mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Malta
Der Sommer 2000 war ziemlich feucht und kühl hier auf der Schwäbischen Alb, so entschloss ich mich, we- nigstens für 14 Tage irgendwohin in die Sonne zu fliegen. Malta bot sich als preiswerte Alternative zu den beliebten Zielen wie Griechenland oder Spanien an. Mein Hotel befand sich in Sliema, an der Balluta Bay und das Bild zeigt den Blick über die Bucht auf die Kirche. Um nach Valletta - der Haupstadt Maltas - zu gelangen, konnte ich entwe- der den Bus nehmen oder nach einem kleinen Spaziergang mit der Fähre  die Bucht zwischen Sliema und Valetta überqueren. Der Bus muss die Bucht umfahren und braucht mit all den Stationen etwas länger. Bereits vom gegenüberliegenden Ufer hat man schon einen schönen Blick auf die Stadt.   Die Stadt wurde von den Rittern der Kreuzfahrer gegründet und war dementsprechend wehrhaft gebaut. Die dicken Festungsmauern zeugen heute noch von einer bewegten Vergangenheit. Im Inneren der Mauern gibt es auch Kasematten, die man besichtigen kann. Den herrlichen Blick von den Mauern in die Umgebung sollte man sich aber nicht entgehen lassen.    Malta hat ca. 433.000 Einwohner, davon leben ca. 5.700 in Valletta. -Etwa 89% der Bevölkerung gehören dem römisch- katholischen Glauben an. Auch wenn Malta allein für einen Strandurlaub zu schade ist, so findet man hier natürlich ebenso den "Beachfun". Auch Taucher, Segler, Radler und Golfer kommen hier auf ihre Kosten. Im Bild die Haupt- strasse von Valetta mit vielen Geschäften.        Die alte Hauptstadt Maltas Mdina gehört zu den schönsten Sehenswür- digkeiten der Inseln. Auf einem 190 m hohen Hügel im südwestlichen Landesinnern erbaut, bietet sie einen fantastischen Rundblick über die gesamte Insel bis zu den Küstenstreifen. Ihr unverwechselbares Gesicht mit den von einem tiefen Stadtgraben umgebenen wuchtigen Festungs- mauern erhielt Mdina von den Römern und Arabern. In Mdina haben Fußgänger Priorität, und nur die Fahrzeuge der wenigen Bewohner dürfen in die Stadt hinein. Zahlreiche Barockbauten und weitere historische Gebäude, die bis ins frühe 14. Jh. zurückgehen, und eine Grotte, in welcher der Apostel Paulus während seines dreimonatigen Aufenthaltes auf Malta gepredigt haben soll, sind eine Besichtigung wert. Das Stadttor von Mdina ist über eine Steinbrücke zu erreichen, welche über den tiefen Stadtgraben führt. Die kleinen Gässchen mit ihren zahlreichen mittelalterlichen Häusern vermitteln eine Atmosphäre, die den Besucher in die Vergangenheit versetzt. Gleich rechts neben dem Tor befindet sich der Eingang zu den "Mdina Dungeons", welche einen Einblick in die Zeit geben, als Folter noch oft zur "Wahrheitsfindung" angewandt wurde.      Wer Malta bereist, sollte sich vorher mit der Geschichte vertraut machen, die bereits 3500 bis 2700 v.Chr. beginnt. Die ersten Spuren der Besiedlung datieren Forscher auf vor etwa 7000 Jahren. An der Südwestküste liegen die prähistorischen Tempelanlagen Hagar Qim und Mnajdra, als Über- reste dieser Zeit. Die Anlagen sind mit dem Bus von Valetta aus leicht zu erreichen.      Das 20m hohe Felsentor "Azure Window" findet man  auf der Nachbarinsel Gozo, welche man mit einer der Fähren erreicht. Anfang März 2017 ist das Wahrzeichen  bei heftigen Stürmen endgültig eingestürzt, das Foto rechts hat somit historische Bedeutung. Die Insel umfasst ca. ein Drittel der Größe Maltas. Gozo - im Altertum Agyga genannt - wird auch als die ‘Insel der Nymphe Calypso‘ bezeichnet und ist deutlich geringer besiedelt, grüner, ruhiger - ganz einfach anders als der große Nachbar. Gozo strahlt noch eine ganz besondere Ruhe und Beschaulichkeit aus und ist die optimale Insel für jeden Wassersportbegeisterten. Tauchen, Baden und Schwimmen können Sie von den verschiedensten Sand- oder Felsstränden. Für mich war der Felsenstrand ideal. Einer der wichtigsten Anziehungspunkte ist die weit über 5000 Jahre alte Tem- pelanlage Ggantija.      Nicht weit von den prähistorischen Tempeln von Hagar Qim entfernt, liegt an der südlichen Küste unten am Meer der kleine Ort Wied-iz-Zurrieq. Von dort aus kann man mit einem der bunt bemalten Boote in natürli- che Felshöhlen hineinfahren, um die Schönheit der Blauen Grotte mit dem azurblauen Wasser zu bewun- dern. Hervorgerufen werden diese Reflexe durch Blaualgen, Korallen und Mineralien im Kalkstein. In der "Anchor Bay" in der Näher der Mellieha Bay findet man eine malerische Kulissenstadt, wie sie für das Musical ‘Popeye’ im Jahr 1980 aufgebaut worden war. Das Holz wurde von Holland und Kanada herbeigeschafft, 8 Tonnen Nägel verarbeitet und 2000 Gallonen Farbe (= ca. 9000 Liter). 165 Arbeiter nagelten das Dorf in nur sieben Monaten zusammen. Heute ist Popeye Village eine beliebte Touristenattraktion mit Souvenirläden, Snackbars und Restaurants   Wichtigstes Merkmal der maltesischen Architektur sind Kuppelkirchen. Das wohl bemerkenswerteste Beispiel ist die Kirche von Mosta. Am 9. April 1942 durchschlug eine deutsche Fliegerbombe das Dach ohne zu explodieren. Niemand der gerade Anwesenden wurde verletzt. Die Bombe kann noch heute vor Ort besichtigt werden. Ihre Kuppel, welche aus maltesischem Kalkstein und fast ohne Zement errich- tet worden ist, zählt nicht nur zu den schönsten Bauwerken Maltas, sondern ist auch noch die viertgrößte Kuppel Europas. Dass sie noch heute zu besichtigen ist, zählt bei den Maltesern als Wunder. Preiswertestes Verkehrsmittel für alle, die nicht so gerne auf der "falschen" Straßenseite fahren, sind immer noch die Busse. Alle Buslinien beginnen in Valettas Ortsteil Floriana am Tritonenbrunnen. Um den Platz herum stehen kleine Imbissbuden und Verkaufsstände, wo man neben Obst, Gemüse und Getränken auch hervorragendes Gebäck einkaufen kann. Dort gibt es für wenig Geld leckere Snacks wie Pastizzi und schmackhafte Kuchen
Valetta Balluta Bay Valetta Valetta, Hauptstrasse Festungsmauern Mdina Stadttor von Mdina Hagar Qim Azure Window Ggantija Blaue Grotte Popeye Village Mosta, Dom Mosta, Domkuppel No Time To Die Gozo, Mgarr City
Anmerkung: Leider habe ich meine Originalfotos nicht mehr, so sind nicht alle Bilder von der gleichen Qualität.
Mosta, Dom, Innenansicht Ggantija Hagar Qim Mdina, Kathedrale Mdina, Kathedrale, Kuppel Mdina, schönes Tor
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