Nach oben
© Manfred Bittner 2011
Salzburg
Bilder zum Vergrößern bitte anklicken
Im Sommer 2007 wollte ich eine Woche im schönen Salzburgerland verbringen.
Das Gasteinertal mit seinen Möglichkeiten zum Wandern, Wohlfühlen und
Genießen hatte viele interessante Angebote. So entschied ich mich für einen
Gasthof im schönen Dorfgastein und wurde nicht enttäuscht. Sogar mit dem
Wetter hatte ich Glück und ich konnte viel wandern.
An Tagen mit weniger gutem Wetter kann man sich in Bad Hofgastein in der
Alpen Therme sehr gut entspannen, das Schwimmbad, die Sauna und
Massagen genießen.
Da das Wetter an diesem Tag aber herrlich schön war, fuhr ich mit der Seilbahn zur 2050m hoch
gelegenen Schlossalm und wanderte über die Thaler Mader-Hütte entlang dem Salzburger
Almenweg langsam talwärts.
Doch bevor ich mich auf den Weg machte, wollte ich noch auf die 2119m hohe Hirschkarspitze.
Das war zwar ein längerer Weg und auch manchmal recht eng, da es am Grat entlang ging.
Doch die wunderschöne Aussicht entschädigte mich für die Mühe. An anderen Tagen war ich
noch am Arltörl (1797m) und Fulseck (2033m).
Bad Gastein, am Fuße des Graukogels im Nationalpark Hohe Tauern bietet eine Vielzahl an
naturhistorischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten. Im Ortszentrum beeindrucken die
Wasserfälle, auch eine Gletschermühle kann man hier sehen.
Hotelanlagen aus der Belle Époque und Kirchen prägen das Ortsbild. Gerade die Wasserfälle
waren schon das Motiv vieler Maler und Dichter. Die Gasteiner Ache rauscht hier in drei Stufen
über 341m tief hinab ins Tal.
Hier kann man auch in der Felsentherme sehr gut entspannen und in den Saunen schwitzen.
Das radonhaltige Thermalwasser wird heute von vielen Wellnesshotels genutzt und auch durch
eine Rohrleitung nach Bad Hofgastein geleitet.
Das vom Linzer Dombaumeister Matthäus Schlager in den Jahren 1906 bis 1909 geplante und
von Viktor Sedlacek errichtete 'Grand Hotel de l`Europe' zählte mit seinen zehn Etagen einst zu
den größten und modernsten Hotels der österreich-ungarischen Monarchie und gehört zu den
wenigen Nobelhotel-Großbauten dieser Epoche. Der gesamte Hotelkomplex steht seit 1980
unter Denkmalschutz.
Die Sankt-Preims-Kirche ist die Pfarrkirche in Bad Gastein und wurde im Jahre 696 als kleines
Kirchlein errichtet. Sie wurde im Jahre 1122 umgebaut und erhielt ihr heutiges Aussehen
schließlich im 15. Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde die Kirche erst im Jahre 1333.
Die Skigebiete im Gasteinertal bieten 44 Seilbahnen und Lifte sowie über 200 km Pisten bis in
2700m Höhe.
Bad Hofgastein liegt an der breitesten Stelle des Gasteinertales, weshalb die Siedlung auch
zum Hauptort Gasteins wurde. In der Römerzeit war der Ort das Zentrum des Silber- und
Goldbergbaus. Im Hochmittelalter gelangten Südfrüchte, Wein und andere Waren aus Italien
auf den schon von den Römern ausgebauten Straßen durch das Städtchen nach Österreich und
Deutschland. Im 13.Jh. erhielt Hofgastein das Marktrecht.
Der Verfall der Goldpreise, Kriege, Pest und Naturkatastrophen führten dann zu einem völligen
Niedergang des Ortes. Erst nach der Aufhebung des Erzbistums Salzburg kam es zu einer
zweiten Blüte Hofgasteins. 1807 wurde der Ort nach dem Anschluss an Österreich als Heilbad
bekannt. Das Heilwasser wurde in Fässern und mit Pferdegespannen von Bad Gastein hier her
transportiert, bevor im Jahre 1830 eine Thermalwasserleitung gebaut wurde. Erst seit 1936
führt der Ort den Namen Bad Hofgastein.
Heute ist der Kurort mit seinen ca. 6700 Einwohnern eine nette, international bekannte Kur- und
Wintersportgemeinde mit etwa 145.000 Gästen pro Jahr, Fußgängerzone, Cafés, Restaurants,
Kongresszentrum und anderen Veranstaltungseinrichtungen.
Salzburg Stadt
Die Stadt Salzburg ist die Hauptstadt des Landes Salzburg und wird oft auch
Mozartstadt genannt. Der wurde hier geboren und hat mehr als die Hälfte
seines Lebens hier verbracht.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ca. 4500 Jahre vor Chr. zurück. Sie ist die
älteste Stadt im Gebiet des heutigen Österreich.
Zu Beginn des 17. Jh. erhielt die Altstadt ihr charakteristisches Aussehen. In
der zentralen Getreidegasse, die für den Handel immer schon eine bedeutende
Rolle spielte, findet man auch das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart. Besonders
schön sind auch die vielen alten, schmiedeeisernen Zunftzeichen über den alten Geschäften. In
vielen Innenhöfen und Durchgängen befinden sich weitere kleine Läden, die zum Einkaufen
einladen.
Neben Mozart wurden in Salzburg auch weitere berühmte Persönlichkeiten geboren: Herbert
von Karajan (1908) - Dirigent, Otto I., König von Griechenland (1815), Christian Doppler (1803) -
Physiker, nach dem der "Doppler-Effekt" benannt ist, oder Benita Ferrero-Waldner (1948) - EU-
Kommissarin.
Sehr bekannt und immer ausverkauft sind auch die Salzburger Festspiele die jeden Sommer
stattfinden. Das Große Festpielhaus befindet sich in der Altstadt und ist teilweise in den
Mönchsberg hineingebaut. Es wurde 1960 mit "Der Rosenkavalier" unter der Leitung von
Herbert v. Karajan eröffnet.
Die Pferdeschwemme war eine Stelle in einem Fluss, Bach oder Teich, an der
Pferde nach der Arbeit ins Wasser geführt und dort gereinigt werden konnten.
Im Sommer wurden die erhitzten Pferde in der Schwemme abgekühlt. Der Un-
tergrund war meist gepflastert, damit der Boden nicht aufgewühlt werden konnte.
Hier diente ein Brunnen als Pferdeschwemme.
Die riesige Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie liegt auf dem
Festungsberg oberhalb der Stadt Salzburg. Sie gilt als der größte erhaltene historische
Wehrbau Mitteleuropas. Bereits im Jahre 1077 wurde hier mit dem Bau eines Wohnturmes,
einer Kirche und eines Wohngebäudes begonnen.
Die Festungsanlage kann ohne Führung besichtigt werden. Für die Innenräume (Hoher Stock,
Wehrtürme), gibt es eine Führung mit ‘Audio-guides’. Neben den Besichtigungen finden
regelmäßig Konzerte statt, die Kapelle wird ebenfalls genutzt.
Der Salzburger Stier hat seinen Ursprung in der Sage von den Salzburger Stierwaschern:
Zur Zeit der Bauernaufstände, ca. im Jahre 1525, wurde die Stadt von einem feindlichen
Heer belagert. Da Salzburg gut befestigt war, wollten die Heerführer die Stadt aushungern
und schnitten alle Versorgungswege ab. Eines Tages war so in Salzburg nur mehr ein
einziger Maststier vorhanden. Und da verfielen die eingeschlossenen Salzburger auf eine
List: Sie führten den Stier über die Mauer, um ihn den Belagerern zu präsentieren, sodann
färbten sie ihn weiß an, trieben ihn wieder über die Mauer, färbten ihn schwarz... Die Feinde
sahen ein, dass es aussichtslos sei, eine Stadt mit derartigen Vorräten zu belagern und
zogen ab. Die Bürger führten den Stier unter Jubel hinunter zur Salzach und wuschen die
ganzen Farben ab. Seit dieser Zeit nennt man die Salzburger auch die "Stierwascher".
Von der Burg hat man einen sehr schönen Blick über die Stadt und auf den Salzburger Dom.
Schon im Jahre 774 stand hier eine dreischiffige Basilika in romanischem Stil, die jedoch 1167
abbrannte. Danach wurde hier der noch stattlichere Konradische Dom gebaut. Dieser wurde
nach einem Brand 1598 abgerissen und 1628 wurde der heutige Dom geweiht.
Das achttägige Domweihe-Fest war vermutlich das größte historische Fest, das die Stadt
Salzburg je feierte. Im zweiten Weltkrieg (1944) von einer Fliegerbombe schwer getroffen,
wurde der Dom bis 1959 wieder aufgebaut.
Die Salvator-Glocke zählt zu den größten Kirchenglocken der Welt und ist nach der Pummerin
im Wiener Stephansdom die zweitgrößte Glocke Österreichs (Ton ES°, Durchmesser 280 cm,
Gewicht 14256 kg).
Das Geläute der Kirche gilt außerdem als das klangschönste in Österreich. Die 71m hohe
Kuppel zeigt in zwei Reihen jeweils acht Fresken mit Szenen aus dem alten Testament, die in
Bezug zu den Szenen der Passion Christi im Hauptschiff stehen. Der weiße, schwarz gefasste
Stuck gibt dem gesamten Kirchenschiff ein sehr helles und freundliches Aussehen.
Das Schloss Mirabell gehört wegen seiner Gärten zu den bekanntesten
Zielen für Touristen in der Stadt. Die Innenräume des Schlosses werden
von der Stadtverwaltung genutzt.
Das Schloss wurde 1606 von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für
seine heimliche Geliebte Salome Alt gebaut und hieß einmal Schloss
Altenau. Von diesem Bau sind nur noch Reste erhalten.
Nach dem Sturz Wolf Dietrichs und seiner Vertreibung duch den eigenen
Neffen Markus Sittikus, wurde das Schloss nun "Mirabell" (mirabile =
bewundernswert und bella = schön) genannt.
Der Umbau zu einer vierflügeligen Anlage mit Innenhof erfolgte dann im
frühen 18. Jh. im Auftrag von Erzbischof Franz Anton von Harrach durch
den berühmten Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt.
Am 1. Juli 1815 wurde hier Otto I. von Bayern, der spätere König von Griechen-
land geboren. Im Jahre 1818 wurde das Schloss bei einem verheerenden Brand
schwer beschädigt. Den Mirabellgarten hatte der Kaiser 1864 der Stadt ge-
schenkt. Die heutige Anlage stammt weitgehend von Johann Bernhard Fischer
von Erlach.
Die Orangerie mit dem angrenzenden Palmenhaus entstand um 1725. Südlich davon befindet
sich derzeit noch das Salzburger Barockmuseum, das demnächst von einem "Sound-of-Music-
Museum" abgelöst werden soll. Das kleine langgestreckte Heckentheater mit seinen von
geschnittenem Gehölz eingefassten symmetrischen Wegen und seinen zentralen Freiflächen
wurde zwischen 1704 und 1718 auf der Lodronschen Wehrmauer errichtet. Es wird heute noch
gelegentlich für kleine Theateraufführungen oder Konzerte verwendet.