mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Slowakei - Bratislava
Im Juni 2004 besuchte ich nach langer Zeit wieder einmal Bratislava. Ich hatte früher öfter in dieser Stadt beruflich zu tun und kannte sie noch ziemlich gut aus der Zeit wo Tschechien und die Slowakei noch als Tschechoslowakei zusammen waren. Seit meiner Übersiedelung nach Deutschland war ich jedoch nicht mehr da gewesen.  Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei und mit rund 423.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die erste nachweisbare Besiedlung der Gegend erfolgte in der Jungsteinzeit um ca. 5700 v. Chr.     Mit dem Tragflügelboot erreicht man Bratislava von Wien aus in ca. 1,5 Stunden. Die Fahrt ist sehr ange- nehm und ruhig. Seit 2008 fahren die “Twin-City-Liner” bis zu 5 Mal täglich in 75 Min zwischen Wien und Bratislava. Aus der grauen und tristen Großtadt von damals ist in der Zwischenzeit ein schmuckes Städtchen geworden. Die vielen barocken Kirchen und Häuser wurden liebevoll restauriert. Sehr gefallen haben mir auch die Jugendstilbauten auf dem Marktplatz. Dort gibt es nette Cafe-Restau- rants, die zum Verweilen einladen. Den vielen leckeren Kuchen konnte ich nicht lange widerstehen. Dabei sind die Preise durchaus akzeptabel und die Bedienung sehr freundlich und zuvorkommend. Die Stadt ist trotz der vielen Besucher nicht von Kitsch überladen, sondern hat ihr natürliches Flair behalten. Immer wieder sieht man von der Stadt aus auch die mächtige Burg, westlich der Altstadt auf einem Felsen 85 Meter über der Donau, welche zwischen dem ersten und fünften Jahrhundert ein Vorposten der Römer  war. Sie brannte im Mai 1811 komplett nieder und wurde erst 1953-1968 originalgetreu wieder aufgebaut. Sie enthält heute ein Volksmusik-Museum und eine Sammlung alter Musikinstrumente. Da ich am selben Tag wieder nach Wien zurückkehrte, war ich jedoch nicht auf der Burg. Von der Donau aus hat man auch einen schönen Blick auf die elegante Brücke. Als ich das letzte Mal in der Stadt Bratislava war, konnte man noch im Inneren des östlichen Brückenpfeilers mit einem Schrägaufzug nach oben fahren. Dort war ein Restaurant, welches sich langsam drehte, so konnte man während eines gemütlichen Essens den herrlichen Rundblick  über die Stadt genießen. Der Lift und das Restaurant waren aber damals schon in keinem so guten Zustand mehr, so war ich nicht verwundert, als ich nun vor rostigen, verschlossenen Türen stand. Ich hoffe aber, daß man auch dieses Wahrzeichen der Stadt wieder instandsetzt, um noch vielen Menschen diese Aussicht zu zeigen. Als ich 2005 bei einer Donaukreuzfahrt wieder an dieser Brücke vorbei kam, hörte ich, dass dieses Restau- rant wieder geöffnet sei.
Wappen von Bratislava Fußgängerzone Man at work Café Roland, Jugendstilhaus Museum, Innenhof Burg von Bratislava Donaubrücke mit Restaurant Bratislava, Burg Nationaltheater Tragflügelboot Twin-City-Liner Bratislava, barocke Kirche
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