mein Reisebilderbuch Manfred Bittner
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Spanien - Sevilla
Ich besuchte Sevilla zu Weihnachten 2017 mit meinem Bruder, um wieder dem kalten und finsteren Alltag zu Hause zu entfliehen. Wir hatten schon Gran Canaria ausprobiert und Mallorca, ich war auch einmal zu dieser Jahreszeit auf Teneriffa. Die Anreise mit dem Flugzeug von Stuttgart über Lissabon dauerte fast länger als ein Flug nach Asien, da wir in Lissabon schon mal wegen Nebels nicht landen konnten. So wurden wir nach Porto umgeleitet, wo wir dann stundenlang auf dem Flugfeld warten mussten, bis sich der Nebel in Lissabon aufgelöst hatte. Mein ursprünglich gebuchter Flug von Lissabon nach Sevilla war natürlich weg. Immerhin hatte ich das Glück, noch am selben Tag, spät abends fliegen zu können, andere Fluggäste konnten erst am nächsten Tag weiter. Nach insgesamt 21 Stunden(!) Reisezeit war ich dann endlich im Hotel. Bei meinem zweitenBesuch zu Weihnachten 2018 flog ich dann von Frankfurt nach Sevilla und zurück über Zürich, das klappte wesentlich besser. Sevilla ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien und der Pro- vinz Sevilla von Spanien. Die Stadt liegt am Guadalquivir in einer weiten und fruchtbaren Ebene etwa 6 m über dem Meeresspiegel. Auf ca. 141 km² leben etwa 690.000 Einwohner. Sevilla ist ein wesentlicher Industrie- und Handelsplatz und Touristenzentrum. Sevillas Altstadt ist die größte Spaniens und neben Venedig und der Altstadt von Genua eine der größten Altstädte Europas. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Dezember zwischen 7 und 16 Grad, es kann aber auch schon mal unter den Gefrierpunkt kalt werden. Allerdings gibt es in dem Monat auch die meisten Nieder- schläge. Die Gründung von Sevilla geht der Legende nach auf die sagenhafte Stadt Tarsis zurück, die von Herkules gegründet wurde, und die er an seinen Sohn Hispalos vermachte. Hiervon kommt ihr antiker Name Hispalis. Ihr Ursprung liegt im 8. Jh. v. Chr., während der tartessischen Periode, ausgehend von einem Dorf namens Ispal. Der Palacio de San Telmo ist heute Sitz der Präsidentschaft der Regionalregier- ung von Andalusien. Er wurde 1682 als Seminarschule der Mareantes-Universi- tät erbaut. Der Palast zählt zu den schönsten Gebäuden der Stadt Sevilla. Er hat einen rechteckigen Grundriss und ist mit vier Türmen und einem großen zen- tralen Innenhof ausgestattet. Der Palast verfügte über fließendes Wasser, Badezimmer, Strom, Telegraph und sogar eine eigene An- legestelle am Guadalquivir, daneben befindet sich eine Gartenanlage von mehr als 18 Hektar im Stil von Versailles, die später zum Park María Luisa wurden. Der María Luisa Park ist der wichtigste öffentliche Park und die grüne Lunge der Stadt. Er umfasst mehr als 34 Hektar. Zu Ehren der Ibero- amerikanischen Ausstellung im Jahre 1929 wurden zahlreiche Gedenk- haine, Pavillons, Gewässer und der Spanische und der Amerikanische Platz angelegt. Der Löwenbrunnen und der Froschbrunnen sind sehens- wert. In der Anlage finden sich auch das Museum der Volkskunst, das historische Militärmuseum und das archäologische Museum. Die Kathedrale von Sevilla (Santa María de la Sede) ist die Bischofskirche des Erzbistums Sevilla in Sevilla. Sie ist die größte gotische Kirche Spaniens und eine der größten Kirchen der Welt. Sie wurde 1401–1519 auf den Überresten der im 12.Jh. errichteten arabischen Mezquita Mayor erbaut und steht seit 1928 unter Denkmalschutz. Ihre Länge beträgt 115 m, ihre Breite 76 m. Die Höhe des mittleren Kirchen- schiffes beträgt 42 m, insgesamt besitzt die Kathedrale fünf Kirchenschiffe. Im Inneren befindet sich neben prachtvollen Grabplastiken des Mittelalters auch das 1902 errichtete Grabmal für Christoph Kolumbus. Der Verbleib seiner Ge- beine war nach mehrmaligen Atlantiküberquerungen ungewiss. Die vier Sarg- träger verkörpern die Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Das Minarett der alten maurischen Moschee, heute Turm der Kathedrale, Giralda genannt, ist das Wahr- zeichen der Stadt. Der Turm ist der Rest der einstigen Moschee aus dem Jahr 1184, und war damals eines der höchsten Bauwerke der Welt (nur von den zwei größten der drei Pyramiden in Gizeh (Ägypten) über- troffen). Außergewöhnlich ist, dass dieser Turm bis zur Höhe des Glockenstuhles, d. h. bis zu der Galerie auf ca. 70 m Höhe, zu Pferde bestiegen werden kann. Statt Treppen legten die Baumeister eine ca. 2,50 m breite Rampe an, deren Deckenhöhe einen Aufstieg zu Pferd ermöglicht. Durch diese Rampe (anstelle von Treppen) konnten wichtige Nachrichten rasch ver- kündet werden. Der Alcázar von Sevilla (spanisch: Reales Alcázares de Sevilla, Königlicher Alcázar von Sevilla) ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Die Anlage hat eine lange, bis in maurische Zeit zurückreichende Baugeschichte und wird bis heute von der spanischen Königsfamilie als offizielle Residenz genutzt, wenn sich diese in Sevilla aufhält. Er wurde ursprünglich etwa im Jahre 913 als maurisches Fort angelegt, später erweiterte man die Anlage mehrfach bis hin zum Palast. In den langen Galerien sind edle Bodenbelägen zu sehen, prunkvollen Wandverkleidungen und zau- berhaften Deckenverzierungen. Besonders eindrucksvoll sind die traumhaften Gartenanlagen und die herrlichen Innenhöfe mit Springbrunnen. Pavillons, Statuen, antike Säulen, eine mediter- rane üppige Vegetation und plätschernde Wasserspiele und Springbrunnen machen die Gärten zu einem kleinen Paradies. Das Rathaus von Sevilla wurde im 16.Jh. erbaut und ist eine der schönsten Renaissance-Bauten Anda- lusiens. Es wurde auf den Grundmauern eines ehemaligen Franziskanerklosters errichtet. Vor allem der Plenarsaal mit seiner Decke aus behauenem Stein ist sehr sehenswert. Der Haupteingang des Gebäudes wurde im 19.Jh. verlagert. Grund dafür war der Bau der Plaza Nueva. Zeitgleich wurde das Rathaus von Sevilla außerdem an seiner Ostseite ausgebaut. Davon zeugt noch heute der neoklassizistische Baustil dieser Seite der Fassade. Zu Weihnachten waren auf dem Platz hinter dem Rathaus riesige Kugeln mit LED-Lichtorgel aufgebaut, wo dann in den Abendstunden ohrenbe- täubende Musik spielte (die armen Anwohner…). Die Plaza de España ist einer der bekanntesten Plätze in Sevilla. Geschaffen wurde die Anlage von Architekt Aníbal González im Jahre 1929 zum Anlass der Iberoamerikanischen Ausstellung zusammen mit weiteren Gebäuden im Park Marie Luise. Auf dem etwa 200 m durchmessenden Platz wurde ein halbkreisförmiges, zusammenhängendes Gebäude errichtet, vor dem ein Kanal mit 515 m Länge zum Bootfahren einlädt. Dieser wird überquert von 4 Brücken, welche die vier alten Königreiche Spaniens repräsentieren sollen. Der gesamte Platz hat eine Fläche von 50.000 m², von denen 31.000 m² freie Fläche sind. Die roten Backsteinklinker, Marmor und Keramiken im Stil zwisch- en Barock und Reanaissance verleihen dem Platz sein außergewöhnliches Aus- sehen. An dem Gebäude sind schöne Kachelornamente (Azulejos) zu sehen. Sie stehen für je eine der insgesamt 48 spanischen Provinzen, sind alphabetisch angeordnet und mit aufwändigen Abbildungen und Darstellun- gen historischer Begebenheiten und den Wappen der jeweiligen Hauptstädte geschmückt. Die Plaza de España war einer der Schauplätze für Episode II “Angriff der Klonkrieger” der Star Wars Saga von George Lucas. Gemäss der offiziel- len Website „der Krieg der Galaxien“ wurden die letzten Aufnahmen der Episode II am 12. September 2001 abgedreht, mit der berühmten Plaza de España als Set, die ebenfalls von den Fans im Film “Lawrence von Arabien" wieder erkannt wird. Die Szene auf diesem Platz repräsentiert ei- nen Palast in der wunderschönen Stadt Theed in Naboo. Am Flussufer des Guadalquivir steht der Tore del Oro, ein zwölfseitiger Turm, der etwa im ersten Drittel des 13.Jh. unter der Herrschaft der Mauren errichtet. Um den Namen ranken sich zahlreiche Legenden. Von einer golden glänzenden Fensterreihe oder Kacheln, über eine Geschichte von einer gefangen gehaltenen Dame mit goldenen Haaren bis hinzu einer Lagersstätte für Gold und Silber - welches als wahrscheinlichste Variante angesehen wird. Der Turm war einst Bestandteil der Stadtmauer als Wehrturm zur Verteidigung des Hafens und beherbergt heute ein Marinemuseum. Zum Schutz des Hafens wurde von seiner Gestühlsbasis eine starke Kette über den Fluss gespannt. Die Rückreise (2017) über Lissabon nach Stuttgart war ein ähnliches Drama wie die Anreise. Die Abflugzeit von Sevilla verschob sich immer weiter, bis ich endlich meinen Anschlussflug nach Stuttgart mit Sicherheit nicht mehr erreichte. Wenigstens war bei der Ankunft in Lissabon der neue Flug und Bordkarte bereits vorbereitet. Nichtsdestoweniger musste ich wieder stundenlang am Flughafen auf das Einsteigen warten. Zu Weihnachten 2018 bekam ich dann eine knappe E-Mail von TAP dass: „… gemäß der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 keine Entschädigung vorgeschrieben ist… “. Dies betraf nur den Hinflug am 23.12.2017). Im- merhin hat man sich entschuldigt. Über den verspäteten Rückflug habe ich bisher weder eine Entschuldig- ung, noch eine Vergütung bekommen.
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