mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Tschechien - Prag
Blick über Moldau zur Burg Hus-Denkmal, Nepumuk-Kirche Karlsbrücke Pulverturm Künstlercafé Wenzelsplatz Vysehrad Burg Karlstein Altes Rathaus Karlstein, Burg Künstlercafé Die Prager Burg Die Prager Burg
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Karlsbrücke Burg Karlstein
Die Stadt Prag Anfang Mai 2003 reiste ich mit meiner Mutter zu Ihrem 75. Geburtstag nach Prag. Wir hatten das Glück, die Stadt bei herrlichem Wetter sehen zu können. Prag ist auch in der Vorsaison gut von Touristen besucht. So schoben wir uns durch die Menschenmassen über die Karlsbrücke und stiegen uns vor dem Rathaus gegen- seitig auf die Füße. Das Bild zeigt einen Blick auf die Burg, von der Moldau aus. Prag ist die historische Hauptstadt Böhmens. Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau. Schriftlich wurde die Stadt erstmals im 10.Jh. erwähnt. Die slawische Be- siedlung begann im 6.Jh. in einem Gebiet, das zuvor seit über 500 Jahren  von den germanischen Markomannen bewohnt worden war, und davor noch von den keltischen Boiern. In Prag wurde 1348 die erste Universität im östlichen Mitteleuropa gegründet. Die Stadt und das histori- sche Zentrum mit seinen Sehenswürdigkeiten locken jährlich über fünf Millionen ausländische Touristen. Heute leben etwa 1,268 Millionen Menschen in der 496 km² großen Stadt.   Am Rathausturm sieht man eine astronomische Uhr mit Figuren, welche sich zu jeder vollen Stunde bewegen. Anschließend kräht ein goldener Hahn, der oberhalb der Uhr zu finden ist. Ganz links außen ist die Figur der Eitelkeit, daneben der Geiz, rechts vom Zifferblatt der Tod und ganz rechts außen der Heide. Auf den Turm kann man übrigens gegen ein Eintrittsgeld mit einem Aufzug hinauffahren, der Blick von dort oben lohnt sich wirklich.   Etwas weiter, auf dem großen Platz steht das Denkmal des tschechischen Reformators Hus, dahinter sieht man auf dem Bild die Nikolauskirche. Im Rücken des Betrachters steht die Teynkirche, welche wegen Renovierungsarbeiten nur während der heiligen Messen geöffnet war. Der Zugang war etwas versteckt, man musste durch einen der Torbögen der vorgebauten Häuser gehen. Rechts im Bild sieht man einige sehr schön renovierte Palais.      Das größte Gedränge herrscht auf der berühmten Karlův Most (Karlsbrücke). Natürlich haben wir uns dort auch umgesehen und die Statue des Hl. Nepomuk  mit der linken Hand berührt - das soll Glück bringen. Entlang der ganzen Brücke findet man Andenkenstände, meist Künstler, die handgefertigte Bilder von Prag  oder Kunsthandwerk aller Art anbieten. Neben dem Pulverturm befindet sich ein schönes Repräsentationshaus im Jugendstil. Im Erdgeschoss ist ein Restaurant und Kaffeehaus, in welchem auch Künstler ein und ausgingen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, dort gemütlich einen Kaffee zu trinken und von dem köstlichen Dessert-Angebot zu kosten. Die Live- Musik spielt sehr dezent und nicht zu laut, so kann man sich dabei auch noch angenehm unterhalten.      Der berühmte Wenzelsplatz bildet mit seinen vielen Geschäften, Kaufhäusern, Cafés, Passagen und Hotels den Kernbereich des Prager Lebens und ein beliebtes Ziel zum Bummeln. Am oberen Ende des Platzes befindet sich das Nationalmuseum. Bei den regimekritischen Demonstrationen 1988 und besonders 1989  versammelten sich hier rund eine halbe Million Menschen.   Der älteste Stadtteil Prags ist Vyšehrad, dort soll sich nach der Legende die Burg der Libussa befunden haben, die Wiege der böhmischen Geschichte. Historisch belegt ist jedoch eine Burg, in der zweiten Hälfte des 11. Jh. Bedeutung erlangte Vysehrad aber erst zur Zeit Karl IV. (Mitte 14. Jh.). Nachdem die Barockfestung am Anfang des 20.Jh. geschleift wurde, blieben nur noch die Festungsmau- ern, von welchen man die herrliche Aussicht genießen kann.      Die Prager Burg bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt und liegt auf dem Berg Hradschin. Sie wurde im 9.Jh. gegründet und war Sitz der böhmischen Herzöge und Könige, zweier Kaiser des Heiligen römi- schen Reichs sowie des tschechoslowakischen Staatspräsidenten. Heute ist sie die Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik. Inmitten der Burganlage befindet sich der Veitsdom. Ein besonderes Spektakel - nach dem Vorbild von London - ist auch die Wachablöse. Unzählige Touristen drängen sich auf dem Platz, sodass für die Wachsoldaten kaum mehr Platz bleibt.       Karlstein In der Stadt bieten kleinere Busunternehmer verschiedene Ausflüge in die Umgebung oder Stadtrundfahrt- en an. Wir entschieden uns für eine Fahrt nach Karlstein, das ca. 30 km südwestlich von Prag liegt. Die Burg Karlstein wurde 1348 von Karl IV. gegründet und wurde als Schatz- kammer der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches und der gewal- tigen Reliquiensammlung des Kaisers angelegt. Interessant ist auch, dass die Burg keinen eigenen Brunnen hat. Selbst bei Gra- bungen bis zu 80m Tiefe stieß man nicht auf Wasser. So wurde dieses vom nahe- gelegenen Bach Budňanský potok in eine Zisterne eingeleitet. Der Ausflug enthielt auch die Besichtigung der Burg und das Mittagessen. Zur Burg hinauf nahmen wir die Pferdekutsche (war extra zu bezahlen), runter ging es dann zu Fuß durch die Souvenirmeile. Hier findet man alles, sogar Bumerangs und Regenrohre, WMF-Metallwaren und Swarovski-Glas.
Astronomische Uhr Im Kaffeehaus Prag, Großes Wappen Hradschin, Aussicht
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