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© Manfred Bittner 2012
Moskau
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Anlässlich einer Produktschulung war ich Ende Oktober 2008 zu Besuch bei unseren Kollegen in der
Hauptstadt Russlands. Moskau ist mit rund 10,4 Mio Einwohnern auf einer Fläche von 1081 km² die
größte Stadt Europas. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und Sitz der
Russisch-Orthodoxen Kirche. Der Patriarch residiert im Danilow-Kloster. Im Stadtgebiet gibt es über
600 Kirchen.
Zahlreiche Legenden, Lieder und Sagen besingen die Schönheit und Größe der Stadt. Eine
der Sagen beschreibt die Gründung der Stadt durch den Fürst Juri Dolgoruki (1090-1157),
welcher hier eine hölzerne Stadt errichten ließ. Urkundlich erwähnt wurde Moskau dann 1147.
Ausgrabungen zeigten, dass hier bereits vor ungefähr 5000 Jahren menschliche Nieder-
lassungen entstanden waren.
Moskau befindet sich im europäischen Teil Russlands, im Schnitt ca. 156m über dem Meer zwischen
Oka und Wolga am Fluss Moskwa. Diese ist ein Nebenfluss der Oka, welche wiederum in die Wolga
mündet. Ungefähr 120 kleine Flüsse münden im Stadtgebiet in die Moskwa. Mit Ausnahme von 14
wurden alle in unterirdische Rohrsysteme verlegt.
Der Autoverkehr wird durch Straßenringe in der Innenstadt und zwei Autobahnringe am Rande der
Stadt verteilt. Man plant weitere Entlastungs- und Ringstraßen, da das Straßennetz überlastet ist. Oft
kommt es auf den Autobahnringen und den Ausfallstraßen zu langen Staus. Auf den breiteren Straßen
braust man dann auch mal mit über 80 km/h durch die Stadt.
Zentrum der Stadt ist der Rote Platz, welcher an den Kreml grenzt. Hier befindet sich auch das be-
kannte Lenin-Mausoleum. Daneben befinden sich einige Gräber und Urnen mit der Asche berühmter
Personen wie z.B. Josef Stalin oder Juri Gagarin sind in der Kremlmauer eingelassen.
Der Name des Platzes kommt vom russischen 'krasnaja ploschtschad', was eigentlich 'schöner Platz'
bedeutete. Das Wort 'krasnaja' wird heute eher für 'rot' verwendet. Am Nordende des Platzes befindet
sich das Historische Museum, das Auferstehungs-Tor (Kitai Gorod-Tor) sowie die Kasaner Kathe-
drale.
Das Museum ist nachts wie viele andere Gebäude sehr schön beleuchtet und ist das bekannteste
historische Gebäude in Moskau. Es wurde Ende des 19.Jh. errichtet und gilt heute als das größte
Museum der Geschichte Russlands.
Die Kasaner Kathedrale befindet sich am nördlichen Eingang zum Roten
Platz. Die erste Kirche stand hier schon um ca.1620, brannte jedoch bereits
15 Jahre später ab. Daraufhin wurde eine neue Kirche aus Stein gebaut und
1636 eingeweiht. Im Jahre 1920 erst renoviert, musste sie 1936 einem pro-
visorischen Bau für die 'Kommunistische Internationale' weichen. Die heu-
tige Kirche ist ein Wiederaufbau aus dem Jahre 1993.
Ähnlich erging es dem Auferstehungs-Tor oder Kitai-Gorod-Tor, welches 1680 erbaut worden war. Da
es die Durchfahrt für größere Militärfahrzeuge behinderte, wurde es im Jahre 1931 'beseitigt'. Erst
1995-1996 wurde eine weitgehend originalgetreue Kopie des Tores wieder aufgebaut. Ein im Boden
vor dem Tor eingelassener Messingstern markiert den Anfang der auf Moskau bezogenen Entfernungs-
tabellen Russlands.
Gegenüber des Kreml auf dem Roten Platz befindet sich das Warenhaus GUM, welches ebenfalls
Ende des 19.Jh. errichtet wurde. Der Name ist die Abkürzung für 'Glawny Uniwersalni Magasin'. Es
ist heute ein edles Einkaufszentrum in der Stadt.
Mit tausenden Glühlampen wunderschön beleuchtet, bildet
das lange Gebäude auch nachts einen sehr schönen Anblick.
Der 250m lange und 88m breite Innenraum des Gebäudes
beherbergt auf drei Etagen rund 200 Ladenlokale. Insgesamt
beträgt die Verkaufsfläche des GUM etwa 35000m² auf einer
Gesamtfläche von 75000m². Aufgrund der zentralen Lage des
Hauses und der daraus resultierenden hohen Mieten für die
Lokale richtet sich das Angebot der Geschäfte heute vorwie-
gend an die zahlungskräftigen Kunden. Vornehme Bouti-
quen und Fachgeschäfte für teure Markenkleidung, Schuhe und Juwelierläden dominieren in
diesem noblen Einkaufszentrum. Marken wie Adidas, Hugo Boss, Eros Veneziano, Emporio
Armani oder Lacoste, Benetton usw. braucht man hier nicht lange zu suchen.
Der Moskauer Kreml ist das historische und geografische Zentrum der russischen Hauptstadt. Die
gegenwärtigen Mauern und Türme des gut erhaltenen Kremls wurden in den Jahren 1485-1495 erbaut.
Der Kreml diente vor der Verlegung der Hauptstadt nach Sankt Petersburg als Residenz der russi-
schen Zaren und ist heute die Residenz des russischen Präsidenten.
Entlang der Mauern befinden sich 19 Türme. Der bekannteste ist der 71m hohe Spasski-Turm, hier im
Bild rechts. Der höchste Turm (81m) ist der Glockenturm Iwan der Große innerhalb des Kreml.
Die südliche Begrenzung des Moskauer Kreml bildet der Fluss Moskwa. Von hier hat man auch einen
schönen Blick auf die vielen Türme der Kirchen und auf das riesige Regierungsgebäude. Weithin
sichtbar und alle anderen Türme überragend der Turm Iwan der Große.
Im Kutaf'ja-Turm an der Nordwest-Seite des Kreml befindet sich der Eingang für die Besucher. Da-
neben gibt es zwei Kiosks, wo man Eintrittskarten kaufen kann. Die kostete 300,- Rubel (ca. 8,70 €).
Die Besichtigung der Rüstkammer und der Diamanten-Ausstellung kostete extra. Da aber viele Rei-
sebüros schon für Monate im Voraus alle Tickets aufgekauft hatten, konnte ich diese nicht besuchen.
Durch den Alexander-Garten kommt man auch zum Grabmal des unbekannten Soldaten, wo den
sowjetischen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gedacht wird. Seit 1997 gibt es hier eine Ehren-
wache, die jede Stunde gewechselt wird. Es ist Tradition frisch verheirateter Paare, am Grabmal einen
Blumenstrauß nieder zu legen und der Ahnen zu gedenken.
Der Alexandergarten wurde in den Jahren 1819-1823 nach Entwürfen des russisch-italie-
nischen Architekten Joseph Bové angelegt, nachdem das Bett des bis dahin entlang der Kreml-
mauer fließenden Moskwa-Nebenflusses Neglinnaja aus Gründen der Hygiene und des Hoch-
wasserschutzes in einen unterirdischen Kanal umgeleitet worden war.
Die 1489 errichtete Mariä-Verkündigungs-Kathedrale ist eine der insgesamt sieben Kirchenbauten
innerhalb des Kreml. Sie war bis zur Oktoberrevolution 1917 die Hauskirche der russischen Zaren.
Im Inneren der Kirche sind bis heute Teile der Wandmalereien aus dem Jahre 1508 erhalten. Die
Ikonostase enthält Ikonen aus dem Jahre 1405. Leider war das Fotografieren in der Kirche nicht
gestattet.
Die Uspenski-Kathedrale - oder Mariä-Entschlafens-Kathedrale ist die größte Kirche im Kreml und die
historisch bedeutendste in Moskau. Hier wurden von 1547-1896 die Zaren gekrönt. Die Patriarchen
und Metropoliten der russisch-orthodoxen Kirche sind dort beigesetzt. Der Renaissancebau wurde
1475-1479 erbaut und wurde von den Truppen Napoleons als Pferdestall benutzt.
Der Glockenturm Iwan der Große ist der höchste Turm des Moskauer Kreml mit einer Gesamthöhe
von 81m. Er wurde für die Erzengel-Michael-Kathedrale, die Uspenski-Kathedrale und die Mariä-
Verkündigungs-Kathedrale gebaut, die keine eigenen Glockentürme haben. Außerdem wird ihm
nachgesagt, ziemlich präzise im geographischen Zentrum von Moskau zu liegen. Er steht seit 1505 an
der Stelle eines alten Glockenturms, der 1329 errichtet worden war. Bis zur Errichtung der Christ-
Erlöser-Kathedrale war er das höchste Bauwerk Moskaus und es war verboten, höhere Gebäude als
ihn zu bauen. Gleich daneben befindet sich der Uspenski-Glockenturm, welcher die größte aller
Kreml-Glocken (die Große Uspenski-Glocke) enthält. Besonders schön sind die Türme und Kreuze
der Werchospasski-Kathedrale wenn sie im Sonnenlicht leuchten.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die sogenannte Zarenglocke. Die 1730 gegossene Glocke hat eine
Höhe von 5,87m, misst im größten Durchmesser 6,60m und wiegt 190.000 kg. Damit ist sie auch die
schwerste Glocke der Welt.
Ein ca. 11.000 kg schweres Stück der Glocke ist herausgebrochen.
Bezüglich der Geschichte und der Beschädigung gibt es verschiedene
Quellen. Zum einen sei sie beim Aufziehen in den Turm abgestürzt und
zersprungen. Eine andere Quelle berichtet, dass die Glocke - wegen ihres
Gewichtes und der statischen Probleme nie geläutet worden sei und
bei einem Brand zerbrochen und abgestürzt sei. Mir wurde erzählt, sie
hätte das Gusshaus nie verlassen und sei während eines Feuers durch
das Löschwasser zu rasch abgekühlt und zersprungen.
Die Zarenkanone ist wegen ihrer gewaltigen Ausmaße ein Denkmal der Artillerie- und Gusstechnik des
frühneuzeitlichen Russland. Sie wurde vermutlich nie abgefeuert und sollte auf dem Roten Platz der
Verteidigung des Kreml dienen. Die gusseiserne Lafette und Kugeln (jede 1,97 Tonnen schwer) wur-
den später als reine Dekoration hergestellt.
Der große Kreml-Palast ist das Hauptgebäude der Anlage und enthält viele Prunksäle, Suiten und
Privatquartiere, Hallen und Salons für Empfänge und andere repräsentative Zwecke. Diese sind für
Besucher nicht zugänglich. Von meinen Kollegen hatte ich ein Buch über Moskau bekommen, wo viele
Bilder dieser Räume zu sehen sind.
Die Basilius-Kathedrale am Südende des Roten Platzes ist eines der Wahrzeichen Moskaus. Ihr
richtiger Name ist 'Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben', doch den kennt kaum jemand.
1552 zu Ehren des Sieges über die Tartaren wurde die erste Kirche hier errichtet. Drei Jahre später ließ
Zar Iwan IV. (Iwan der Schreckliche) an der Stelle die Kathedrale errichten. Die Kirche war ursprüng-
lich weiß und die Kuppeln waren mit Blattgold beschichtet. Im Zuge von zahlreichen Restaurierungen
und Erweiterungen im 16. und 17.Jh. änderte sich das Aussehen.
Die Kathedrale besteht eigentlich aus neun einzelnen Kirchen. Im Zentrum befindet sich die eigent-
liche Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche, gekrönt durch die goldene Kuppel. An den acht Ecken, durch
farbige Kuppeln gekrönt, befinden sich dann die:
Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit
Kirche des Heiligen Nikolaus des Wundertäters
Kirche des Einzugs in Jerusalem
Kirche der Heiligen Cyprian und Justina
Kirche der Drei Patriarchen von Konstantinopel
Kirche Alexander Swirskis
Kirche Warlaam Chutynskis
Kirche Gregors des Erleuchters
Für den Eintritt als Tourist darf man vor der Kirche ein Ticket kaufen - kostete 100,- RBL. Wenn man
dann auch noch im Inneren Fotos machen wollte, durfte man noch für weitere 130,- RBL ein zweites
Ticket kaufen. Das hatte ich auch getan und konnte einige schöne Aufnahmen von den herrlichen
Malereien und Ikonostasen machen.
Die Kathedrale hat den Status eines Museums und ist formal eine Filiale des historischen Museums
am Nordende des Roten Platzes. Die letzte Renovierung wurde 2006 abgeschlossen, so präsentierte
sich die Kathedrale in ihrer ganzen Pracht.
Auch nachts ist die schön beleuchtete Kirche ein beliebtes Fotomotiv. Dabei ist sie gar nicht so einfach
ins Bild zu bekommen, da die Straßenlaternen und Scheinwerfer, welche den Spasski-Turm des Kreml
beleuchten, sind immer im Weg. Es empfiehlt sich auch ein Stativ zu verwenden, damit die Aufnahme
nicht verwackelt.
Die Christ-Erlöser-Kathedrale am Ufer der Moskwa gilt als das zentrale Gotteshaus der Russisch-
Orthodoxen Kirche. Mit 103m Höhe ist sie auch der höchste orthodoxe Sakralbau weltweit. Anlass für
den Bau war der Sieg Russlands über Napoleon Bonaparte im sogenannten Vaterländischen Krieg
von 1812. Die ersten Pläne für eine Kirche sahen ein riesiges Gebäude von fast 250m Höhe vor,
welches auf den 70m hohen Sperlingsbergen von überall her zu sehen sein sollte. Das scheiterte
jedoch am zu weichen Baugrund. Erst 1832 gab es neue Pläne für eine Kirche am Ufer der Moskwa.
Dazu musste erst ein Frauenkloster in den Vorort Sokolniki verlegt werden. So wurde erst 1839 der
Grundstein für die neue Kathedrale gelegt. Wegen der hohen Komplexität und schwierigen geolo-
gischen Bedingungen dauerte der Bau dann 44 Jahre.
Die Kathedrale wurde dann 1922 von der sogenannten Renovationskirche gewaltsam übernommen
und einige Jahre später unter Josef Stalin gesprengt, um für den Bau des monumentalen Palasts der
Sowjets Platz zu machen.
Von dem Palast wurden jedoch wegen des lockeren Baugrundes nicht einmal die Fun-
damente fertig und mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurde das Vorhaben eingestellt.
Dann wurden die Fundamente für den Bau des Freibades Moskwa genutzt, welches 1960
fertiggestellt wurde. Erst 1995 begann der Wiederaufbau der Kathedrale nach Original-
plänen. Die Grundmauern wurden jedoch nicht mehr aus Backsteinen, sondern aus Stahl-
betonplatten hergestellt. Am 31. Dezember 1999 wurde sie dann eröffnet und im August
2000 von Patriarch Alexius II. eingeweiht. In der Bildmitte die 27m hohe Ikonostase der
Kirche, welche in Form einer Kapelle ausgeführt ist. Die herrlichen Fresken nehmen einen
Platz von 22.000m² ein.
Auf meinen Spaziergängen durch die Stadt war es nicht schwer, über noch mehr der über 600 Kirchen
zu "stolpern". Viele davon sind in gutem Zustand und lassen sich auch gut fotografieren, weil sie nicht
in zu dicht verbautem Gebiet stehen. Besonders faszinieren mich immer die bunten oder vergoldeten
Zwiebeltürmchen mit den kunstvollen Kreuzen.
Diese Ikone habe ich durch die Scheibe der Auslage eines Geschäftes fotografiert, als ich von meiner
Nacht-Foto-Tour zum Hotel zurück ging. Es ist nur ein Ausschnitt, aber mir gefielen die Details und die
feinen Linien so gut. An den Kunstwerken in den verschiedenen Kirchen konnte ich mich kaum satt-
sehen, man bräuchte Stunden, um jede dieser herrlichen Ikonen ausreichend zu betrachten.
Die Moskauer Metro wurde 1935 eröffnet und ist die U-Bahn der russischen Hauptstadt. Sie gehört zu
den tiefsten U-Bahnen der Welt und ist mit 2,5 Milliarden Fahrgästen jährlich (Stand 2006) auch eine
der am stärksten frequentierten. Um täglich bis zu neun Millionen Personen zu befördern, fahren die
meisten Linien im Takt von nur 1,5 bis 3 Minuten. Speziell in den Hauptverkehrszeiten ist das Ge-
dränge in den Zügen und Stationen sehr groß. Die U-Bahnstationen sind auch wegen ihrer teilweise
sehr schönen Gestaltung als Sehenswürdigkeit bekannt.
Die U-Bahn Station Komsomolskaja der Ringlinie gilt als die schönste
Station des gesamten Metronetzes. Die 72 achteckigen Pfeiler sind mit
Marmor verkleidet, für die Beleuchtung sorgen große Kronleuchter.
Daneben gibt es acht Mosaiken, welche je aus 300.000 Teilen beste-
hend und von Stuck umrahmt sind, welche Szenen der russischen Ge-
schichte wiedergeben.
In der Park Pobedy sind die längsten Rolltreppen der Welt (126m).
Die Station Kiewskaja der Ringlinie, unterhalb des Kiewer Bahnhofs stellt
in Mosaiken die Freundschaft zwischen Russland und der Ukraine dar.
Die nach Wladimir Majakowski benannte Station Majakowskaja zeigt auf
mehr als dreißig Gewölbemosaiken die Geschichte der sowjetischen
Luftfahrt.
Die Alte Arbat-Straße ist eine etwa 1000m lange Straße im historischen Zentrum von Moskau. Sie
besteht seit dem 15.Jh. und gehört damit zu den ältesten bis heute erhaltenen Straßen der Stadt.
Ursprünglich war die Straße Teil eines wichtigen Verkehrsweges und große Handwerkersiedlung. Im
19. und frühen 20.Jh. wurde die Arbat vor allem als Wohnviertel des mittleren und kleineren Adels,
der Künstler und der Akademiker bekannt. Heute gilt sie und ihre nähere Umgebung als belebtes
Szene-Viertel und bevorzugte Wohngegend. Wegen der verschiedenen Künstler, die hier gelebt haben
und der vielen historischen Gebäude ist die Arbat heute auch eine beliebte Touristenattraktion. Im
Bild der Turandot-Springbrunnen neben dem Wachtangow Theater.
Irgendwie passt das Hard-Rock Cafe hier nicht in dieses Gebäude... Sieht viel zu bieder aus.
Das Haus Nr.53 ist ein eher schlichtes, zweistöckiges Gebäude und eines der Hauptziele von Besuch-
ern aus aller Welt. Es war im Jahre 1831 einige Monate lang Wohnort des bekannten russischen Dich-
ters Alexander Puschkin, der hier nach der Hochzeit mit Natalja Gontscharowa seine Flitterwochen
mit ihr verbrachte. Danach zogen sie gemeinsam nach St. Petersburg. Das Haus dient heute als Mu-
seum, unweit davon wurde dem Dichter und seiner Frau ein Denkmal gesetzt.
Zu den zahlreichen sehenswerten Bauwerken gehören viele Zeugnisse der Baukunst aus Vergangen-
heit und Gegenwart, Denkmäler berühmter Schriftsteller, Gelehrter und Staatsmänner sowie Monu-
mente und Denkmäler zu Ehren großer historischer Ereignisse. Sehenswert sind auch die sieben
"Wolkenkratzer", erbaut im Stil des sozialistischem Klassizismus, auch 'Stalinfinger' oder 'Sieben
Schwestern' genannt, wie zum Beispiel das Hotel Ukraina, das russische Außenministerium oder die
Lomonossow-Universität. Erst von der anderen Straßenseite hat man einen guten Blick auf das Ge-
bäude des Außenministeriums.
Die Lomonossow-Universität befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums. Über der Moskwa
unverkennbar auszumachen ist das 240m hohe Zentralgebäude der Universität. 1949-1953 errichtet,
um das sich vier 17-stöckige Seitenflügel gruppieren. Etwa 30.000 Studenten sind hier eingeschrie-
ben. Um jeden der rund 45.000 Räume aufzusuchen, müsste man einen Weg von 145km zurücklegen.