mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Deutschland - Dresden
Schloss und Hofkirche Frauenkirche Altar Frauenkirche Emporen Frauenkirche Aussicht von der Frauenkirche Aussicht von der Frauenkirche Aussicht von der Frauenkirche Hofkirche Schloss Fürstenzug Semperoper Gewitter über Dresden Goldener Reiter Zwinger Zwinger Yenizde Zwinger, Kronentor Martin Luther Semperoper - Innen Frauenkirche - Ruinen
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Dresden (vom sorbischen Drježdzany, abgeleitet aus dem altsorbischen Dreždany für Sumpf- oder Auwald- bewohner), ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Die Stadt zählt ca. 500.000 Einwohner und wurde bereits in der Steinzeit besiedelt. Im Jahre 1206 wurde Dresden erstmals erwähnt und entwickelte sich seitdem zur kurfürstlichen und königlichen Residenz. Unter anderem wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage an der Elbe  und seiner barocken und mediterranen  Architektur sowie der klimatisch vorteilhaften Besonderheiten wird die Stadt auch „Elbflorenz“ genannt. 1685 brannte Altendresden komplett ab. Dresden wurde anschließend über mehrere Jahrzehnte wieder aufgebaut und erst im Jahre 1732 als „Neue Königliche Stadt“ vollendet.      Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist wohl die Frauenkirche. Sie wurde im zweiten Weltkrieg, noch am 14. Februar 1945 durch Luftangriffe zerstört und blieb danach lange Zeit als Mahnmal gegen den Krieg  als Ruine stehen. Nach dem langjährigen Wiederaufbau, der aus Spendengeldern finanziert worden war, wurde die Kirche am 30. Oktober 2005 wieder geweiht. Die hohe und breite Kuppel beherrscht das Stadtbild, von der begehbaren Laterne auf der Spitze kann man einen herrlichen Ausblick über die Stadt genießen. Ungewöhnlich ist das Innere der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens: Orgel und Altar sind harmonisch übereinander angebracht und gehen optisch nahezu ineinander über. In dem achteckigen Innenraum sitzen die Kirchenbesucher auf bis zu vier Emporen mehr übereinander als nebeneinander. Die acht Gemälde in der Innenkuppel wurden ursprünglich im Jahre 1734 vom italienischen Theatermaler Giovanni Battista Grone geschaffen. Sie stellten die vier Evangelisten Lukas, Matthäus, Markus und Johannes sowie Bildnisse der christlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit dar. Von der Laterne auf der Spitze der Kuppel sieht man weit über die Stadt. Im Norden die Hofkirche und das Schloss, Richtung Süden blickt man über die Kunstakademie die Elbe flussaufwärts. Im Hintergrund des Bildes kann man das Elbsandsteingebirge erkennen. Die Stadt ist nach teils großflächigen Eingemeindungen ihrer Fläche nach hinter Berlin, Hamburg und Köln  die viertgrößte Großstadt Deutschlands, was man nach einem ersten Rundblick gar nicht vermuten würde. Der Hochwasserschutz spielt in Dresden seit jeher eine große Rolle. Die Elbe bringt bei starken Regenfällen oder im Frühjahr zur Schneeschmelze oft viel Wasser und kann vom Normalpegel - etwa zwei Meter - schnell auf 6 Meter oder mehr ansteigen. Beim Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002 wurde ein Höchststand von 9,4 Meter gemessen. Der Zwinger stand unter Wasser und auch die Semperoper sowie die Frauenkirche waren stark gefährdet. Nach der Frauenkirche wurden nun die Plätze rund um das Gotteshaus neu gestaltet. Im Bild rechts noch ein "modernes" Gebäude aus der DDR-Zeit. Unter der Erde findet man auch immer noch Reste von alten Ge- bäuden, die teilweise aus dem 12. oder 13. Jh. stammen. Leider müssen viele für Tiefgaragen und neue Häuser geopfert werden.      Der größte Kirchenbau von Sachsen wurde 1737 - 1755 von Gaetano Chiaveri in barockem Stil errichtet. Seit 1980 ist die katholische Hofkirche die Kathedrale des Bistums Dresden / Meißen. Zu den Kostbarkeiten der Innenraum-Ausstattung gehört die geschnitzte Rokko- kokanzel von Permoser, sowie ein Altarbild von Mengs. Auch die Silbermann- Orgel ist nicht nur optisch ein Erlebnis. Später wurde sie dann durch eine Brücke mit dem Schloss verbunden. Während der Bombardierung im zweiten Weltkrieg wurde die Hofkirche schwer zerstört, von 1945-1968 aber wieder aufgebaut.       Das Dresdner Schloss war das Residenzschloss der sächsischen Kurfürsten (1547-1806) und Könige (1806-1918). Es ist eines der ältesten Bauwerke Dresdens und wurde bereits 1289 urkundlich  erwähnt. Mit einer Gesamthöhe von 100,27 m ist der Hausmannsturm eines von Dresdens markantesten Bauwer- ken. Über 221 Stufen kann man bis zu der Aussichtsplattform in 38,6 Meter Höhe hinaufsteigen, von der man einen schönen Blick über Dresden hat. Im Bild sieht man die Verbindungsbrücke zur Hofkirche.       Der Fürstenzug in Dresden ist ein überlebensgroßes Bild eines Reiter- zuges, der auf ca. 24.000 Fliesen aus Porzellan aufgetragen wurde und welches als das größte Porzellanbild der Welt gilt. Es stellt die tausend- jährige Geschichte des Fürstenhauses Wettin dar und befindet sich an der äußeren Nordwand des Stallhofes. Das Bild ist 102m lang, 9,2m hoch  und hat eine Fläche von 957m².      Die "sächsische Staatsoper Dresden" ist wohl eher als Semperoper bekannt. 1838 bis 1841 von dem Bau- meister Gottfried Semper errichtet, fiel das Gebäude bereits 1869 einem Brand zum Opfer. Bald wurde von Gottfried Semper ein zweites Gebäude entworfen, das unter Leitung seines Sohnes Manfred Semper von 1871 bis 1878 am Theaterplatz erbaut wurde.   Nach der Zerstörung des Theaters im 2. Weltkrieg wurde es 1977 - 1985 wieder aufgebaut und eröffnete am 13. Februar 1985 mit Carl Maria von Weber's Oper "Der Freischütz". Das extreme Hochwasser der Elbe im August 2002 fügte dem Opernhaus einen Schaden von ungefähr 27 Millionen Euro zu. Ich konnte hier eine sehr schöne Aufführung der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner genießen.   Als Goldener Reiter wird ein Reiterstandbild des sächsischen Kurfürsten August des Starken bezeichnet, welches seit 1736 auf dem Neustädter Markt steht. Es ist mit Blattgold vergoldet und zeigt August in römischer Rüstung in Richtung des polnischen Königreichs reitend. Das Denkmal wurde während des Weltkriegs abgebaut, ausgelagert und erst im Jahre 1956 wieder aufgestellt.      Der barocke Zwinger wurde zwischen 1711-1728 nach den Plänen von Matthäus Pöppelmann und Balthasar Permoser auf den Resten einer alten Bastion zwischen der Semperoper und dem Postplatz errichtet und war zunächst zur Elbe hin offen. Erst 1854 wurde die offene Elbseite von Gottfried Semper mit der "Gemäldegalerie" fertig gestellt. Betritt man den Zwinger vom Kronentor her, so sieht man an linker Hand den Wallpavillon oder Französi- schen Pavillon. Dieser gilt als baulicher Höhepunkt des Zwingers. Zu den reich verzierten Arkaden führt eine geschwungene Freitreppe. Gekrönt wird der Giebelaufbau von einem Herkules, der eine Weltkugel trägt. Über diese Treppe gelangt man auch zum Nymphenbad. Der in aller Welt bekannte und wohl der am mei- sten fotografierte Teil des Zwingers ist das Kronentor. Dem Wallpavillon gegenüber befindet sich der ehemalige Stadt- und heutige Glockenspiel-Pavillon. Seine Besonderheit ist die Uhr mit Glockenspiel aus Meißener Porzellan. Als ständige Ausstellungen finden sich hier der Mathematisch-Physikalische Salon, eine Porzellansammlung und eine Galerie mit Gemälden alter Meister.       Das ehemalige Fabrikgebäude der Zigarettenfabrik Yenidze gehört zu den architektonischen Sehenswürdig- keiten der Stadt Dresden. Es wurde 1908-1909 gebaut, ist ähnlich einer Moschee gestaltet und wird heute als Bürogebäude genutzt. "Yenidze" ist der alte Name der griechischen Kleinstadt "Giannitsa", ca. 60 km  nordwestlich von Thessaloniki, welche damals noch unter osmanisch-türkischer Verwaltung stand. Der Unternehmer Hugo Zietz bezog den Tabak aus diesem Gebiet und wollte seine Fabrik auch als einprägsames Werbemonument gestalten. In der Kuppel unterhalb des Schriftzuges mit dem Namen befindet sich der höchste Biergarten Dresdens. Die "Minarette" sind eigentlich getarnte Schornsteine. Der Bau wird auch als "Tabakmoschee" bezeichnet.
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