Nach oben © Manfred Bittner 2011 Malta Bilder zum Vergrößern bitte anklicken La Gomera, San Sebastian La Gomera, San Sebastian Der Sommer 2000 war ziemlich feucht und kühl hier auf der Schwäbischen Alb, so entschloss ich mich, wenigstens für 14 Tage irgendwohin in die Sonne zu fliegen. Malta bot sich als preiswerte Alternative zu den beliebten Zielen wie Griechenland oder Spanien an. Mein Hotel befand sich in Sliema, an der Balluta Bay und das Bild zeigt den Blick über die Bucht  auf die Kirche. Um nach Valetta - der Haupstadt Maltas - zu gelangen, konnte ich entweder den Bus nehmen oder nach einem kleinen Spaziergang mit der Fähre die Bucht zwischen Sliema und Valetta überqueren. Der Bus muss die Bucht umfahren und braucht mit all den Stationen etwas länger. Bereits vom gegenüberliegenden Ufer hat man schon einen schönen Blick auf die Stadt.   Die Stadt wurde von den Rittern der Kreuzfahrer gegründet und war dementsprechend wehrhaft  gebaut. Die dicken Festungsmauern zeugen heute noch von einer bewegten Vergangenheit. Im Inneren der Mauern gibt es auch Kasematten, die man besichtigen kann. Den herrlichen Blick von den Mauern in die Umgebung sollte man sich aber nicht entgehen lassen.    Malta hat ca 418.000 Einwohner, davon leben ca. 6300 in Valetta. 98% der  Bevölkerung gehören dem römisch- katholischen Glauben an.  Auch wenn Malta allein für einen Strandurlaub zu schade ist, so findet man hier natürlich ebenso den "Beachfun". Auch Taucher, Segler, Radler und Golfer kommen hier auf ihre Kosten. Im Bild die Hauptstrasse von Valetta mit vielen Geschäften.   Die alte Hauptstadt Maltas Mdina gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Inseln. Auf einem 190 m hohen Hügel im südwestlichen Landesinnern erbaut, bietet sie einen fantastischen  Rundblick über die gesamte Insel bis zu den Küstenstreifen. Ihr unverwechselbares Gesicht mit den von einem tiefen Stadtgraben umgebenen wuchtigen Festungsmauern erhielt Mdina von den Römern und Arabern. In Mdina haben Fußgänger Priorität, und nur die Fahrzeuge der wenigen Bewohner dürfen in die Stadt hinein. Zahlreiche Barockbauten und weitere historische Gebäude, die bis ins frühe 14. Jh.  zurückgehen, und eine Grotte, in welcher der Apostel Paulus während seines dreimonatigen Aufenthaltes auf Malta gepredigt haben soll, sind eine Besichtigung wert. Das Stadttor von Mdina ist über eine Steinbrücke zu erreichen, welche über den tiefen Stadtgraben führt. Die kleinen Gäßchen mit ihren zahlreichen mittelalterlichen Häusern vermitteln eine Atmosphäre, die den Besucher in die Vergangenheit versetzt. Gleich rechts neben dem Tor befindet sich der Eingang zu den "Mdina Dungeons", welche einen Einblick in die Zeit geben, als Folter noch oft zur "Wahrheitsfindung" angewandt wurde. Wer Malta bereist, der sollte sich vorher etwas mit der Geschichte vertraut  machen, die bereits 3500 bis 2700 v.Chr. beginnt. Die ersten Spuren der  Besiedlung datieren Forscher auf vor etwa 7000 Jahren. An der Südwest-  küste liegt die prähistorische Tempelanlage Hagar Qim und Mnajdra, als  Überreste dieser Zeit. Die Anlagen sind mit dem Bus von Valetta aus leicht zu  erreichen. Das 20m hohe Felsentor "Azure Window" findet man  auf der Nachbarinsel Gozo, welche man mit einer der Fähren erreicht. Die Insel umfasst ca. ein Drittel der Größe Maltas. Gozo - im Altertum Agyga genannt - wird auch als die ‘Insel der Nymphe Calypso‘ bezeichnet und ist deutlich geringer besiedelt, grüner, ruhiger - ganz einfach anders als der große Nachbar. Gozo strahlt noch eine ganz besondere Ruhe und Beschaulichkeit aus und ist die optimale Insel für jeden Wassersportbegeisterten. Schwimmen, Baden und Tauchen können Sie von den verschiedensten Sand- oder Felsstränden. Einer der wichtigsten Anziehungspunkte ist die weit über 5000 Jahre alte Tempelanlage Ggantija. Nicht weit von den prähistorischen Tempeln von Hagar Qim entfernt, liegt an der südlichen Küste unten am Meer der kleine Ort Wied-iz-Zurrieq. Von dort aus kann man mit einem der bunt  bemalten Boote in natürliche Felshöhlen hineinfahren, um z.B. die Schönheit der Blauen Grotte  mit dem azurblauen Wasser zu bewundern. Hervorgerufen werden diese Reflexe durch Blaualgen, Korallen und Mineralien im Kalkstein. In der "Anchor Bay" in der Näher der Mellieha Bay findet man eine malerische Kulissenstadt, wie sie für das Musical ‘Popeye1980 aufgebaut worden war. Das Holz für die Bauten wurde von Holland und Canada herbeigeschafft, 8 Tonnen Nägel verarbeitet und 2000 Gallonen Farbe (= ca. 9000 Liter). 165 Arbeiter nagelten das Dorf in nur sieben Monaten zusammen. Heute ist Popeye Village eine Touristenattraktion mit Souvenirläden, Snackbars und Restaurants   Wichtigstes Merkmal der maltesischen Architektur sind Kuppelkirchen. Das wohl bemerkens- werteste Beispiel ist die Kirche von Mosta. Am 9. April 1942 durchschlug eine deutsche Fliegerbombe das Dach ohne zu explodieren. Niemand der gerade Anwesenden wurde verletzt. Die Bombe kann noch heute vor Ort besichtigt werden. Ihre Kuppel, welche aus maltesischem Kalkstein und fast ohne Zement   errichtet worden ist, zählt nicht nur zu den schönsten Bauwerken Maltas,  sondern ist auch noch die viertgrößte Kuppel Europas. Dass sie noch  heute zu besichtigen ist, zählt bei den Maltesern als Wunder.   Preiswertestes Verkehrsmittel für alle, die nicht so gerne auf der "falschen" Straßenseite fahren, sind immer noch die Busse. Alle Buslinien beginnen in Valettas Ortsteil Floriana am Tritonenbrunnen. Um den Platz herum stehen kleine Imbissbuden und Verkaufsstände, wo man neben Obst, Gemüse und Getränken auch hervorragendes Gebäck einkaufen kann. Dort gibt es für wenig Geld  leckere Snacks wie Pastizzi und schmackhafte Kuchen Valetta Balluta Bay Valetta Valetta, Hauptstrasse Festungsmauern Mdina Stadttor von Mdina Hagar Qim Azure Window Ggantija Blaue Grotte Popeye Village Mosta, Dom Mosta, Domkuppel No Time To Die Gozo, Mgarr City Anmerkung: Leider habe ich meine Originalfotos nicht mehr, so sind nicht alle Bilder von der gleichen Qualität. Mosta, Dom, Innenansicht Ggantija