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© Manfred Bittner 2011
Finnland
Anfang Juni 2011 wurde ich eingeladen, eine Schulung bei unserer Vertretung in
Helsinki durchzuführen. Es war mein erster Besuch in diesem Land und ich war sehr
gespannt, was mich erwartete. In dieser Jahreszeit wird es in Helsinki nachts nur für
kurze Zeit dunkel, aber auch nicht völlig finster. Es ist dann fast 19 Stunden Tag und
nur ca. 5 Stunden "Nacht". So soll schon so mancher Probleme beim Einschlafen
gehabt haben. Mich hat das allerdings nicht gestört.
Helsinki, die Hauptstadt Finnlands, liegt im Süden des Landes an der Küste des
Finnischen Meerbusens gegenüber der estnischen Hauptstadt Tallinn.
Zusammen mit den Städten Espoo, Vantaa und Kauniainen leben hier etwa eine
Million Menschen, das sind ca. 19% der gesamten Bevölkerung. Mit 357.000km² ist
Finnland nicht wesentlich größer als Deutschland. Vom innerstädtischen Südhafen hat
man einen guten Blick auf das Rathaus und den Dom.
Der Dom von Helsinki ist eine evangelische Kirche und die Kathedrale des
lutherischen Bistums Helsinki. Er wurde in den Jahren 1830-1852 errichtet. Der
Architekt Carl Ludwig Engel orientierte sich stark an der Isaakskathedrale von St.
Petersburg.
Das Innere der Kirche ist sehr schlicht und ganz in Weiß gehalten. Von dem schönen
und weitläufigen Senatsplatz hat man einen guten Blick auf das Wahrzeichen
Helsinkis.
Ebenso beeindruckend ist die weithin sichtbare russisch-orthodoxe Uspenski-
Kathedrale. Sie gilt als größte orthodoxe Kirche in Westeuropa.
Die 13 Kuppeln haben vergoldete Spitzen, im Inneren stützen vier massive
Granitsäulen die Hauptkuppel.
Das Nationaltheater Finnlands ist das älteste Theater mit Aufführungen in finnischer
Sprache. Es befindet sich im Zentrum der Stadt, nördlich des Hauptbahnhofs.
Ungefähr 30% des Stadtgebietes von Helsinki bestehen aus Wäldern oder Parks.
Sehr bekannt sind der Park Kaivopuisto oder Kaisaniemi.
Auf dem nebenstehenden Foto der Esplanade-Park, hier trifft man sich, um zu sehen
und gesehen zu werden. Zahlreiche Lokale sorgen für das leibliche Wohl der
Erholungssuchenden.
Helsinki gilt als Hochburg des Klassizismus. Doch auch Jugendstil-Elemente vom
Anfang des 20.Jh. prägen das Stadtbild.
Bei den moderneren Gebäuden sind mehrere Beispiele des Funktionalismus zu
finden.
Rund um den zentralen Senatsplatz findet sich ein einzigartiges klassizistisches
Ensemble mit dem Dom, dem alten Senatsgebäude und der Universität.
Auch der eher unauffällige Präsidentenpalast und die Universitätsbibliothek wurden
in diesem Stil errichtet.
Das Gebäude der Handelsbank hier erinnert mit seinem Stil irgendwie an Venedig.
Spaziert man nördlich der Uspenski-Kathedrale ein Stück auf der Insel nach Osten,
hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und die kleinen Boote, die hier
liegen. Weiter im Hintergrund, auf dem Bild nicht zu sehen, befinden sich dann der
Containerhafen und Industrieanlagen.
Dieser riesige Propeller und der mächtige Anker samt Kette zieren
das Äußere einer Gaststätte and er Kanalkajen-Straße. Ein wenig
weiter Richtung Osten findet man das Katajanokan Kasino und noch
ein Stück weiter liegen im Sommer die großen Eisbrecher vor Anker
und warten auf ihren nächsten Einsatz.
Im Süden der kleinen Insel Katajanokka legen die großen Fähren an, welche
zwischen Helsinki und Tallinn, der Hauptstadt von Estland verkehren. Der Zugang ist
hier nur mit gültigem Reisepass und Visum möglich. Aber vom Südhafen in der Stadt
hat man einen guten Blick auf die Schiffe.
Die Architektur des Hotels Scandic Grand Marina erinnert eher an ein Lagerhaus am
Hafen.
Vom Südhafen gehen auch kleine Fährboote zu der "Schwedenburg", die sich über
einige Inseln vor dem Hafen von Helsinki erstreckt.
Suomenlinna steht auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Wegen der Größe der
Anlagen und aus Zeitgründen habe ich diese Festung aus dem 18.Jh. nicht besucht,
so gibt es hier nur eine Abbildung aus dem Internet.
Bilder zum Vergrößern bitte anklicken