Nach oben © Manfred Bittner 2011 Spanien Bilder zum Vergrößern bitte anklicken La Gomera, San Sebastian La Gomera, San Sebastian Im Oktober 2005 durfte ich mit einem Kollegen zu einer Produkteinführung für ein paar Tage nach Barcelona reisen. Es war mein erster Besuch in Spanien überhaupt. Mein Bruder wusste über diese Stadt schon einiges zu erzählen und gab mir Tips, was ich mir alles unbedingt ansehen müsse. Leider reichte die Zeit nicht zu mehr als einem Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Unser Hotel lag etwas außerhalb der Stadt in einem Industriegebiet, doch mit dem Bus waren mein Kollege und ich recht schnell am Plaza Espana. Vom Dach eines großen Hotels hat man hier einen sehr schönen Rundblick über die Stadt. Der Platz wird von dem barocken Brunnen dominiert, zwei Campanile stehen am Beginn der Straße zum Nationalpalast. Der Nationalpalast ist ein sehr prächtiger Bau mit Türmchen und Kuppeln. Er erinnert an ein kleines Schlösschen und wurde für die zweite Weltausstellung in Barcelona im Jahre 1929 erbaut. Nach der Weltausstellung zog das Museum für katalanische Kunst in den Palast ein. Es ist kaum zu glauben, dass hier nie ein König gewohnt hat. Die Arena von Barcelona wurde eben zu einem Einkaufszentrum im Herzen der Stadt umgebaut. Man hatte von dem Bauwerk die komplette Fassade mit Stützpfeilern verstärkt und um ca. 5 Meter gehoben. Im Bild kann man unten die stählernen Gerüstpfeiler erkennen, auf denen die gesamte Struktur ruht.   Wohl faszinierendste und interessanteste Sehenswürdigkeit von Barcelona ist die neue Kirche - Temple Sagrada Familia. Seit der Grundsteinlegung am 19. März 1882 wird an der Kirche gebaut. Der Architekt der Kirche, Francisco de Villar, trat nach Streitigkeiten mit den "Josefinos" zurück und im November 1883  übernahm der Architekt Antoni Gaudi das Projekt. Er verwarf die ursprünglichen Pläne und gab der Kirche ihr heutiges Aussehen.   Ein Blick ins Innere eines Glockenturmes zeigt die schraubenförmige Treppe und die Aufnahme für die röhrenförmige Glocke.   Die Krypta als ältester Teil der Kirche wurde noch nach den Plänen Villars begon-  nen und mit nur kleinen Änderungen von Gaudi fertiggestellt. Darin befinden sich  heute auch die Grabstätten der Familie Bocabella, dem Auftraggeber für den  Bau der Kirche, und das des Architekten Gaudi.  An der Außenfassade kann man einen offensichtlich älteren, traditionellen,  gotischen Teil erkennen, die Türme hingegen stehen in starkem Kontrast dazu  und sind aus neuerer Zeit. Die Geburtsfassade an der Ostseite ist unglaublich  detailliert mit feingliedrigen Fialen und Figuren gearbeitet.  Die Passionsfassade an der Westseite wurde ab 1911 entworfen, als Gaudi krank in Puigcerda war und Zeit hatte, dieses Portal zu planen. Rund hundert Figuren stellen die Passion dar. Die nach Süden gerichtete Fassade der Glorie besteht zur Zeit als Volumen- und Strukturstudie in einem symbolischen und ikonografischen Entwurf Gaudis. Völlig neue Formen bilden die Schiffe der Kirche, mit geometrischen Lösungen und ungewöhnlichen Strukturen.   Es sollen insgesamt 12 Glockentürme gebaut werden, 98 bis 112 Meter hoch über dem Grundriss der Kirche. Gaudi arbeitete lang an den Spitzen der Türme. Die geometrischen Figuren symbolisieren die bischöflichen Merkmale Ring, Mütze, Stab und Kreuz. Die aufwändigen Details mit venezianischem Mosaik in Gold und Silber lassen sich mit freiem Auge kaum entdecken. Zur Zeit sind etwa 50% des Gotteshauses fertiggestellt und man kann nicht sagen, wann es vollendet sein wird. Die Kirche wird mit Spendengeldern  finanziert. Computer werden zur Steinbearbeitung und für die Berechnung  der Statik eingesetzt, neue leistungsfähige Kräne ermöglichen es, die schweren Bauteile sicher an ihren Platz zu bringen. Eines der bekanntesten Bauwerke Gaudis und Wahrzeichen von Barcelona ist die Casa Mila La Pedrera. Das Haus wurde zwischen 1906 und 1912 erbaut. Im Inneren finden sich verschiedene bemalte Höfe, Säulen und mehrere Räume. Auf dem Dach sieht man Kaminöffnungen, wahrlich bewundernswerte Skulpturen. Von hier aus bieten sich hervorragende Ausblicke auf den Paseo de Gracia Sehr markant ist auch das Casa Batlló an der Ramblas. Mit diesem Gebäude wollte Gaudi den Drachen der St. Georg-Legende darstellen: Das Dach ist wie der Rücken eines Untiers geformt und mit großen, glänzenden Schuppen versehen. Es besteht aus Keramikziegeln und glasierten Kacheln auf doppelten Mansarden. Links wird das Dach durch einen Turm mit einem vierarmigem Kreuz begrenzt. Dahinter befinden sich plastisch geformte Lüftungsschächte und Schornsteine, die an Wächter des Hauses denken lassen. In den Fensteröffnungen befinden sich Säulen, die die Form von Knochen haben. Die gesammte Fassade ist von Blumen übersäumt. Das Casa Batlló ist ein Umbau eines bestehenden Gebäudes. Es wurde 1904-1906 im Auftrag des Industriellen Josep Batlló von Grund auf umgebaut. Plaza Espana Nationalpalast Sagrada Familia Arena Turm Innenansicht Sagrada Familia Sagrada Familia Turmspitze Casa Milá - La Pedrera Casa Batlló