagdrevier, heute bietet der grüne Prater Erholung für jedermann. Man kann spazieren gehen oder auch Rad fahren. Der am meisten besuchte Teil des Pratergeländes ist der Volksprater, auch ’Wurstelprater‘ genannt, ein Vergnügungspark aus dem 19.Jh. Bei einer Fahrt mit dem Riesenrad hat man einen tollen Blick über die Stadt aus ca. 60m Höhe.      Schloss Schönbrunn ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs und seit ca. 1860 eine der wicht- igsten Sehenswürdigkeiten Wiens. 6,7 Millionen Besucher kommen jährlich hier her. 1996 wurde das Schloss und der Park als barockes Gesamtwerk ins Verzeichnis des Welterbes der UNESCO aufgenom- men.   Am oberen Ende des weitläufigen Schlossparks findet man die Gloriette, von wo aus man einen fantastischen Blick über die Stadt genießen kann. Der Park diente ehemals als Jagdgebiet, bevor er der Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet zugänglich gemacht wurde. Gerne besucht und sehr schön modernisiert ist auch der Tiergarten Schönbrunn      Die Anlagen des Belvedére ließ Prinz Eugen von Savoyen von 1714 bis 1720 erbauen, ein Franzose in Diensten der Habsburger, der Wien bei der Türkenbelagerung unterstützte. Es besteht aus dem Wohn- schloss Unteres Belvedere und dem Repräsentations- und Festschloss Oberes Belvedere. Beide Anlagen sind sehr schön ausgestattet und beherbergen das Barockmuseum und auch aktuelle Kunstausstellungen. Wer vom unteren Belvedere den sanft ansteigenden Hügel hinauf spaziert, kann die Pracht des Barocks am oberen Belverdere bewundern. Anschließend lohnt sich auch ein Bummel im botanischen Garten, wo man viele schöne und selte- ne Pflanzen betrachten kann.      ‘Palais’ sind unbefestigte Adelssitze in einer Stadt. In ländlicher Umgebung würde man solche vielleicht als Schloss bezeichnen, wenn sie befestigt wären als Burg. In Wien gibt es sehr viele Paläste die von Familien gebaut wurden, welche aus allen Teilen der Monarchie  stammten, (z.B. Esterházy, Lobkowitz, Palffy, Auersperg, Lubomirski), aber auch aus Spanien (Hoyos), Portugal (Silva-Taroucca), Italien (Pallavicini, Collalto, Caprara, Strozzi), Deutschland (Metternich, Württemberg), Frankreich (Prinz Eugen), Rußland (Rasumofsky) und anderen Ländern Europas. Ein guter Teil des österreichischen bzw. böhmischen Adels (Dietrichstein, Liechtenstein, Schwarzenberg, Harrach, Lobkowitz usw.) konnte die wirtschaftlichen Grundlagen für seine spätere Bautätigkeit bereits nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) gewinnen, als die bis dahin führenden böhmischen Adeligen enteignet waren und ihr Besitz auf die Parteigänger des Kaisers Ferdinand II. aufgeteilt worden war. Hier nur ein paar Beispiele: Palais Albertina In dem ehemaligen Palais von Erzherzog Karl ist heute eine Sammlung von graphischen Werken untergebracht. Palais Coburg Das Palais wurde nach Schleifung der Befestigungsanlagen von Wien auf der Braunbastei errichtet und ist heute ein Luxushotel. Hermesvilla Ehemalige Villa der Kaiserin Sisi mit zahlreichen Erinnerungsstücken an die Gattin von Kaiser Franz Joseph. Palais Schwarzenberg Das heutige Luxushotel grenzt direkt an die Parkanlagen von Schloss Belvedere. Palais Trautson In diesem Gebäude befand sich früher der Sitz der ungarischen Leibgarde, heute logiert dort das Justizministerium.      Tiergarten Schönbrunn  

Die Entstehung des Tiergartens Schönbrunn geht auf Maria Theresia und ihren Gemahl Franz Stephan

von Lothringen zurück.

Der als Frühstücksraum und Salon konzipierte achteckige Pavillon im Zentrum der Anlage wurde erst 1759 fertiggestellt. Er stellt bis heute das historisches Kernstück des Tiergartens dar. Seit 1949 wird er als Restaurant genutzt. Die Anlage des Tiergartens bestand aus zwölf Gehegen mit jeweils gleich großen Tierhäusern und einem Verwaltungsgebäude mit einem vorge- lagerten Gartenteil (alles zusammen später als „Logenkreis“ bezeichnet). Dazu kam ein Teich und zwei Höfe mit weiteren Gebäuden. Das Ensemble war vom übrigen Schlossgarten und den anderen benachbarten Grund- stücken durch eine Mauer getrennt. Im Sommer 1752 wurde es nach etwa einjähriger Bauzeit erstmals mit  Tieren besetzt und den Besuchern vorgestellt. Detailinformationen über den heutigen Bestand an Tieren gibt es auf der Website des Tiergartens: Klicken Sie auf das Logo links!   In den letzten Jahren wurde der Zoo privatisiert und finanziert sich auch durch Spenden und Patenschaf- ten für die Tiere. Die alten und viel zu engen Gehege wurden durch neue ersetzt, welche eine artgerechtere Tierhaltung ermöglichen. Neuerlich erst wurde das Polarium fertiggestellt, wo man für verschiedene Arten von Pinguinen ein neues Zuhause geschaffen hat. Kürzlich bekamen die Fluss- pferde und Elefanten ein neues Badebecken. Vier Mal in Folge (2008, 2010, 2012 und 2014) wurde er als bester Zoo Europas ausgezeichnet. Die Pinguine fühlen sich auch draußen im eiskalten und glasklaren Wasser sichtlich wohl und tollen zum Gaudium des Publikums ausgelassen umher. Bei der Fütterung der bilden sich immer riesige Menschen- trauben um die Gehege. Besonders für Kinder ist dies ein Höhepunkt des Besuches im Tiergarten. Auch den Elefanten steht ein ausreichend großes Gehege zur Verfügung, das mit allerlei Möglichkeiten zum Spielen und zur Futtersuche aufwarten kann. So wird den gemütlichen Dickhäutern die Zeit nicht lang. Immer wieder kümmern sich aufmerksame Pfleger um die Tiere und besorgen zum Beispiel die Pediküre, Haut-, Fell- oder die Zahnpflege. Im Aquarien- und Terrarienhaus findet man eine sehr reichhaltige Auswahl an Echsen, Schlangen, Insek- ten und Fischen, wie zum Beispiel diesen Drachenfisch. Seit 1999 leben im Tiergarten auch vier junge Galapagos-Riesenschildkröten. Versuchen Sie doch mal im Terrarienhaus die Madagassische Riesenfauchschabe (Grompha-dorrhina portentosa) zu finden!
Römerlager Vidobona Wien Hofburg Hofburg, Michaelertrakt Schweizertor Spanische Hofreitschule Wiener Staatsoper Rathaus Wiener Christkindlmarkt Rathaus Hundertwasserhaus Prater, Riesenrad Schloss Schönbrunn Schönbrunn 'Großes Parterre' Schönbrunn, Gloriette Schloss Belvedere Palais Trautson Müllverbrennungsanlage Spittelau Tiergarten Schönbrunn, Pavillon Flamingo Seelöwe Pinguine Afrikanischer Elefant Eisbär Drachenfisch Josefsplatz Schatzkammer, Krone Kaiser Rudolfs II. Reichskrone 10. - 11.Jh. Schatzkammer, Heilige Lanze Christkindlmarkt Prater, Pferdekarusell Belvedere, Oberes Schloss Lippizaner Palais Pallavicini Palais Auersperg Palais Daun-Kinsky Palais Daun-Kinsky Schloss Schönbrunn - Neptunbrunnen
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