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© Manfred Bittner 2011
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Süddeutschland
Auf dieser Seite habe ich einige Fotos aus Stuttgart, Ulm und München zusammengestellt, die sich
im Laufe der Zeit angesammelt haben.
Stuttgart
Stuttgart ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg im Südwesten von
Deutschland. Die Stadt hat rund 600.000 Einwohner, in der Region Stuttgart leben knapp 2,7 Mio
Einwohner. Sie liegt im “Stuttgarter Kessel”, der von dem Nesenbach und seinen Zuflüssen und
dem Vogelsangbach, die dem Neckar zufließen, geschaffen wurde.
Das Stadtgebiet Stuttgarts liegt auf ziemlich hügeligem Gelände, von 207m (Nek-
karschleuse Hofen) bis 511m ü.NN. (Birkenkopf), was für eine deutsche Großstadt
eine Besonderheit ist.
Als älteste Siedlung im Gebiet der heutigen Stadt wurde ca. 90 n.Chr. die Alten-
burg oberhalb der Neckarfurt im heutigen Cannstatt errichtet. Hier entstand um ein
römisches Kastell eine Ansiedlung, die auch nach der Verlegung des Kastells be-
stehen blieb.
Stuttgart selbst wurde vermutlich zwischen 926 und 948 etwas südlich der Alten-
burg als Gestüt ‘Stuotengarten’ gegründet. Archäologische Funde aus der
Merowingerzeit bestätigen die Existenz bäuerlicher Siedlungen.
1219 erhielt Stuttgart von Markgraf Hermann V. von Baden das Stadtrecht, wurde
1495 Residenz des Herzogtums Württemberg und 1806 Hauptstadt des König-
reichs Württemberg. 1952 wurde Württemberg-Baden mit dem Land Baden und
dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt, seitdem ist Stuttgart Landes-
hauptstadt.
Wahrzeichen der Stadt ist der Fernsehturm, der in den Jahren 1954 bis 1955 als weltweit erster
Fernsehturm in Stahlbetonbauweise auf dem 485m hohen Berg Bopser errichtet wurde. Er ist mit
seinen 216,61m Höhe eine weithin sichtbare Sehenswürdigkeit. Im Turmkorb befinden sich zwei
Aussichtsebenen und darunter das Turmcafé und ein Technikgeschoß. Zu den Aussichtsplattfor-
men gelangt man mit dem Expresslift in nur 36 Sekunden (5m/s Geschwindigkeit).
Das neue Schloss im Zentrum der Stadt wurde zwischen 1746 und 1807 als Residenz und
Wohnschloss erbaut. Nach seiner fast vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde es
dann doch wieder aufgebaut und heute von der Landesregierung genutzt. Das neue Schloss ist
heute Sitz des Finanz- und Kultusministeriums sowie der Landesbehörde Staatliche Schlösser
und Gärten und für die Öffentlichkeit nur im Rahmen von Sonderführungen zugänglich.
Das alte Schloss entstand bereits um 950 als kleine Burganlage zum Schutz des Stutengartens. Im
14. Jh. wurde sie Hauptsitz der Grafen Württembergs und Hofkammer. Der schöne Renaissance-
hof im Inneren stammt aus den Jahren 1553 bis 1578.
Schloss Solitude wurde von 1763 bis 1769 als Jagd- und Repräsentationsschloss für Herzog Carl
Eugen von Württemberg errichtet. Es liegt auf einem Höhenrücken im Westen Stuttgarts und
erlaubt den Ausblick nach Norden ins württembergische Unterland in Richtung Ludwigsburg. Be-
merkenswert ist auch die Solitude-Allee, die 1764 bis 1768 als Verbindungsachse zum Residenz-
schloss in Ludwigsburg gebaut wurde und als Basislinie für die Landvermessung diente.
In dem Höhenpark Killesberg neben dem Messegelände im Stuttgarter Norden steht auch ein
interessanter Aussichtsturm. Der Killesbergturm ist 43m hoch und besteht aus einem zentralen
Stützmast, der die Aussichtsplattformen und Treppen trägt und einem Netz aus Stahlseilen,
welches die Konstruktion zusammenhält.
Sehr interessant ist auch ein Besuch der Wilhelma, des Zoos von Stuttgart. Auf ca. 30ha kann man
hier um die 1.150 Tierarten, insgesamt ca. 10.000 Tiere beobachten. In dem integrierten botani-
schen Garten sind rund 5.800 Pflanzenarten aus allen Klimazonen der Erde zu besichtigen. Die
Anlagen werden kontinuierlich erneuert und ausgebaut, kürzlich bekamen die Pinguine ein neues
Zuhause.
Ulm an der Donau
Die Stadt Ulm liegt in Baden-Württemberg an der Donau, am Rand der Schwäbischen Alb. Die
Stadt hat ca. 120.000 Einwohner (mit Neu-Ulm zusammen ca. 170.000) und eine Fläche von un-
gefähr 119km².
Das gotische Münster ist das Wahrzeichen von Ulm. Im Jahre 1377 als römisch
katholische Kirche gegründet, wurde sie im Zuge der Reformation um ca. 1520 zu
einer evangelischen Kirche. Der Turm des Münsters ist mit 161,53m der höchste
der Welt. Er kann über 768 Stufen bis zu einer Galerie in einer Höhe von 143m
bestiegen werden. Das Kirchengebäude ist 123,56m lang und 48,8m breit, das
Mittelschiff hat eine Höhe von 41,6m.
Ulm wurde erstmals am 22. Juli 854 urkundlich genannt, war Königspfalz und Freie Reichsstadt, ab
1802 bayerisch, ist seit 1810 württembergisch. Auf dem Gebiet südöstlich der Donau, das bei
Bayern blieb, entwickelte sich die Stadt Neu-Ulm. Erste Besiedelungsspuren stammen jedoch
bereits aus der Jungsteinzeit ca. 5000 v.Chr.
Die Stadt brannte 1134 komplett ab und wurde erst 1140 von den Staufern wieder
aufgebaut und entwickelte zu einem der Herrschaftsschwerpunkte der Stauferkönige
und -kaiser. Nach dem Ende der Staufer blieb Ulm weiter Königsstadt und wurde
weiter vergrößert. Um 1480 wurde eine neue Stadtmauer gebaut, welche man heute
noch entlang der Donau sehen kann.
Um 1500 erreichte Ulm ihren wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkt, danach
verblasste die Bedeutung der Stadt wieder.
Das Ulmer Rathaus zählt wegen seiner Fresken und einer astronomischen Uhr zu den schönsten
Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bekanntester Sohn der Stadt ist Albert Einstein, der 1879 hier
geboren wurde.
München
Die Stadt München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit rund 1,35 Millionen
Einwohnern die größte Stadt Bayerns und drittgrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschland. Im
Großraum München leben mehr als 2,6 Millionen Menschen. Das Stadtgebiet an den Ufern der Isar
umfasst 310km².
Ausgrabungen im Altstadtbereich belegen eine erste Besiedelung bereits zum
Ende der Jungsteinzeit, ca. 2000 v.Chr., aus dem Jahr 750 kennt man die
älteste urkundliche Erwähnung einer Siedlung.
Die erstmalige Nennung des Namens „Munichen“ erfolgte am 14. Juni 1158
durch Heinrich den Löwen im Augsburger Schied. Ab Mitte des 13.Jh. bis
zum Ende der Monarchie 1918 war München Residenzstadt der Wittels-
bacher Herzöge, Kurfürsten und Könige.
1286 wurde erstmals ein Rat der Stadt erwähnt, 1818 wurde München eine eigenständige Gemein-
de. Seit 1918 ist München Hauptstadt des Freistaats Bayern.
Mittelpunkt der Fußgängerzone und Zentrum der Innenstadt ist der Marienplatz. Hier steht auch
das neue Rathaus und südöstlich davon das alte Rathaus., von wo man zu dem bekannten
Viktualienmarkt kommt.
Von der einstigen Stadtbefestigung sieht man heute noch das Isartor, das Sendlinger Tor, das
Karlstor und den Löwenturm am Rindermarkt. Der Stachus ist der Platz vor dem Karlstor und
bezeichnet umgangssprachlich den Karlsplatz und wohl eines der beliebtesten Fotomotive.
Zu den zahlreichen Sehenswüdigkeiten der Stadt zählen auch die vielen Parkanlagen. Der barocke
Hofgarten wurde 1613–1617 angelegt und ist ein Renaissancegarten im italienischen Stil. Im Bild
rechts der Dianatempel, der das Zentrum des Gartens bildet und um ca. 1615 geschaffen wurde.
Der Olympiapark war der Veranstaltungsort der 20. Olympischen Sommerspiele
1972. Diese Spiele wurden von einem terroristischen Attentat auf israelische
Sportler überschattet, welches 17 Menschenleben forderte.
Das Olympiagelände umfasst die Sportstätten wie Stadion und Halle mit Turm,
daneben wurde das Olympiadorf erichtet mit getrennten Unterkünften für Sportler
und Sportlerinnen, die Olympia-Pressestadt, welche heute ein Wohngebiet mit
Einkaufszentrum ist und den Olympiapark mit einem Berg und See.
Architektonsch interessant ist die Zeltdachkonstruktion des Stadions, der Schwimm-
halle und der Olympiahalle die als optische und statische Sensation galt. Sie ist
aus lichtdurchlässigem Plexiglas, 74.800m² groß und auf 58 Stahlmasten aufge-
hängt. Der 160ha große Olympiapark gehört zu den größten Grünanlagen der Stadt.
Der Englische Garten ist eine 3,75km² große Grünanlage im Münchner am Westufer der Isar und
gehört damit zu den größten Parkanlagen der Welt. Die Bezeichnung rührt von den Englischen
Landschaftsgärten her, die als Vorbild für die Anlage dienten. Er wurde 1792 für die Münchner
Bürger geöffnet.
Die 25m hohe Chinesische Pagode wurde 1789-1790 nach dem doppelt so großen Vorbild in den
britischen Kew-Gardens errichtet.