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© Manfred Bittner 2011
Tirol
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Innsbruck, die Landeshauptstadt Tirols, ist mit seinen ca. 120.000 Einwohnern nach Wien, Graz,
Linz und Salzburg die fünftgrößte Stadt Österreichs. Die Stadt ist von der Nordkette des
Karwendelgebirges im Norden eingegrenzt und von den Vorbergen der alpinen Zentralkette
(Patscherkofel) im Süden.
Besiedelungsspuren im Stadtgebiet lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen.
Wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Goldene Dachl. Dabei handelt es sich um ein Gebäude
mit spätgotischem Prunkerker in der Innsbrucker Altstadt das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Das
Dach des Erkers wurde mit 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt.
Erbaut wurde das Gebäude im Jahre 1420 als Residenz („Neuhof“) der Tiroler Landesfürsten. Aus
Anlass der Zeitenwende (1500) fügte Niklas Türing der Ältere im Auftrag Kaiser Maximilians I.
1497/98-1500 den Prunkerker hinzu.
Reliefs am Erker zeigen Kaiser Maximilian I. mit seinen beiden Gemahlinnen, Kanzler, Hofnarr,
Moreskentänzer und Wappen (Die Originalreliefs befinden sich im Tiroler Landesmuseum).
Der Stadtturm ist der schönste Aussichtspunkt auf die Innsbrucker Altstadt und die umliegende
Gebirgslandschaft.
Der gotische Stadtturm wurde 1442 bis 1450 als Rathausturm errichtet. Damals diente der Turm als
Beobachtungs- und Aussichtspunkt zum Schutz der Stadt nach Außen und Innen. Der 51m hohe
Turm bot den nötigen Überblick, um Feinde rechtzeitig zu erspähen, Brandherde zu erkennen und
auf das Treiben in der Altstadt ein wachsames Auge zu werfen. Zu den Aufgaben des Türmers
gehörte es auch zeitweise, Gefangene zu verwahren.
Um 1560 wurde das alte Spitzdach durch einen Zwiebelturm ersetzt. An den Seiten des Turmes
wurden 1603 die riesigen Turmuhren angebracht.
Nach dem Erklimmen der 148 Stufen, kann der Besucher den herrlichen Ausblick aus über 30m
Höhe auf die Altstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und die umliegende Landschaft
genießen.
Der Tourismus stellt für die Stadt eine wichtige Einnahmequelle dar. Dank zahlreicher Bauten aus
der Zeit Kaiser Maximilians I., der einzigartigen Lage inmitten der Tiroler Bergwelt und nicht zuletzt
auf Grund des umfangreichen Sportangebots ist Innsbruck bei Touristen aus aller Welt ein beliebtes
Ziel.
Die Triumphpforte wurde 1765 anläßlich der Hochzeit von Erzherzog Leopold
und Franz Stephan von Lothringen mit der spanischen Prinzessin Maria
Ludovica.
Neben dem Goldenen Dachl befinden sich in der Altstadt auch der Dom zu St.Jakob, das
Helblinghaus und die Hofburg mit der Hofkirche, die wegen der überlebensgroßen Bronzestatuen,
die das Grabmal von Kaiser Maximilian I. umgeben, auch „Schwarzmanderkirche“ genannt wird.
Bekannt sind auch Ambraser Schlosskonzerte, der Christkindlmarkt und der Bergsilvester.
2006 wurde die 1928 eröffnete Nordkettenbahn, von den jetzigen Betreibern Nordpark benannt,
nach nicht einmal 2 Jahren Bauzeit neu eröffnet.
Die im Jahr 1906 eröffnete Hungerburgbahn, die den Stadtteil Saggen mit der Hungerburg
verband, wurde ebenfalls durch einen Neubau ersetzt, der erst am 1.12.2007 eröffnet wurde. Die
Talstation liegt nun am Kongresshaus. So gelangt man bequem und schnell zur Seegrube.
Diese Seilbahnstation liegt in 1905m Höhe. Von hier hat der Besucher einen sehr schönen Blick
über die Stadt und weit in die Berglandschaft im Süden. Wer möchte, kann auch bis zur Station
Hafelekar weiterfahren und aus 2269m Höhe auf die Stadt blicken.
Swarovski Kristallwelten in Wattens
Swarovski Kristallwelten heißt ein im Jahre 1995 vom österreichischen Künstler André Heller zum
100-jährigen Jubiläum des Kristallerzeugers Swarovski KG in Wattens errichtete Freizeitpark rund
um das Thema Kristalle. André Heller schuf mit Künstlern wie Brian Eno, Susanne Schmögner,
Paul Seide und anderen Künstlern eine „illusionistische Glitzerwelt in neun Wunderkammern"
in einem künstlichen wasserspeienden Riesen.
2003 bereits einmal erweitert erfolgte 2007 neuerlich ein Ausbau. Weitere Künstler, wie Fabrizio
Plessi, Hans Magnus Enzensberger, Thomas Feuerstein, Roland Neuwith oder Jim Whiting
arbeiteten an der Neugestaltung im Konzept von André Heller mit.
Höhepunkte dieser Welt der Phantasie:
- alpiner Riese mit wasserspeiendem Kopf
- botanischer Hügel, auf dessen Gipfel eine "Quelle" entspringt
- Abenteuerspielplätze an den Flanken des Hügels
- Labyrinth - Bauwerk von Adolf Krischanitz
- Hase von Barry Flanagan
- Bambus-Kristall von Akio Hizume
- Kristallarbeiten von Salvador Dalí, Keith Haring,
Niki de St. Phalle, Andy Warhol und anderen
- "Wunderkammern"
- Musik-, Duft- und Berührungserlebnisse
- größter und kleinster Kristall der Welt
- 11m hohe und 42m lange, mit 12 Tonnen
Kristallsteinen gefüllte Kristallwand
- Ausstellungen und Shop
Im Kristalltheater von Susanne Schmögner, einer geheimnisvollen, kristallinen Märchenwelt voller
Bewegung und Farbe.
Die Rauminstallation mit dem Namen „Reflektionen“ erscheint auf den ersten Blick chaotisch und
bizarr. Dennoch gelten auch hier Ordnungsprinzipien: Yin und Yang, die Doppelhelix, das Auge des
Taifuns, die Strömung des Wassers: Alles folgt einer Spiralbewegung um einen zentralen Punkt.
Einige Detailaufnahmen von den faszinierenden Polygonen aus dem Labyrinth "Reflexionen"
sehen Sie rechts (’blaues’, ‘grünes’ und ‘rosa’ Bild).
Reflexionen - auf den einzelnen Facetten von 48 Polygonen wird in Grafiken, Bildern, Illustrationen
und Animationen die gesamte Welt des Kristalls dokumentiert. Seine Entstehung, Faszination und
Bedeutung für die Wissenschaft.
Immer neue Farben und Muster faszinieren den Betrachter. Abstrakte und skurille Muster, Bilder
und wunderschöne Grafiken, an deren Details sich der Besucher nicht sattsehen kann.
Wunderschön gearbeitete Schmuckstücke und andere Kristallobjekte sind in einer reichhaltigen
Ausstellung zu bewundern.
Rattenberg
Rattenberg ist mit einer Fläche von 0,1 km² die kleinste Gemeinde Tirols und mit 434 Einwohnern
die kleinste Stadt in Österreich.
Rattenberg wurde erstmalig 1254 genannt, 1393 zur Stadt erhoben und ist heute bekannt für seine
vielen glasverarbeitenden Betriebe.
Rattenberg liegt so unglücklich am angrenzenden Schloßberg, dass ein Teil der Stadt für ungefähr
drei Monate im Winter im Schatten liegt. Die Lichtakademie Bartenbach hat ein Konzept erarbeitet,
wodurch über zwei Spiegel der Altstadtteil während dieser Zeit mit Tageslicht versorgt werden soll.
Vorgesehen sind auf der Sonnenseite des Ortes ein selbstnachführender Heliostat mit 200 m², auf
der Schloßbergseite mehrere feste Spiegel mit 400 m² Fläche. In der Bevölkerung sind die
Meinungen über das Projekt geteilt.
Ein sehr gut erhaltenes Holzrelief zeigt den Tiroler Freiheitskämpfer und Volkshelden Andreas
Hofer (1767-1810). In den Befreiungskriegen von 1809 führte er die Tiroler drei Mal siegreich zum
Kampf gegen die Truppen Napoleons. Andreas Hofer liegt seit 1823 in der Hofkirche in Innsbruck
begraben.